11.05.2006

Rolling Swiss - Die Schiffstaufe



Ganz zu Beginn hiess die Yacht „Christian“, dann „Clarita“ und nun wurde sie am 7. April im Düsternbrooker-Hafen des alt-ehrwürdigen Kieler Yachtclub auf den Namen „Rolling Swiss“ (um-)getauft.

Ob man Schiffe beim Eignerwechsel umtaufen soll, darüber kann man sich lange streiten und viele Argumente pro und contra ins Feld führen. Ich persönlich glaube nicht daran, dass es Unglück bringe, aber ich habe das Schiff unter dem Namen „Clarita“ kennen und fahren gelernt und so hätte es auch bleiben können. Der Zentralvorstand hatte selbstverständlich aber gute Gründe, die für den CCS neue Motoryacht in die lange Reihe des CCS-liken Schiffsnamen zu stellen und auch auf diesem Wege kund zu tun, dass nach 50 Jahren der Segelschiffe nun auch eine Motoryacht ohne Wenn und Aber dazu gehört.

Genau hier hakte der Commodore Beat Schifferli bei seiner Begrüssungsrede ein. In der Tat ist der Unterschied zwischen einer Segel- und einer Motoryacht  kleiner, als man denken mag, denn hier wie dort geht es um gute Seemannschaft und um Törns mit grossem Lern-, Erlebnis- und Erholungswert. Und immer steht der Respekt vor den Kräften der Natur im Zentrum unseres Tuns, ob nun mit oder ohne Segel.

Als Taufpatin wünschte Ursula Baum dann der „Rolling Swiss“ allzeit eine gute Fahrt und immer genügend Wasser unter dem Kiel, bevor sie die obligate Flasche Champagner auf der Ankerwinch zerschlug. Als Taufgeschenk hat sich das ehemalige Eignerpaar Ursula und Hanspeter Baum etwas Besonderes einfallen lassen: Im Besitz der Familie Baum hatte die Yacht den Heimathafen Hamburg/Wedel, wo sie während Jahren lag, aber als CCS-Yacht im Revier der Ostsee ist es nun eher unwahrscheinlich, dass sie jemals in ihrem neuen Heimathafen Basel anzutreffen ist. So bekam die „Rolling Swiss“ eine schöne Luftaufnahme der Basler Rheinhäfen geschenkt, die nun in der achterlichen Kabine hängt. So kann sich das Schiff immer wieder anschauen, wie sein ferner, weit im Landesinnern liegender Heimathafen aussieht.

Die illustere Gästeschar hat sich dem Fotografen Lori Schüpbach für das Cruising-Titelbild (Nr. 5/2006) auf die über das Topp beflaggte „Rolling Swiss“ gestellt, Commodore Beat Schifferli, Past-Commodore Daniel Rossier und den beiden Vice-Commodores Christoph Rosenthaler und Giovanni Baumann inklusive. Ein feines Nachtessen im Kieler Yachtclub rundete das würdige Tauffest ab, bevor das Schiff am nächsten Tag mit altgedienten Seebären zum einwöchigen Ergänzungstörn in die Kieler Aussenförde auslief.

Bruno Michel


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