12.09.2015 – 19.09.2015 / Hamburg – Bremen

12– 19.September 2015 Hamburg – Bremen: Cruise Days 2015 in Hamburg – Sturmhafen: Wilhelmshaven …

 

Skipper Marc Pingoud; Skipper I: Bruno A; Crew Ret, Bert, Bruno W

Der Start in diesen Törn entsprach nicht so ganz der üblichen CCS-Manier. Die ROLLING SWISS II stand mitten im Getümmel der Cruise Days 2015 in Hamburg. Das gesamte Elbufer war eine Festmeile, am Baumwall beim City Hafen ein Marktstand nach dem anderen – oft an ein Durchkommen kaum mehr zu denken.

Irgendwann waren dann mal alle Crewmitglieder an Bord – irgendwann waren die Einkäufe durch die Menschenmenge hindurch und sicher auf dem Schiff verstaut. Es stellte sich aber raus, dass vor allem Kühlraum für das Bier eher knapp war, denn die Einkaufs-Taskforce musste mehrmals zwischen Laden und Schiff pendeln und hat die Wasserflaschen im Transportkarren fein säuberlich mit Bier abgedeckt… Wohlwissend, dass ein Gang durch die Hamburger-Menschenmenge nur mit Wasser ein wahres Spiessrutenlaufen an faulen Sprüchen gewesen wäre… 😉

Dann am Samstagabend das grosse Fest mit Feuerwerk und Auslaufparade der Kreuzfahrtschiffe, begleitet von hunderten von kleineren Schiffen. Der Hafenmeister hat uns davon abgeraten, auch auszulaufen und teilzunehmen: Man sieht weniger und eurer Liegeplatz ist nachher sicher weg… Das Argument hat’s in sich. Wir genossen das Fest von der Landseite aus.

Dann am Sonntagmorgen: Sicherheitsbriefing, Tagesplanung und Auslaufen. Es blieb uns gar nichts anderes übrig als bei Ebbe loszufahren und gegen die einlaufende Flut ordentlich Diesel zu verheizen – Wir mussten am Abend in Cuxhaven sein, denn die Wetterprognosen sahen für mehrere Tage sehr düster aus: Starkwind aus Ost mit 7-8Bft in der Deutschen Bucht ab morgen Mittag. Damit war leider diesmal ein Ausflug nach Helgoland keine Option mehr – klar war die Crew enttäuscht (wir hatten dafür aber genug Bier an Bord 😉 )

Ich beschloss Willhelmshaven anzulaufen und in der ersten Tageshälfte über die Deutsche Bucht zu kommen – bevor der Sturm so richtig loslegte. Es hat gepasst und Wilhelmshaven hat sich als weise Entscheidung herausgestellt: Der grosse Innenhafen bot guten Schutz und genügend Übungsgebiet für Manöver auch bei starkem Wind. Selbstverständlich haben wir auch das interessante Marinemuseum besucht. Ja, gestürmt hat’s so, dass ich manchmal nicht sicher war ober der leicht morsche Schwimmsteg an dem unsere 20t schwere ROLLING SWISS II hing, nicht bald mit ihr auf eine kleine Hafenrundfahrt gehen würde 😉

Am Mittwoch mussten wir weiter nach Bremerhaven. Der Wind hat etwas nachgelassen. Luftlinie (über Land) wären es gerade mal 16sm – 45sm aber übers Wasser! Entlang der Jade raus und auf dem Zulauf zur Weser wieder rein. Die Gegend ist geprägt durch viele Sandbänke, die trocken fallen. Wir wählten einen frühen Ebbezeitpunkt für die Überfahrt nach Bremerhaven, damit boten uns die Sandbänke einen natürlichen Schutz gegen den Wellenschlag. Und in der Tat, es ging überraschend gut. Die Anfahrt auf Bremerhaven gegen die ca. 5 Bft mit den typischen kurzen Wellen eines seichten Gewässers war etwas ruppig.

In Bremerhaven angekommen schleusten wir in den Innenhafen und fanden einen guten Liegeplatz. Ich freue mich sehr, dass es geklappt hat und mein guter Kollege Helmut, Weserlotse von Beruf, Zeit fand, uns die Lotsenzentrale, das Lotsenhaus und das Lotsenschiff „Weserlotse“ zu zeigen. Herzlichen Dank Helmut!

Am Donnerstag ging‘s bei garstigem Wetter die Weser hoch bis Bremen. Dort konnten wir leider nur eine Nacht bleiben – Ein grosses Fest war am Weekend angesagt und jeder Liegeplatz vergeben. Wir genossen den Nachmittag und den Abend in Bremen trotzdem. Dafür gab’s am Freitag noch eine nautische Stadtrundfahrt durch Bremen, anschliessend führen wir eine gute Stunde wieder Weserabwärts und erhielten im netten Hafen von Vegesack ein feines Plätzchen. Der Rest war dann wieder ganz „CCS-like“…

Danke, liebe Kollegen, es hat grossen Spass gemacht!


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