02. – 09. April 2016 / Amsterdam – Delfzjil

 

Rolling Swiss II vom 2.4.16  – 9.4.16 / Manövertörn

 

Skipper: Marcel Geering

Crew: Bertrand Andres, Björn Bajan, Rolf Hägler, Roger Wipfli, Alois Grüter

Route: Amsterdam (Sixhaven) – Volendam (Stadthafen) – Hindeloopen – Enkhuizen – Den Oever – Leeuwarden – Groningen – Delfzijl

2.4.16 Auslaufen mit Skipper Marcel  vom Sixhaven in den Stadthafen, wo ausreichend eingekauft wurde. Weiter gings zum Hafen Medemblick, wo wir die ersten Manöverübungen absolvieren konnten. Marcel beeindruckte uns alle mit seinen Instruktionen und seinen kompetenten Anweisungen und liess uns sehr selbständig die Manöver durchzuführen. Durch die Anwesenheit des Vice-Commodores und seiner Funktion als Flaggenoffizier des CCS wurde die Beflaggung mit der Nationalen und seiner persönlichen ausreichend während der Fahrt celebriert.  Anschliessend weiterfahrt zum Stadthafen Volendam, wo nach fachgerechter Vertauung endlich ein Ankerbier genehmigt werden konnte ( es gab auch alkoholfreies Bier!). Selbstverständlich war noch eine fachkundige Vorbereitung des morgigen Törns angesagt, wie auch ein gediegenes Essen in einem der schönen ortstypischen Restaurants.

3.4.16  Auslaufen nach Hoorn, wo weiter an der Technik des Manövrierens wie Anlegen/Ablegen/Rückwärtsfahren/1 motorig etc. intensiv gefeilt wurde. Anschliessend Weiterfahrt zum Zielhafen Marina Enkhuizen. Die Fahrt beeindruckte durch die schöne Landschaft und die typischen traditionellen Holländerdörfer.

4.4.16 Ausgedehntes Manövertraining im Compagnieshaven und anschliessendes Auslaufen mit Ziel Hindeloopen übers schöne Jzlemeer. Normalerweise wurde ein Cruisingspeed von 6 bis 8 KTN gewählt. Hier konnten wir den Maximalspeed mal austesten. Nach sauberem Ausrichten der Trimmklappen erreichten wir doch den fast rekordverdächtigen Speed von 20.2 KTN!

5.4.16 Fahrt zum Hafen Makkum, welcher hervorragende Möglichkeiten zum Manövertraining bot. Da die Schleuse aus dem Jizlemeer wegen Bauarbeiten geschlossen war, musste der Weg via Den Oever gewählt werden. Direkt nach der Schleuse war die Uebernachtung im neuen Fischerhafen angesagt, welcher wenig Infrastruktur bietet. So durften wir auf die Kochkünste von Björn und Roger zählen. Anschliessend wurde die „honorable“ Schiffslampe zum Test hervorgeholt. Leider musste der Versuch nach ca. 1h Suche des Lampenöls abgebrochen werden und die Lampe fand den Weg weiterhin ungebraucht zurück in die Holzkiste. Schlechtes Wetter war für die kommenden Tage angesagt. So wurde die Weiterfahrt anstelle der Fahrt Aussen herum übers Wattenmeer  im Inland über die Kanäle vorbereitet.

6.4.16 Auslaufen nach Harlingen, wo die Kanaleinfahrt  der Stande-Mast-Route gewählt wurde. Eine beeindruckendeWeiterfahrt über die Kanäle mit vielen Schleusen und Zugbrücken führte uns dann Mitten ins schöne Städtchen Leeuwarden.Viele Längsanlegeplätze entlang den Kanälen in diesen Städtchen mit guter Infrastruktur für die Schiffahrt ladenzum Uebernachten ein.

7.4.16 Weiterfahrt im Kanal über Dokkum zum Lauwersmeer bei rauhem Wind. Unmittelbar vor der Einfahrt ins Lauwersmeermussten wir leider die unberechenbare geringe Wassertiefe am eigenen Schiff erleben. Mitten im korrekten Fahrwasser liefen wir auf eine Sandbank auf (Tonne DD2-S1) auf. Vorsichtig manövrierte Marcel in gekonnter schonender Weise bei viel Gegenwind die Rolling Swiss aus den Untiefen heraus. Die restliche Fahrt war begleitet von immer wieder sehr geringen Wassertiefen in den Fahrwassern, wo wir entsprechend vorsichtig durchfuhren und letztendlich in Groningen einliefen.

Da wir davon ausgingen, dass die Schrauben unter dem Vorfall beschädigt wurden, organisierte unser Skipper via Schiffsverantwortlichen eine Werft mit Autokran für den morgigen Tag, um das Schiff zu kontrollieren. Das schöne Städtchen Groningen lenkte uns ab von diesem Malheur. Im Hafen durften wir diesmal die Kochkünste von Bertrand geniessen.

8.4. Mittlerweile fast profihaft erprobt in Schleusenfahrten und Durchfahrten bei engen Zugbrücken und bei viel Seitenwind gings weiter im Kanal nach Delfzijl zur besagten Werft. Pünktlich um 1130 wie bestellt war der Autokran bereit und wir wurden Zeugen einer Schiffsauswasserung. 1 Schraube war leicht beschädigt, die andere aber völlig intakt.

So wurde 1 Reserveschraube fachkundig von 2 Werftmitarbeitern montiert. Die 4 – stündige Uebung kostet den eher geringen Betrag von 800 Euro. Weiter gings zum Endziel Yachthafen Neptumus, wo noch vollgetankt, Inventur erstellt und Schiffsputz erledigt wurden. Zudem durften wir auch den Geburtstag unseres Skippers Marcel feiern.

9.4. Uebergabe an die neue Crew und Heimreise. Wir dürfen auf eine tolle Fahrt mit wirklich sehr vielen Inputs und Trainings der Schiffsmanöver zurückblicken. Marcel begleitete uns alle mit grosser Ruhe und viel Kompetenz.

Das allabendliche Ankerbier, die feine kulinarische Abendreise und die anschliessenden Whiskys werden uns in den nächsten Wochen fehlen.

Marcel – die Crew dankt Dir für die Organisation, die Tipps und Tricks wie auch die vielen tollen Momente auf der Rolling Swiss II.

25.4.16 / Alois Grüter

 


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