07.09. – 14.09.2013 Göteborg – Kopenhagen

Skipper: Florin und Andreas
Crew: Daniela und André, cialis Monika und Anthony

„Und zum Schluss eine Nachtfahrt“

Kurzfristig wurde mir Ende August der Törn Göteborg – Kopenhagen übergeben, meine Feuertaufe als Skipper 1.
Ein Teil der Crew waren mir schon seit längerem bekannt, nicht aber der Skipper 2 und die beiden andern Crewmitglieder, weil das Crewtreffen natürlich schon stattgefunden hatte. Ich stürzte mich also in die Vorbereitungsarbeiten, kramte ein Logbuch hervor aus der Zeit als ich noch Meilen sammelte und diese Gegend befahren hatte. Auch begann ich die Wetterentwicklung, welche sich immer besser entwickelte im Internet zu verfolgen.
Die erste Begegnung mit der Crew fand bereits am Freitagabend bei einem gemeinsamen Abendessen statt und ich wurde immer zuversichtlicher, konnte ich doch feststellen, dass ich keine Greenhörner an Bord haben werde.
Am Samstagvormittag ging es rasch vorwärts, waren Daniel, André und Andreas doch schon während der vorhergehenden Woche mit der RS II unterwegs, was die Schiffsübernahme und das Einrichten wesentlich erleichterte. Ein Teil der Crew besorgte die Einkäufe, während die Zurückgebliebenen die erste Etappe planten und ich mich in der Rolle als Skipper 1 mit der RS II vertraut machen konnte.
Der gewonnene Vorsprung auf die Planung erlaubte uns bereits um 1500 abzulegen und Kurs auf eine der vielen, Göteborg vorgelagerten Inseln, Fotö anzusteuern wo wir nach kurzer Fahrt um 1730 anlegen konnten. Der Hafen war zwar bereits voll belegt, es war ja Samstag. Dank einem Tipp eines Schweden fanden wir aber doch einen Liegeplatz und wurden sogar mit Krabben und Riesencrevetten verwöhnt, was wir mit Schweizer Schokolade verdankten. Die Einladung zur Vernichtung von harten Getränken liessen wir dann aber aus und blieben an Bord bei Rioja und Pasta.
Für Sonntag hatten wir uns vorgenommen zuerst noch etwas nach Norden zu fahren, um die Fahrt durch die Schärenlandschft zu geniessen. Unser Ziel, Marstrand erreichten wir am frühen Nachmittag, so dass wir vor dem Abendessen noch Zeit für einen ausgiebigen Spaziergang rund um die eindrückliche Burg hatten.
Für Montag hatten wir uns vorgenommen auf Salö, der kleinen Insel mit dem Leuchtturm, welcher der Ansteuerung von Göteborg dient, anzulegen. Wir wussten, dass es dort sehr eng sein würde und fanden leider die wenigen Plätze (2) auch schon vor Mittag belegt. Somit ging es weiter in den Jachthafen von Donsö, welcher sich seit meinem letzten Besuch vor sechs Jahren gewaltig entwickelt hat.
Am Dienstag verliessen wir die Schärenlandschaft für einen grösseren Schlag mit Ziel Varberg. Die ab dem halben Weg etwas eintönige Fahrt wurde aufgelockert als Daniela und André ihre 500ste Seemeile hinter sich hatten. Eine Stunde später war es dann auch für Anthony soweit, die Pflichtmeilen waren erfüllt. Auch in Varberg haben wir zeitig angelegt. So blieb noch Zeit um die Burg zu umrunden und anschliessend eine Testfahrt mit dem neuen Dingi zu unternehmen.
Auch am Mittwoch gab es einen grösseren Schlag bis nach Torekov. Das schönste dabei war das Wetter und die ruhige See. Zur Abwechslung wurden noch MOB Manöver, sowie ein kurzer Speedrace gefahren.
Für den Donnerstag hatten wir uns viel vorgenommen und legten bereits um 0900 ab. Das erste Etappenziel war Landskrona wo wir kurz nach Mittag anlegten. Die Zeit bis zum Eindunkeln verbrachte jeder nach seinem Geschmack, mit einem Besuch des nahen Stadzzentrums zu einem kleinen Imbiss oder einfach mit ein wenig an der Sonne liegen. Um 2000 Uhr war es dann soweit, die Dämmerung brach herein und wir legten zu unserer Nachfahrt nach Kopenhagen ab.
Dank der guten Vorbereitung der Crew wurden die Leuchtfeuer während der Überfahrt jeweils rasch identifiziert. Etwas anspruchsvoller wurde es bei der Annäherung an Kopenhagen. Es war nicht immer einfach, die für uns wichtigen Feuer im Lichtermeer der Stadt zu erkennen. Etwas erleichtert war ich schon, als wir um 2300 Uhr in der Nähe der Amalienborg am Larsen Plaat festmachten.
Der Freitag war leider geprägt von zeitraubenden Fahrten auf der Suche nach einer „funktionierenden“ Tankstelle. So kamen wir leider erst bei einbrechender Dunkelheit im Hafenrestaurant von Kastrup zu unserem wohlverdienten Dinner. Anstatt in Downtown Kopenhagen beschlossen wir den Abend im Clublokal des Segelvereins Kastrup wo wir nach verschiedenen Bierchen mit einem Klubwimpel beschenkt wurde (ein CCS Wimpel war schon vorhanden).
Von meiner Seite eine tolle Erfahrung mit einer aufgestellten und kompetenten Crew.
Herzlichen Dank,
Florin


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