31.08.- 07.09.2013 Oslo – Göteborg

Skipper: Ernst und Andreas
Crew: Daniela Marc-Henry und André

„Enge Kanäle und tiefe Brücken“

Der Törn startete in Oslo mit der Übernahme der Rolling Swiss II bei starker Bewölkung und einsetzendem, pharm anhaltendem Regen. Während sich die Skipper um die Übernahme kümmerten und die Trader 42 in Augenschein nahmen, rx ging der Rest der Crew zum Einkaufen. Nachdem alles auf der Rolling Swiss II verstaut war, gönnten wir uns den ersten Mittagslunch. Nach der Sicherheitsinstruktion des Skippers 2 machten wir uns auf den Weg zum ersten Anker- und Übernachtungsplatz Son – mittlerweile bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel. Die Ausfahrt aus dem engen Hafenbecken war ein echtes Meisterstück, welches unser Skipper mit Bravour meisterte.

Aufgrund Wind und Wellen verlief die erste Nacht auf der Rolling Swiss II schaukelnd, was aber dem Schlaf keinen Abbruch tat. Nur eine knarrende Türe liess uns zwischendurch aufschrecken. Frühmorgens war es dann wieder sehr still – was für ein harmonisches und friedliches Erwachen! Der Schiffsbetrieb und das Bordleben nahmen seinen Lauf. Heutiges Ziel war einen Ankerplatz bei der Insel Kirköy. Leider fanden wir keinen geeigneten Platz, also legten wir am Steg in Skjaerhalden an.

Nach dem Frühstück und Wasser bunkern gab es für jedes Crewmitglied ein An- und Ablege-Manöver. Gelernt wurde das Eindampfen in die Vorspring. Sehr lehrreich und immer wieder wichtig, unter verschiedensten Umständen – wie Wind und Strömung – die Manöver durchzuführen. Anschliessend fuhren wir eine Etappe nach Strömstad, welches bereits in Schweden liegt. Hier genossen wir das wunderschöne, stahlblaue Wetter und machten gleich noch ein paar Einkäufe. Anschliessend fuhren wir in einen kleinen Hafen in Havstensund, wo es weder Landstrom noch Wasser gab. Eine sternenklare Nacht unterstrich die Idylle.

Tag 4 brachte eine spannende Etappe. Wir durchquerten zwei Kanäle; den Hamburgsund und den Sotekanalen. Der erste bescherte uns tolle Fotomotive und eine fantastische und gepflegte Landschaft. Hier haben wir angelegt und gönnten uns die Mittagspause in einem typischen Fischladen und -lokal. Der zweite Kanal war sehr eng und wir mussten eine tiefe Brücke passieren. Da die Route doch ziemlich Komplex war, wurde fast die ganze Strecke manuell gesteuert und durch die Kanäle nur auf Sicht navigiert.

Die weitere Scherenfahrt brachte uns bei einem Zwischenstopp nach Gullholmen. Ein hübscher idyllischer und typischer Ort, welcher aber auch ausserhalb der Saison bis auf ein paar Bewohner ausgestorben ist. Ziel der heutigen Etappe war Kälkerö. Eine kleine, unbewohnte Insel, welche nur ein paar einheimische Vögel beherbergte. Hier haben wir mit dem Heckanker und 2 Bugleinen – wovon eine an einem selbst eingeschlagenen Ring – das Schiff befestigt. Anschliessend gab es eine kurze Dinghi-Instruktion und dann eine Erkundungstour. Spannend war, dass es in unserem Ankergebiet von 20.00 h bis 23.00 h von der schwedischen Coastguard eine grosse Rettungsübung gab, welche wir von unserem Logenplatz aus verfolgen konnten.

Tag 6 heisst das Etappenziel Styrsö Sandvik. Dieses liegt kurz vor Göteborg, unserem Ziel für diesen Törn. Auf dieser kleinen Insel, welche ebenfalls ausserhalb der Saison leer ist, wurde Diesel getankt und anschliessend in der Bordküche ein letztes Mal eine feine Abschiedsmahlzeit gekocht.

Ankunft in Göteborg! Nun wurde das Schiff geschruppt, geputzt und auf Hochglanz poliert. Eine schöne, wettertechnisch geniale und lehrreiche Woche war vorbei.

Daniela


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