11.05. – 18.05.2013 Aarhus – Aalborg

Vom nördlichen Palmenstrand in Frederikshavn bis zum Karneval in Aalborg, 235Nm

 
Skipper: Christian
Crew: François, Severin, Hanna und Jerzy
 

– 11.05.13 Samstag, Aarhus – Ebeltoft
Schiffübernahme mit nicht enden wollenden Checks, Adieu an die Schiff-verlassende Crew, die haben aber eine Menge Gepäck. Anschliessend Einkauf mit Taxi-Überbringerdienst, der Chauffeur traut seinen Augen nicht, 4 Personnen und soviel eingekaufte Ware, wie packe ich das alles in mein Taxi ein? Geschafft, wir sind zurück von unserer Einkaufstour. Jeder macht mit beim Verstauen und wir entdecken tausende Verstecksmöglichkeiten.
Später am Nachmittag, übernimmt der Skipper das Steuer und nach dem bilderbuchhaften Auslauf, endlich Fahrt nach Ebeltoft. über 20 Nm liegen vor uns, Fahrt 3 Stunden, wolkig, Regenschauer, kalt. Wir hatten auf wärmere Zeiten gehofft. Nun alle Mann an Deck, alle machen mit. Der Horizont wird aufmerksam überwacht, da viele High Speed Ferries unserere Route kreuzen. Nach dem Einlauf in den Hafen von Ebeltoft, 22Nm später, kommt endlich ein bisschen Sonne, aber es ist immer noch kalt. Wir gönnen uns als Abendessen, selbstverständlich nach dem Apéro, ein Fondue Chinoise.Spitze unsere kulinarische Reise.

– 12.05.13 Sonntag, Ebeltoft – Grenaa
Nach der ersten sehr ruhigen und erholsamen Nacht tauschen wir unsere ersten “Nachtgefühle” und Eindrücke aus. Erste Manöverübungen sind angesagt. Was macht der Wind? Stärke 2 – 4. Was macht das Wetter? kalt, Regen. Wir spüren nichts davon, voll mit unseren Übungen beschäftigt, anlegen, ablegen, Steuerbord, Backbord, mit Springer, ohne Springer, mit und auch ohne, vorwärts -, rückwärts fahren, usw. Hanna ist am Steuer, plötzlich ein riesen Knall, wir schrecken auf, einzig Hanna lässt sich nicht einschüchtern. Es ist ein Kanonenschuss, der aus dem Museumsschiff Fregatte Jylland kommt, genau um 12 Uhr. Nach getaner Arbeit gehen wir an Land und besichtigen das Museumsschiff Fregatte Jylland in Ebeltoft und selbstverständlich die Kanone ! Am Nachmittag wird die Route vorbereitet, 30 Nm. Wir brechen auf nach – Grenaa. Viel Wind, abends etwas Sonne, aber immer noch kalt, Überwachen der High Speed Ferries, zum Glück haben wir ein Plotter mit AIS und Radar. François prepariert uns Spaghetti Bolognese. Jerzy und Severin müssen die Route für morgen vorbereiten. Harte Übung, aber mit Jack Daniel’s geht das einfacher und schneller.

– 13.05.2013 Montag, Grenaa – Insel Anholt
Wieder sind Manöverübungen angesagt, was macht das Wetter? es verschlechtert sich. Wir entscheiden uns sofort auszulaufen da über 37 Nm vor uns liegen. Die vorgesehene Route können wir nicht fahren, zu hoher Wellengang, zudem weht der Ostwind uns um die Nase. Neue Route, wir lassen den riesigen Windmühlenpark (Sperrzone) auf der Backbordseite. Zirka 3 Stunden später, verschlechtert sich die Wetterlage. Windstärke 3 – 5, Kreuzwellen, Regen, kalt. Endlich können wir Anholt (östlich) ansteuern. Es geht mit 1400 rpm, SOG 6 -7 Knoten gegen den Wind und Seegang. Manchmal surfen wir – 13.7 Nm.
Am späten Nachmittag treffen wir im grossen leeren Hafen ein, nur 2 Schiffe. Wir beschliessen uns den Ort anzusehen, leer, ausgestorben, alles zu, die Touristen sind noch nicht da. Nun freuen wir uns auf das Abendessen. Der Skipper bereitet uns flambierte Krevetten mit feinen « Barilla Bavette Nr 13 » Nudeln zu.

– 14.05.2013 Dienstag, Insel Anholt – Insel Laesø
Die Wetterlage verbessert sich sehr langsam, wir entscheiden uns sofort nach Laesø auszulaufen, 56 Nm. Immer noch Regen, bitter kalt aber weniger Wind und ruhigere See. Während der Fahrt üben wir MOB. Bei ruhiger See, sehr einfach, jedoch unter diesen Konditionen nicht sehr einfach. Das Wetter verbessert sich, wir testen die Geschwindigkeit der Rolling Swiss II, 20 Kn, Klappen down, wir fahren Achter. Sonne in Laesø, kalt, windig, das Dorf ist ausgestorben.

– 15.05.2013 Mittwoch, Insel Laesø – Frederikshavn
Wir wollen Manöver üben, aber, schnell etscheiden wir uns für eine rasche Überfahrt, 21 Nm, da das Wetter sich erneut verschlechtert. Der Südostwind bläst das Boot gut voran. Bei starkem Wind und Wellengang muss die schmale Einfahrt in Frederikshavn gemeistert werden. Geschafft, ein bisschen Ruhe, Entspannung. Wir träumen von Sonne, Wärme und “dolce far niente”. Wir mieten Velos und fahren los in die nördliche Karibik zum Palmenstrand, ja in Dänemark, im nördlichen Frederikshavn. Auf dem Rückweg durch die Stadt stellen wir fest, dass ab 17 Uhr alles schon geschlossen und der Ort ausgestorben ist. Wo sind die Dänen ? und vor allem die blonden Däninnen ?

– 16.05.2013 Donnerstag, Frederikshavn – Hals,
Das Wetter hat sich beruhigt, es wird schön, um die 14 Grad und es regnet nicht mehr.
49 Nm liegen vor uns. Auf dem Weg nach Hals machen wir einige Ankerübungen. Der Wind wird wieder stärker, wir laufen in Hals ein.

– 17.05.2013 Freitag, Hals – Aalborg
Fast am Ende unserer Reise fahren wir 20 Nm durch den Limfjord. Wir kreuzen Frachter, Segelschiffe und ein Super Dreimaster.Unter der ersten Strassenbrücke schaffen wir es gerade wegen der Höhe unten durch aber an der nächsten Klappbrücke ist warten angesagt.Trotzdem geht es sehr schnell, da einen Frachter zur selben Zeit passiert. Willkommen in Aalborg. Wir glauben unsere Reise sei zu Ende, aber überhaupt nicht.
Der Skipper lädt uns zum Kaptain’s Dinner ins Jensen’s Bøfhus ein, dann los zum Alborg-Rio-Karneval

– 18.05.2013 Samstag, Aalborg Skundehavn
Am letzen Tag werden wir noch mit warmem Wetter und Sonnenschein belohnt.

Wir danken dem Skipper Christian und der Crew, François und Severin für diese tolle und lehrreiche Woche. Dank auch an Severin für die kulinarischen Spezialitäten. Wir alle haben die gesteckten Ziele erreicht, François, Hanna und Jerzy die notwendigen 100 Seemeilen für den Motorbootschein (Ergänzung zum Segelschein), Severin hat sein Ziel 1’000 Nm leider knapp verpasst, es fehlen noch 80 Nm.

Hanna und Jerzy


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