19.04. – 26.04.2014 Antwerpen – Calais

Skipper: Florin und Andreas
Crew: Paulette, and Leonora und Patrick

Durch Flandern zur Nordsee.

19-4-1014 Antwerpen – Gent

Pünktlich um 7.30 traf die neue Crew am Hafen von Antwerpen ein. Im wahrsten Sinne des Wortes neu, cialis ist es doch der erste Törn auf See für Leonora und Patrick. Die Zusammenstellung der Crew verspricht Spannendes. Skipper 2, Andreas der alles richtig machen möchte, die zwei Neuen die nichts falsch machen wollen treffen auf einen Skipper 1, der alles perfekt machen will.
Der Erste Tag verläuft ruhig und ohne nennenswerte Zwischenfälle. Die erste Schleuse im Hafen von Antwerpen konnte passiert werden. Florin manövrierte das Boot, der Rest der Crew war damit beschäftigt die Rolling II korrekt und nach Vorschrift zu sichern. An der zweiten Schleuse Merelbeken war dann Andreas an der Reihe zu navigieren während Pädi und Leonora ihre Instruktion bekamen wie man eine Yacht in einer Schleuse richtig sichert. Ebenfalls wurde hier die „Waterwege Vignette“ für 2014 gekauft. Dazu benötige die Schleusenwärterin 20 Minuten um ein Formular auszufüllen. Wahrscheinlich war sie mit dem Schreiben in Schweizerdeutsch (Strasse und Stadt) etwas überfordert.
Unseren ersten Übernachtungsplatz fanden wir dann schliesslich in Snepdijburg Gent. Den Arbeitsag schliesst die Crew mit dem Ankertrunk ab. Dabei liess Andreas verlauten, dass er es heute super fand, viel gelernt hat, manchmal jedoch stark gefordert wurde und froh ist, dass die Rolling II im Hafen liegt und wir nun zum Essen ausgehen können.

20.4.2014 Gent

Nach einer ruhigen Nacht und einem feinen Frühstück à la Paulette entschied die Crew heute, Ostersonntag einen gemütlichen Ausflug nach Gent zu unternehmen. Während die Frauen der Ostermesse zuhörten, schlief der Skipper 1 in der Kirchenbank friedlich vor sich hin. Andreas und Patrick dagegen, besuchten lieber einige Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Zum Mittagessen kauften wir in einer richtigen belgischen „Pommes Bude“ ein Mittagessen – scharfe Wurst mit Pommes. Zur Krönung des Ostersonntagsessens gab es noch belgische Waffeln mit Rahm und frischen Erdbeeren. Zufrieden fuhren wir anschliessend mit dem Taxi zurück zur Marina. Dort beschlossen wir einstimmig heute nicht mehr weiterzufahren, sondern unseren Törn erst am Ostermontag in Richtung Brügge fortzusetzen. Die drei Männer suchten deshalb den Hafenmeister auf, um noch für eine weitere Nacht zu bezahlen (und im Clublokal ein Bierchen zu trinken). In dieser Zeit bereitete Paulette ein wunderbares Oster-Abendessen vor. (Mangosalat, Schweinsfilets mit Reis und Ratatouille). Während wir gemütlich zusammen sassen kam noch ein Hafenmeister um seinen Liegeplatz zu verrechnen. Nach einigen Diskussionen stellte sich heraus, dass wir dem Falschen bezahlt hatten (linkes Ufer ist nicht gleich rechtes Ufer).

21.4.2014 Gent – Brügge

7.30 Frühstück, 8.30 Losfahren Richtung Brügge. Nach einer kurzen Einweisung durch den Skipper2 konnten wir die Leinen los machen und Andreas Manövrierte die Yacht Richtung Brügge.
Nach ca. 3 Stunden Fahrt ohne Zwischenfälle, doch mit weitaus mehr Verkehr als am Tag zuvor liefen wir im Hafen Flandria in Brügge ein. Die nette Hafenmeisterin wies uns den Platz Nr. 23 zu.
Nach einigen Anlege- und Leinenkunststücken war die Rolling Swiss II am Steg festgemacht und die Crew konnte sich auf den Weg zum wunderschönen Städtchen Brügge machen. Nachdem Andreas nach längerem Suchen nach einem geeigneten Restaurant einen Tipp bekommen hatte, wählten wir das Wirtshaus Raymonde. Die Jüngeren der Crew taten sich an einem Château-Briand gütlich, während die Älteren ein Fischgericht bevorzugten.
Der Weg zurück zur Marina bescherte uns einen längeren Spaziergang, da wir uns nicht einig waren in welche Richtung wir gehen sollten. So wurde aus einer halben Stunde eine Ganze. Müde und voll gegessen verschwanden die Crew Mitglieder heute früh in Ihren Kojen.

22.4.2014 Brügge – (Newport) – Oostende

Nach genauer Routenplanung mit Kanal- und Nordseeabschnitt haben wir um 10.15 abgelegt. Auf dieser Strecke standen uns 8 Brücken und drei Schleusen bevor. Es war imposant alle diese Drehbrücken zu passieren. Langsam näherten wir der Abzweigung zum Plassendalekanal. Kurz davor liessen wir einen, rassig zu uns aufschliessenden, Frachter passieren. Dazu näherten wir uns dem Kanalufer (Spundwände) worauf uns plötzlich, ohne Vorwarnung ein unangenehmes Rumpeln erschreckte. Durch das recht klare Wasser entdeckten wir anschliessend auch die Ursache: „Zwei, im Kanal entsorgte Betonplatten, welche grosse Ähnlichkeit mit den für die Spundwänden verwendeten hatten“. Zwischen Brügge und Oostende wohl die einzigen zwei, aber wir haben sie gefunden.
Der Rest des Tages verging mit Telefonieren und der Suche nach einer kompetenten und willigen Werft um das Befinden der beiden Schrauben der RS II zu untersuchen:

**Ein TAG zum VERGESSEN**

23.4.2014 Oostende

Nach einer Nacht am Steg der Werft in Oostende standen wir früh auf um für die bevorstehende Auswasserung der RS II bereit zu sein. Nach dem Frühstück und einer kleinen Führung durch die Werkhallen der Werft warteten wir geschlagene 5 Stunden bis der Kran auf der Strasse aus Brügge ankam und die Rolling Swiss II aus dem Wasser hob. Nach Begutachtung des Schadens an den Schrauben durch den Werftbesitzer, Florin vor Ort und Marc am Telefon wurde entschieden, beide zu tauschen und das Boot wieder zu Wassern zu lassen.

24.4.2014 Oostende – Dunquerke

Nachdem Florin und Andreas die Seeresroute intensiv diskutiert hatten um sicherzustellten, dass auch alle Quadranten zu finden sind, fuhren wir gegen Mittag los. Die drei Männer waren mit Feldstecher, Karten und sonstigem Material gut ausgerüstet, sodass wir ohne Probleme den Hafen von Dunquerke erreichten. Nach einem feinen Abendessen an Bord verabschiedeten sich alle und suchten ihre Kabinen auf, da unser Skipper befohlen hatte am nächsten Tag um 05.00 los zufahren, damit wir dem Wetter, welches uns auf dem Meer erwartete ausweichen konnten. Dies bereitete vor allem den beiden Greenhörnern Leonora und Patrick etwas Bauchschmerzen, war es doch die erste Fahrt auf dem Meer, welche da auf sie zukam.

25.4.2014 Dunquerke – Calais

Wie befohlen verliessen wir also bei Tagesanbruch die Marina und fuhren uns auf die Nordsee hinaus, Richtung Calais. Es windete für meinen Begriff ganz schön fest und auch die Wellen packten ab und zu die RS II etwas unsanft an, sodass nach einer guten Stunde die Greenhörner über der Reling hingen und …….
Als wir uns der Hafeneinfahrt von Calais nährten empfing uns eine ganze Flotte von Fähren, welche aus dem Hafen ausliefen um Kurs in Richtung England aufzunehmen. Die Hafenbehörde meldete sich mit: „Rolling Swiss, Rolling Swiss keep clear ……“, die Rolling Swiss II anweisend seitlich des Fahrwassers abzuwarten, bis die grossen Fähren den Hafen verlassen hatten. Dieses Erlebnis war sehr beeindruckend und wir vergassen, dass es uns eigentlich schlecht war. Nachträglich ein grosses Kompliment an unsere Skipper, mit Bravour gemeistert. Eine Stunde später machten wir die Rolling Swiss II zum letzten Mal fest und genehmigten uns auch den letzten Ankertrunk.

Durch den ungewollten Aufenthalt in Oostende etwas verspätet mussten wir uns dann etwas sputen um die RS II fit und sauber für die Nachfolgecrew vorzubereiten.

Ein tolles, beeindruckendes Erlebnis, vor allem für die beiden Greenhörner.

Leonora und Patrick


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