31.05. – 07.06.2014 Saint-Malo

Skippper: Rolf
Crew: Marlis, stuff Barbara, sovaldi sale Alexander, Sandro

 

Gezeiten und Strömungen – Die Channel Islands

31.05. – 07.06.2014 Anreise Baden – Saint Malo

Die Anreise Zürich nach Saint-Malo ist nicht ganz einfach und dauert mit Auto oder mit dem Zug ca. 10 – 11 Stunden. Ein Teil der Crew ist am Freitag mit dem Zug von Baden via Basel / Paris nach Saint Malo angereist. Da der Zug von Basel im Paris-Gare de Lyon ankommt und die Weiterfahrt nach Saint Malo von Paris-Montparnasse aus weiter geht, war ein Transfer nötig. Für den Transfer hat sich der Bus 91 bewährt und ist zu empfehlen.
Der andere Teil der Crew hat die Anfahrt nach Saint Malo mit dem Auto zurückgelegt. Die gesamte Crew traf sich wie geplant am Freitag um 16.30 Uhr in Saint Malo.

31.05.2014 Saint Malo

Wie vereinbart haben wir um 09.00 im Hafen (Port Sablons) von Saint Malo die Rolling Swiss II von der Vorgängercrew übernommen. Nach den obligaten Übernahmeformalitäten wurde die Rolling Swiss II eingerichtet und für die nächsten Tage auf See vorbereitet. Als mühsame Arbeit erwies sich das Verstauen der Ersatzschrauben, die direkt von England angeliefert wurden.
Der Samstagnachmittag stand im Zeichen der Planung und der Navigation, besonders die Etappe vom Sonntag nach St.Helier (Isle of Jersey). Trotz Vorplanung und ausreichenden Hilfsmitteln nahm die Planung durch die Gegebenheiten wie hohe Gezeiten, starke Strömung, etc. viel Zeit in Anspruch.

01.06.2014 Saint Malo – Jersey

Wie geplant konnten wir um 11.00 Uhr den Port Sablons verlassen und die Fahrt Richtung Jersey aufnehmen. Die gute Vorbereitung vom Vortag hat sich bewährt, so dass wir nach einer ruhigen Fahrt von ca. 41 nm um 16.20 Uhr bei der Einfahrt zum Hafen von St. Helier an einem Ponton anlegen konnten. Während dieser Fahrt haben wir die Landesgrenze und Zeitzone überquert. Ebenfalls haben wir das MOB Manöver geübt. Um 20.30 Uhr konnten wir dann in den Hafen einlaufen. Durch die späte Ankunft und dazu Sonntagabend waren viele Restaurants geschlossen. Danke McDonald ; )

02.06.2014 Jersey – Guernsey

Um 10.45 hiess es Leine los. Alle Crewmitglieder haben sich auf den Besuch in Guernsey gefreut. Unser Skipper hat uns vorgängig einiges über Land und Leute erzählt, da er während mehreren Monaten dort gelebt und gearbeitet hat. Damit wir uns nicht an die Einlaufzeiten von St. Peter Port halten mussten, haben wir entschlossen, dass wir an einen Ponton anlegen. Das gab uns auch die Gelegenheit das Beiboot kennenzulernen.

03.06.2014 Guernsey – Jersey

Für die Rückfahrt nach Jersey haben wir uns entschieden, dass wir die Insel nördlich umfahren werden. Da es im nördlichen wie auch im südöstlichen Teil der Insel mehrere Hindernisse zu beachten gab, war eine saubere Navigationsarbeit gefragt. Bei bestem Wetter und guter Unterstützung durch die Strömung konnten wir eine schöne Fahrt entlang der nördlichen Küste von Jersey geniessen. Um 20.00 Uhr sind wir im gleichen Hafen wie zwei Tage zuvor angekommen.

04.06.2014 Jersey

Da die Wetteraussichten für den heutigen Tag nicht so gut waren, haben wir uns entschieden einen Tag in Jersey zu verbringen. Wir genossen einen ausgedehnten Spaziergang durch die Stadt und um die Burg herum. Am Nachmittag besuchten wir mit dem Bus das sehr idyllische Gorey.

05.06.2014 Jersey – Granville

Die Navigation für die Fahrt nach Granville war relativ einfach. Nach der Hafenausfahrt konnten wir ziemlich direkt Granville ansteuern, wo wir um 14.30 Uhr anlegen konnten. Somit hatten wir genügend Zeit die Festung und die Altstadt zu besuchen, sowie den morgigen Tag vorzubereiten.

06.06.2014 Granville – Saint Malo

Heute machten wir uns auf die letzte Fahrt und wohl auch auf die interessanteste der ganzen Woche. Anfänglich schien es, dass die Fahrt mit wenigen Fixpunkten eher den Anschein einer Überfahrt machte.
Nach gut anderthalb Stunden Fahrt hat der Steuermann kurz einen Delphin gesichtet und ca. fünf Minuten später wieder. Alle hielten nach allen Seiten Ausschau und siehe da es werden immer wieder und immer mehr Delphine gesichtet. Die Aufregung wurde immer grösser, als wir feststellten, dass eine Schule von bis zu acht Delphine die Rolling Swiss II begleitete. Obwohl wir mit acht Knoten durchs Wasser fuhren, schwammen fünf dieser eleganten Schwimmer teilweise fünf Stück Körper an Körper vor unserem Bug her. Ab und zu sprang wieder einer aus dem Wasser, um unser Boot von der Seite zu betrachten. Wir hatten den Eindruck, dass die Delphine mit uns und mit der Rolling Swiss II spielten. Nach ca. 20 minütiger Spielerei hatten sie wohl genug und sind plötzlich abgetaucht. Das war ein sehr eindrückliches Erlebnis, dass so noch niemand von der Crew erlebt hat.

Wir alle können auf eine sehr interessante und auch sehr lehrreiche Woche zurück schauen. Obwohl alle Crewmitglieder das Gebiet um Jersey und Guernsey theoretisch gut kannten, war es sehr eindrücklich die extrem hohen Gezeiten von bis zu 11 Meter, die starken Strömungen in Wirklichkeit kennenzulernen und diese in die Navigationsarbeit einzubeziehen.

Danke der tollen Mitarbeit aller Törn-Mitglieder war es eine eindrückliche und unvergessliche Woche.

Ruedi


Die Kommentarfunktion ist geschlossen.