28.09. – 04.10.2013 Emden – Amsterdam

Skipper: Marcel
Crew: René, check René und Guido

Ein Manövertörn mit ausreichend Wind

Nein, cheap es war kein Manövertörn mit einem Segelschiff, sondern mit der Rolling Swiss II. Aber jeder Segler hätte Spass an den Windverhältnissen gehabt. Nach der Schiffsübernahme und dem Einkaufen der Lebensmittel haben wir uns im Hafenbecken zunächst mit dem Schiff vertraut gemacht und einige Standardmanöver geübt.
Unsere erste Etappe führte uns dann nach Borkum. Am nächsten Tag sollte es um Terschelling herum weitergehen Richtung Zielhafen Amsterdam. Der Wetterdienst meldete Windstärken von 6 bft und Wellen von 2-3 m Höhe, so dass wir uns entschieden durch die Kanäle zu fahren. Es ging also zurück Richtung Emden und dann durch die Schleuse in den Kanal Richtung Groningen. Wir genossen die ruhige Kanalfahrt und machten am Abend im kleinen Gästehafen von Stroobos fest.
Am dritten Tag unserer Reise ging es nach Harlingen. Von dort brachen wir am nächsten Tag zunächst nach Makklum auf. Im grossen Hafenbecken übten wir intensiv An- und Ablegemanöver. Das Anlegen bei starkem, ablandigem Wind ist trotz zweier Motoren gar nicht so einfach. Nach einer Stärkung an Bord führte uns der Weg weiter nach Hindeloopen. Hindeloopen ist eine kleine Stadt mit langer Seefahrertradition. Sie war eine Handelsstadt und hatte einmal eine Flotte von mehr als 100 Schiffen. Die Verbundenheit mit dieser Tradition spürte man schon beim Hafenmeister welcher uns in Uniform mit Krawatte und Kapitänsmütze begrüsste. Das Nachtessen konnten wir mit einem Blick auf das Ijsselmeer und einen herrlichen Sonnenuntergang geniessen.
Am nächsten Morgen ging es weiter nach Stavoren. Auf dem Weg dorthin haben wir MOB-Manöver geübt, das Fahren mit hoher Geschwindigkeit und das Steuern des Bootes nur mit den zwei Motoren. Nach einem Mittagessen an Bord ging es von Stavoren aus weiter nach Medemblik.
Die vorletzte Etappe unseres Törns führte uns nach Hoorn. Von dort aus ging es dann zum Zielhafen in Amsterdam. Auf unserem Törn haben wir viele Schleusen passiert, konnten die Ruhe auf den holländischen Kanälen geniessen und die Fahreigenschaften der Rolling Swiss II in raueren Gewässern kennenlernen.
Unser Skipper war mit seiner ruhigen Art ein sehr guter Instruktor. Unsere Kenntnisse über das Manövrieren einer zweimotorigen Motoryacht bei unterschiedlichen Windverhältnissen konnten wir erweitern und vertiefen. Und einem Teil der Crew wurde bewusst, dass es auch in den flachen Niederlanden landschaftlich sehr reizvoll sein kann.


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