17. bis 24. September 2016: Von Kopenhagen nach Kiel

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Bitte beim nächsten Mal die Türen nicht selber öffnen!“ Mit diesen Worten hat uns der Taxifahrer ‪am Samstag morgen nach unserem Törn am Flughafen Hamburg verabschiedet. Wir liessen uns unsere gute Laune dadurch nicht vermiesen, checkten unser Gepäck ein und machten uns auf zu den Landungstegen. Nach einer Hafenrundfahrt durch die Speicherstadt trennten sich unsere Wege.

Wie fing alles an?

Unsere gemeinsame Reise von Kopenhagen nach Kiel begann eine Woche früher. Nach der Übernahme der Rolling Swiss II von der Vorcrew bunkerten wir die Lebensmittel für die nächsten Tage ein. Nach der Sicherheitsanweisung ging es dann auch schon los. Unser Liegeplatz war sehr begehrt, er wurde sofort wieder belegt von einer grossen Yacht, die mittels Fernbedienung von Deck aus gesteuert wurde. Auf unserem kurzen Schlag vom Nyhavn nach Dragör machten wir uns mit der Steuerung und dem Fahrverhalten der RS II vertraut. In Dragör fanden wir am Liegeplatz Moorings vor, eine tolle Gelegenheit bei kräftigem Seitenwind an- und am nächsten Morgen wieder abzulegen. Unterwegs nach Rodvig übten wir das MOB-Manöver und haben im dortigen Hafen unsere An- und Ablegemanöver verbessert.

Nachdem wir die RS II in Verdrängerfahrt beherrschten, wollten wir uns alle von der Kraft der beiden Antriebsmaschinen überzeugen. Mit nahezu 20 Knoten hat jedes Crewmitglied für kurze Zeit die RS II Richtung Klintholm gesteuert. Am nächsten Tag überraschte uns der Skipper mit einer „Sondermeldung des Hafenamts“. Das GPS-Signal war gestört, ausgerüstet mit Seekarte und Fernglas steuerte unser Navigator die RS II sicher durch die betonnten Fahrstrassen. Eine sehr lehrreiche Übung einmal ohne den GPS-Plotter zu navigieren. Sicher im Hafen Kragenaes angekommen unternahm ein Teil der Crew noch eine Hafenrundfahrt mit dem Dingi. Über Bagenkop ging es dann nach Laboe, der vorletzten Station unseres Törns. Unterwegs übten die Radarpraxisanwärter die Navigation mittels Radar und Karte.

Bei einem feinen Abendessen an Bord liessen wir den Törn Revue passieren. In Kiel, unserem Ziel- und Übergabehafen, fand zeitgleich ein Hafenfest statt. Wir erhielten die Gelegenheit einer Privatführung durch ein grosses Lotsenboot, welches normalerweise als Lotsenhotel in der Wesermündung unterwegs ist.

Nach der Übergabe der RS II an die Nachfolgecrew warteten einige von uns auf das bestellte Taxi nach Hamburg. Es kam mit 30 minütiger Verspätung und zu unserer grossen Verwunderung stieg der Beifahrer aus und verabschiedete sich mit den Worten „Ihr Taxi!“ Schnell wurde uns klar, dass der Taxifahrer geringe Deutschkenntnisse mit ebenso geringen Ortskenntnissen kombinierte. Dennoch erreichten wir den Flughafen Hamburg, der Rest der Geschichte ist bekannt.

Skipper: Ueli, Guido; Crew: Pia, Peter, Claude, Matthias


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