03.10.2015-10.10.2015 / Amsterdam – Medemblik

 

Rolling Swiss II vom 3.10.-10.10.2015

Skipper: Hanspeter
Crew: Lisa, buy Pia, pharm Andreas, cialis Jacques, Thomas

Amsterdam – Medemblik

Route: Amsterdam (Sixhaven) – Volendam (Stadthafen)– Hoorn (Vluchthaven)– Enkhuizen (Buitenhaven) – Stavoren (Insel) – Medemblik (Middenhaven)

Im Amsterdamer Sixhaven begann unser Manövertörn durchs Marker- und Ijsselmeer. Alle Crewmitglieder, ausser der Blogschreiberin, kannten sich bereits aus einem vorherigen Törn. Zu Beginn des Törns wurde gewehrweisst, ob sich ein solcher toppen lässt? Antwort: „yes, we can!“

Lernen und Üben war angesagt.  Dank unserem erfahrenen Skipper Hans Peter Rosenberg machten wir beträchtliche Fortschritte im Manövrieren der Rolling Swiss II. Eindrücklich wie es immer besser gelang, eine über 13m lange Jacht mit zwei Motoren und dem Bugstrahler zentimetergenau in enge Anlegestellen „einzuparken“, rückwärts um die Ecke zu fahren, über die Vorspring einzudampfen, zehn Sekunden bei Wind und Wellen an einem Pfosten zu stehen, auf engstem Raum eine Tellerwende zu machen oder richtig in der Schleuse zu manövrieren. Auch waren wir nach einer Woche sicher, dass wir eine Person über Bord (MoB) wieder bergen könnten.  Nebenbei lernten wir auch mit genervten Hafenmeistern und Fischern Unstimmigkeiten auszuräumen. Dies geht vor allem dann gut, wenn man das Sprichwort beherzigt „dr Gschieder git na, dr Esel bliebt stah“.

Neben dem Manövrieren hatten wir Zeit um Land und Leute kennenzulernen. Bereits in Amsterdam machten wir Bekanntschaft mit den überaus hilfsbereiten und velofahrenden Holländern und Holländerinnen. Zum Apéro wurden frittierte Bitterballen mit Senf serviert und schon am ersten Tag hat es uns diese holländische Delikatesse angetan – aussen knusperig, innen eine weiche,  schmackhafte Fleisch/Mehl/Butterfüllung, einfach herrlich. Schnell haben wir gemerkt, dass 12er Bestellungen günstiger sind als zwei 6er. Da sie so heiss genossen wurden, bestand Verbrennungsgefahr für die Zunge. Ein würziges Bier half zum kühlen. Nicht nur in Amsterdam, sondern in allen nachfolgenden Städtchen fanden wir immer wieder Bitterballen und dank unserem Crewmitglied Andreas entdecken wir dazu süffige Biere wie z.B. la Chuffe.

Gemütlich und lustig war das Kochen, Essen und Tanzen an Bord. Die Küche in der Rolling Swiss II ist zweckmässig eingerichtet und neben den Spiegeleiern mit Speck oder Schinken und dem Pilz Risotto à la Andreas, gab es Spagetti sowie zweimal Fondue. Auch Älpler-Makronen waren auf der Speisekarte, zu denen ein leicht verärgerter Jacques rohes Apfelmus, unter Anweisung der Oberköchin Pia, raffelte. Natürlich liessen wir uns auch in den Restaurants vor Ort verwöhnen. Lisa und Thomas organisierten uns in Amsterdam ein gemütliches indonesisches Restaurant,  die besten „Mosselen en frieten“ gab‘s in Volendam, kubanische Tapas in Hoorn und französische Küche im „Des Artistes“ in Medemblik, welches generöserweise vom Capitain übernommen wurde.

Ein starker Skipper verdient eine motivierte und lernwillige Crew – und ich bin überzeugt, das waren wir. Unser Skipper gab uns mit viel Geduld sein grosses Wissen weiter und brachte uns die praktische Physik beim Manövrieren näher. Wir lernten, dass zum Manövrieren des Schiffes auch die Handhabung der Navigation, das richtige Belegen, die Seemannsknoten sowie das saubere Aufräumen und Putzen gehören. Nach einem präzisen Inventar übergeben wir Marc Pingoud die Rolling Swiss, welche nun in Medemblik in die Winterruhe geht. Für mich persönliche hat sich eine Welt auf der „Hochsee“ eröffnet, die mich nicht mehr loslassen wird. Es war spannend auf dem engen Raum der Rolling Swiss II eine grosse Weite zu erleben. Im Namen aller Crewmitglieder danke ich unserem Skipper Hans Peter Rosenberg ganz herzlich.

31.10.2015 Pia Gabriel-Schärer

 

 

 

 

 


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