03.05. – 10.05.2014 London – Brighton

Skipper: Urs und Dominique
Crew: Susanne, drugstore Adrian, pharm Matthias und Robert

Hochsee unter Wind- oder Motorpower? Man beginnt sich zu verstehen.

Es gibt Dinge, die hört man häufig von Skippern. „Einmal auf eigenem Kiel durch Paris, London oder Berlin“ gehört dazu (meist gefolgt von einem Seufzer). Der CCS macht das möglich. Allein in diesem Jahr dürfen Crews der MY Rolling Swiss II auf eigenem Kiel durch London und Paris. Berlin stand noch nicht auf dem Programm, insofern wird es auch in dieser Richtung vorerst bei dem Seufzer bleiben.

London hat die RSII nun hinter sich. Anfang Mai kam sie nach London und zwei Crews kamen in den Genuss. Mit einem der CCS-Segelboote wäre das etwas schwieriger (zumindest unter Segel), so dass sich Segler eben auch auf der RSII einfanden, als sich diese ihren Weg durch London wühlte.

Jeder Törn beginnt mit der Übernahme des Schiffes, der Einweisung und dem Einkauf. Soweit nichts Neues. Der Einkauf im TESCO im Imperial Wharf ging seinen, gut durch die Finanzministerin der Crew vorbereiteten und durchkalkulierten Weg. Mit den vier Einkaufswägen in diesem kleinen TESCO stand man zwar immer den übrigen Kunden im Weg herum und auch das – gefühlt unendliche – Blockieren einer Kasse war für die Einheimischen ein Stirnrunzeln wert, aber am Ende war alles gut und die Lebensmittel auf der RSII verstaut.

Der Törn von London nach Brighton begann mit einem der Highlights. Vorbei an Big Ben, London Eye und Tower und durch die Tower Bridge. Verfolgt, behindert und bedrängt durch Fahrgastschiffe, Hochgeschwindigkeits-RIBs und der eigenen Neugier. Die Crew – natürlich den Weisungen der CCS folgend mit Rettungsweste auf dem Vorschiff – kam aus dem Fotografieren, Bestaunen und Genießen nicht heraus. Schau mal rechts! Und dort: man sieht schon die Tower Bridge. Viel zu kurz kam einem das vor, wie die RSII durch London fuhr. Auf einmal war vor, über und dann auch sofort hinter dem Schiff die Tower Bridge und damit das Zentrum von London. Hinter der Tower Bridge wurde es schlagartig stiller, leerer, nur hin und wieder jagte ein Hochgeschwindigkeits-RIB mit seinen Touristen Richtung Zentrum. Die Vorstellung, vor der Tower Brigde aufzustoppen und DAS perfekte Foto zu machen, war eine Illusion: so viele Fahrgastschiffe und andere Boote waren vor der Brücke, unter der Brücke und vollführten merkwürdige Manöver, so dass ein Aufstoppen für Verwirrung gesorgt hätte. Also schnell fotografieren, RSII auf Kurs halten, den anderen Booten ausweichen und ab durch die Mitte.

Nach der Tower Bridge wurde es ruhiger, leerer und weiter. Und so fuhrt die RSII gelassen ihrem ersten Ziel entgegen: Gravesend. Die Themse ist auch für Motorbootfahrer ein sehr unspannendes Gewässer. Die Bebauung am Ufer ist industriell geprägt, wenig abwechslungsreich, es herrschte wenig Verkehr, so dass die Crew mehr oder weniger den Kurs hielt. Das mit dem „mehr oder weniger“ den Kurs halten, sollte noch ein spaßiges, immer wiederkehrendes Thema der Crew werden, das mit scheinbar unterschiedlichen Präferenzen von Seglern und Motorbootfahrern zusammenhängt, aber dazu erst später.

Gravesend ist ein kleiner Ort mit etwa 60.000 Einwohnern. Auf Wikipedia kann man nachlesen, dass hier 1617 Pocahontas auf ihrer Heimreise starb. Dem Besucher von Gravesend bleibt dies aber in der Kürze verborgen, insbesondere deshalb, weil die Crew den ersten gemeinsamen Abend nutzte, sich bei einem Abendessen auf der RSII, festgezurrt an dem Schwimmsteg, an dem auf der anderen Seite die Fähre festmachte, kennen zu lernen. Der Motorbootfahrer an Bord musste feststellen, dass seine Leidenschaft nicht wirklich von dem Rest der Crew geteilt wurde: alles Segler. Einer, der bereits eine Weltumsegelung hinter sich hatte, ein weiterer, der die Weltumrundung im nächsten Jahr in Angriff nimmt. Mit Ausnahme des Motorbootfahrers alles gestandene, sehr erfahrene Skipper. So in die Ecke gedrängt, musste der Motorbootfahrer die Flucht nach vorne antreten und sich die nächsten Tage mit der Frage auseinandersetzen, was denn eigentlich Segler und Motorbootfahrer trennt und was sie vereint. Auch die Gruppe widmete sich, unterstützt von dem einen oder anderen Ale, auf humorige Art und Weise dem Thema Motorbootfahrer / Segler.

Eines der ersten Dinge, die der Motorbootfahrer über Segler lernte, war, dass diese das mit den Strömungen sehr, sehr ernst nehmen. Um einen Gegenstrom zu vermeiden, der die RSII um 0,3-0,5kn (es könnte auch mehr gewesen sein) abgebremst hätte, wurde die Weckzeit auf 5 Uhr, Briefing auf 5:45 Uhr und Ablegen auf 6:00 Uhr gelegt. Dass das nicht die Ausnahme war, sondern zur Regel werden sollte, war dem Motorbootfahrer in dem Augenblick noch nicht ganz klar. Doch was tut man nicht alles dafür, um nicht um 0,3kn gebremst zu werden (es können auch mehr gewesen sein).

Raus aus der Themse, rein in die Crouch. Vorbei an Sandbänken und Seehunden, an Windparks, Seglern (man sah die traurigen Augen einiger Crewmitglieder – „Mist, auf dem falschen Boot“), die Berufsschifffahrt im Auge behalten und auf dem Navigationsgerät verfolgen. Und bereits auf diesem Teilstück, bei dem wir wieder mehr oder weniger geradeaus fuhren, meinte der Motorbootfahrer Unterschiede zu erkennen. Der Segler scheint einen Drang zu haben, das Ruder in der Hand halten zu müssen – auch wenn man mal zwei Stunden den Kurs halten soll. Man kann – woran sich auch dann am Ende ein paar Segler gewöhnten – den Autopilot einschalten, sich zurücklehnen, die Arme vor dem Bauch verschränken und einfach nur die Fahrt genießen. Der Segler scheint damit irgendwie Schmerzen zu haben. Er muss das Ruder anfassen. Dass er den Kurs aber nicht wirklich exakt halten kann, gibt der Segler gern zu.

„Wir sagen uns auf dem Boot entweder 160 Grad oder 170 Grad, dazwischen kann man das eigentlich nicht so genau halten.“
„Doch kann man. Man schaltet den Autopilot an und stellt ihn auf 163 Grad“
„Aber das macht doch keinen Spaß“
„Wieso macht Übersteuern Spaß?“
„Du verstehst das nicht – du bist Motorbootfahrer.“

Es sei an dieser Stelle bereits vorweggenommen, dass die Segler sich zum Ende des Törn dabei erwischen ließen, wie sie den Rudergänger aufforderten, „1 Grad Steuerbord“ zu gehen, wobei der Motorbootfahrer lachend kollabierte. Versucht das mal auf einem Segelboot!

Etwas, was den Seglern genausoviel Freude bereitet, wie das Halten des Ruders, ist die Sichtnavigation. Vielleicht hängt das auch unmittelbar damit zusammen, dass Segler das Ruder gern halten und insofern der Kurs plus/minus 5 Grad ist. Aber Segler wollen „das Boot, das Meer und die Wellen spüren“. Und dann schaut man sich das am Horizont einfach mal an, fährt hin und entscheidet dann.

Die zweite Nacht verbrachten wir in Burnham-on-Crouch, ein Dorf mit etwa 7.000 Einwohnern, mit einer schönen Hafenanlage und eigentlich ganz herzig; eine schöne Uferpromenade mit einer unerwarteten Vielzahl von honorig aussehenden Yachtclubs. Hier verbrachte die Crew ihren ersten Pubbesuch und trank in der Sonne ein Ale. Ein wunderschöner Nachmittag.

Am nächsten Tag ging es wieder früh los, diesmal nach Ramsgate. Der Begriff „Tidengewässer“ wurde nun auch dem Motorbootfahrer zu dem Unwort des Törns. Und in der Tat war die Törnplanung am Abend zuvor etwas komplizierter. Es zeigte sich nämlich, dass strömungstechnisch eine Zeitplanung vorteilhaft war, die uns dann allerdings zu Niedrigwasser durch eine Sandbank führt. Tricky. Aber den Navigatoren gelang das Kunststück, einen Kurs zu planen, der einerseits bedeutete, dass wir mit dem Strom fuhren, andererseits aber in den Sandbänken stets mindestens 3 Meter Wasser unter der RSII hatten. Und das war dann auch der Augenblick, wo die Kartennavigation die Überhand nahm und die Sichtnavigation bescheiden in den Hintergrund trat – aber auch nur bedingt, denn gerade in diesem Gebiet muss man sehr genau aufpassen, wo man hinfährt. Das Problem mit Sandbänken ist ja, dass sie meist nicht da sind, wo man sie vermutet. Sand neigt dazu, zu wandern. Die ein oder andere, auf dem Navigationsgerät angezeigte Tonne verschwand, wurde versetzt oder durch ein Kardinalzeichen ersetzt.

In Ramsgate angekommen fuhr die Crew einige Manöver bevor sie die RSII schlussendlich in einer Box festmachte. Bei der Anmeldung beim Hafenmeister und dessen Begrüßung („Ach, die Rolling Swiss. Habt ihr endlich einen Platz gefunden, der euch gefällt?“) war dann aber deutlich, dass nicht jedem Beobachter der Manöver klar sein muss, dass die Crew im Grunde genommen weiß, was sie tut. Der mit dem CCS nicht vertraute Beobachter könnte durchaus der Auffassung sein, die Crew wäre eine Ansammlung verwirrter Prinzessinnen, die sich nicht wirklich entscheiden können, wohin mit dem Schiff.

Natürlich musste die Crew auch in Ramsgate die lokalen Pubs probieren und landete auf Empfehlung des Hafenmeisters wieder geschlossen im The Churchill Tavern, es folgten zwei Ale und die Stimmung wurde immer besser. Es könnte genau diese Churchill Tavern gewesen sein, in der der Motorbootfahrer seinen Frieden mit der Seele des Seglers fand und erste Ideen entwickelte, auch mal auf ein Segelboot zu gehen. Nicht nur aus diesem Grund könnte The Churchill Tavern in die Geschichte eingehen. Ein anderes Crewmitglied entwickelte seine Idee, ein Buch zu schreiben, fort und im Sinne eines guten Gruppengeistes gaben die übrigen Crew-Mitglieder Impulse für dieses Buch. Es bleibt zu hoffen, dass dieses Buch geschrieben und veröffentlicht wird. Und uns gewidmet wird.

Geschlossen ging die Crew dann weiter in das bekannteste „Fish & Chips“-Lokal in Ramsgate, preisgekrönt für seine Chips. Vom äußeren Erscheinungsbild glich dieses Lokal zwar eher eine Bahnhofsmission für gestrandete Skipper, aber geschmeckt hat es allen. Und die Portionen waren unerträglich groß. Selbst für beleibtere Crewmitglieder.

Am nächsten Tag, alle waren um 7 Uhr morgens noch entspannt, plante die Crew eine kurze Überfahrt nach Dover, etwa 15sm, nichts aufregendes. Abfahrt sollte gegen 11 Uhr sein, insofern war die Stimmung an Bord gelassen und ruhig. Gegen 7:30 Uhr landete der aktuelle Wetterbericht auf dem Tisch im Salon und man sah die erfahrenen Segler tief in Gedanken versunken. Das Wetter verschlechtert sich, nach der Vorhersage war bereits Freitag als Reisetag extrem unwahrscheinlich. Insofern die spontane Entscheidung: Dover wird nicht angefahren, es geht direkt weiter nach Eastbourne, Sovereign Harbour, etwas mehr als 60sm, fast 9 Stunden Fahrt. Das Vorbereiten des Schiffes fühlte sich an wie auf einem Kriegsschiff, gute Arbeitsverteilung, konzentriertes Arbeiten – mit Ausnahme des Crewmitglieds, das vor der Wetterinformation zu einem entspannten Duschen und Frischmachen in die Hafenanlage verschwand und erst im Augenblick, als er mit nassem Haar und Handtuch um die Schultern an Bord kam und merkte, dass wir bereits zum Ablegen waren bereit, begriff, dass sich etwas in der Planung geändert hatte. Um 8 Uhr verließen wir Ramsgate.

Die Wellen nahmen zu. Zu Beginn waren das noch kleine Wellen, doch bereits am Nachmittag war die Wellenhöhe bereits bei 1m-1,5m. Kein Problem für die RSII, aber die Segler stellten dann doch fest, dass so ein Motorboot deutlich härter in die Wellen prallt als so ein Segelboot, das sich (so hat das der Motorbootfahrer verstanden) eher „an die Wellen kuschelt und sanft über die Hügel gleitet“. Auf einem Motorboot sind das allerdings nur kurze, harte Wellen. Punkt.

Auf dem Weg wurde der Motorbootfahrer durch eine weitere Eigenheit der Segler überrascht. Das Kreuzen. Segler kreuzen gern.

„Wieso kreuzt ihr eigentlich immer? Wenn uns einer auf Yellowbrick verfolgt, glaubt der, wir seien die Dreaming Swiss.“
„Ach ja? Und wie würde ein Motorbootfahrer hier fahren?“
„Geradeaus.“

Dover. Man verbindet mit Dover den wohl bekanntesten Fährhafen zwischen Großbritannien und Kontinentaleuropa. Die Erwartung war, dass dort reger Schiffsverkehr herrschen würde, aber als wir uns dann Dover näherten, sah das alles sehr entspannt aus. Auf einmal der Funk. Dover Harbour meldete sich bei uns und fragte an, was wir da eigentlich vorhätten. Wir nannten unser Ziel und bekamen Anweisung 1sm vom Hafen entfernt vorbeizufahren, aber ansonsten zeigte sich die Hafenbehörde entspannt. Kaum waren wir auf der Höhe der Hafenausfahrt Dover und insofern keine wirkliche Gefahr mehr für die Berufsschifffahrt, sahen wir, wie aus dem Hafennebel drei Fähren auftauchten und selbstbewusst und schnell Kurs auf Kontinentaleuropa nahmen.

Der Weg nach Eastbourne wurde immer holpriger, die RSII fiel die Wellen runter, wurde von der nächsten hochgerissen, Wellen überspülten das Schiff, der Scheibenwischer kämpfte damit, zumindest etwas Sicht aufrecht zu erhalten. Das war dann der Moment, in dem der Motorbootfahrer einen geistigen Kniefall vor den anderen Crewmitgliedern machte, die völlig gelassen im Salon saßen und lasen, sich Kaffee kochten, ein Butterbrot schmierten und nur bei besonders harten Schlägen gegen das Boot etwas genervt aufschauten.

Sovereign Harbour war eine Retortensiedlung, die zwar ganz nett angelegt, auch mit einer Schleuse, die den Hafen gut nach außen abschottete, die aber eigentlich seelenlos war und nicht zum Pubbesuch einlud. Die Segler und der Motorbootfahrer verbrachten einen entspannten Abend, allerdings bereits konzentriert auf die kommende Wetteränderung. Und es bestätigte sich, was eines der Crewmitglieder schon „in der Nase hatte“: Das Wetter wurde schneller schlechter als noch am vorangegangenen Tag vorhersagt wurde.

Die Rolling Swiss II verließ Sovereign Harbour mit Ziel Brighton, allerdings noch mit einem Plan B im Gepäck: sollte das Wetter es zu lassen, würde es weitergehen, Brighton würden wir dann am Donnerstag ansteuern. Das Wetter ließ es jedoch an dem Tag nicht zu und das war auch gut so, wie sich noch zeigen sollte. Nach etwas 3 Stunden Fahrt bei Windstärke 6-7 Bft und 2,5m – 3m hohen Wellen, landete die Crew durchgeschüttelt im Hafen von Brighton. Bei dieser Fahrt begriff der Motorbootfahrer, dass das Kreuzen bei einer gewissen Wellenhöhe durchaus eine sympathische Idee sein kann, um nicht die volle Wucht der Wellen zu spüren.

Es war richtig, Brighton bereits am Mittwoch zu erreichen: das Wetter verschlechterte sich, die Windgeschwindigkeit nahm zu, die Wellen wurden höher. Dass die Entscheidung richtig war, konnte man auch daran erkennen, dass wir ab Mittwoch keine Schiffe sahen, die den Yachthafen verließen und auch keine, die ihn erreichten. Selbst eine Gruppe norwegischer Segler, die aussahen, als könnte sie keine Welle bezwingen, blieben artig im Hafen liegen. Für uns bedeutete das, Brighton genießen zu können. Das Zentrum von Brighton war dabei eine halbe Stunde Fußweg vom Yachthafen entfernt und aufgrund des alljährlichen Brighton Fringe Festivals durchaus belebt. Straßenmusikanten, volle Pubs, Menschen in ungewöhnlicher Aufmachung in den Straßen (besonders verwundert hat dabei der alte, dicke Supermann, der in seinem schmutzigen und abgetragenen Kostüm mit Cape auf einer Parkbank saß und eine Cola trank), aber das ist wohl die Natur eines Fringe Festivals.

Zu unserem zweiten Wohnzimmer für die Sturmtage wurde dabei das Westquay, ein Pub im Yachthafen mit einer netten Auswahl an Ales und gutem Essen. Es gab Crewmitglieder, die das freie WLAN im Westquay zur Arbeit nutzten, sich morgens zum Frühstück einfanden, bis 12 Uhr Kaffee und danach Ale tranken (wobei unklar bleibt, ob der Wechsel von Kaffee zu Ale wirklich Punkt 12 Uhr stattfand). Für die anderen bedeutete dies, immer eine entspannte Ecke im Westquay zu finden, wo man sich nach einem Stadtbesuch dazusetzen, plaudern und etwas essen konnte.

Der Törn endete an einem regnerischen Samstag. Der Motorbootfahrer hat die Segler und ihre Gedankenwelt in sein Herz geschlossen und schaut in unbeobachteten Momenten auf die CCS-Internetseite nach interessanten Segeltörns. Die Segler werden die MY Rolling Swiss II in Erinnerung behalten und sich der Stärken erinnern, die diese gegenüber manchem Segelboot zu haben scheint: vom Komfort und der Größe des Schiffes, bis hin zu den kleinen Details, die das Leben auf der RSII angenehmer machen. Dass es manchmal etwas langweiliger auf dem Steuerstand ist als bei einem Segelboot (nämlich dann, wenn man ohne Wellen zwei Stunden nur geradeaus fährt) muss man dadurch kompensieren, dass man sich auch weiterhin Reviere für die RSII aussucht, die gesehen, erlebt und erfahren werden wollen. So wie im vergangenen Jahr Skandinavien, in diesem Jahr Ärmelkanal, Bretagne und noch Paris. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Rolling Swiss II auch im kommenden Jahr in Gewässern unterwegs sein wird, die aufregend genug sind, um die vereinzelte Langeweile am Steuer vergessen zu lassen. Und mit einer Crew wie dieser geht auch ein Motorbootfahrer sicherlich wieder und ohne zu zögern „ On Stranger Tides“.


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