05.09.2015 – 12.09.2015 / Kiel-Hamburg


5.-12.September 2015 Kiel – Hamburg: Durch den „NOK“ gejagt nach Helgoland geschwemmt …

Skipper Marc Pingoud; Skipper I: Walter; Crew Lisa, Simone, Ludwig

Dieser Törn war für mich in mehrfacher Hinsicht ein ganz spezielles Erlebnis. Selten konnte ich mich als Skipper derart auf einem Törn „erholen“, meine Ferien mit lieben Leuten zusammen geniessen, spannende Orte entdecken und nach Herzenslust fotografieren :)  !

Mit Walter und Ludwig waren zwei gestandene und sehr erfahrene Skipper an Bord; ihre Partnerinnen Lisa und Simone haben sich auch gleich um mich gekümmert – Die Schiffsführung wurde mir dann von den Herren auch gleich nach dem Auslaufen in Kiel abgenommen – immerhin die Route durfte ich noch vorgeben… Das war jedoch auch keine Hexerei, denn das Wetter spielte tagesscharf mit: Wir wollten rasch durch den Nord-Ostseekanal (NOK), gleich weiter nach Helgoland und dort auch einen Tag verweilen, um die Insel zu entdecken. Bereits am Donnerstag-Nachmittag mussten wir aber wieder in Hamburg sein… Wir planten die Cruise Days 2015 in Hamburg live zu erleben – Dazu mussten wir früh genug im City-Hafen in Hamburg einen Platz finden…

Nach einem gezielten Einkauf am Samstag in Kiel ging’s in einem kurzen Schlag rüber nach Laboe – Abendessen in der Fischküche ist Pflicht! Es stürmte ziemlich und dies sollte auch die nächsten zwei Tage so bleiben. Perfekt, das reicht, um gleich geschützt durch den NOK zu gondeln.

Zeitig ging‘s dann am Sonntag los in Richtung der Schleusen Holtenau. Wer mich etwas kennt, weiss, dass ich gerne fotografiere – vor allem auch Schiffe. Ein Schweizer Kollege mit demselben Hobby hat nun einer „Ship Spotting-Gruppe“ aus Kiel durchgegeben, dass wir mit der ROLLING SWISS II den NOK am Sonntag passieren würden. Welche Prämie auf Bilder von uns ausgesetzt war, entzieht sich meiner Kenntnis… Auf jeden Fall erhielt ich bereits vor dem Einlaufen in die Schleuse die Meldung aufs Handy: „Wir haben Euch erlegt“! So ging‘s dann weiter: Meldung an Meldung, Bild an Bild von zahlreichen Kolleginnen und Kollegen haben unsere Fahrt durch den NOK sehr gut dokumentiert – Danke euch allen! Das Spiessrutenlaufen hat Spass gemacht :)

Nach so viel Aufmerksamkeit suchten wir dann etwas Ruhe für die Nacht: Walter kannte da ein nettes Plätzchen in einem Seitenarm des NOK. Gesucht und gefunden lagen wir gut vertäut zwischen Holzpfählen mitten in der kleinen Bucht. Unbeirrt zogen die Schiffe an uns vorbei  – leise und ohne grosse Wellen. Es war eine Nacht in der reinen Natur!

Am nächsten Morgen ging‘s wieder zeitig los: Ziel Helgoland! Unsere Ausfahrtszeit aus der Brunsbütteler Schleuse war abgestimmt auf den Tidenstrom, der uns zügig nach Helgoland spülte. Wie vorhergesagt hat der Wind zwar etwas abgenommen – die Dünung stand jedoch noch in der Deutschen Bucht, bildete aber kein Problem für unsere Rolling.

In Helgoland war die Hochsaison bereits vorbei – Nachdem die Tagesausflugsboote die Insel wieder verlassen haben, taucht sie in wunderbare idyllische Ruhe! Wir blieben zwei Nächte – das lohnt sich!

Der Rest des Törns ist rasch erzählt. Früh auf und mit der Tide nach Cuxhaven rein. Ein freier Nachmittag, um Cuxhaven zu entdecken – und gleich wieder mit dem Sonnenaufgang Elbaufwärts.

Nach Hamburg einzulaufen ist immer ein Erlebnis. Diesmal war es noch etwas spezieller: Aufgrund der Cruise Days und der Auslaufparade kamen zahlreiche Traditionsschiffe mit unserem Flutstrom nach Hamburg rein. Sogar die Cap San Diego war unterwegs.

Es hat alles gepasst – wir hatten einen perfekten Liegeplatz im City-Hafen erhalten! Herzlichen Dank an den Hafenmeister! Nun ging das Fest los. Ganz ganze Elbufer in Hamburg war eine grosse Festmeile. Gekocht haben wir nicht mehr bei all den Verpflegungsständen am Baumwall…. :)

Es war ein Törn der Extraklasse – Ich danke Walter, Lisa, Simone und Ludwig für die tolle Zeit!


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