CCS-Törn 22.-29. April 2017 Hamburg – Hamburg

CCS-Törn 08/2017/17 vom 22. Bis 29. April 2017 mit Paul Longoni (Skipper), Roland Schürmann, Rolf Hägler, Guido und Susanne Meier, Thomas Heimann

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Samstag 22.4.17

Garstiges Nordseewetter empfing uns zum Start unseres Törns im Hamburger City-Sporthafen. Die Übernahme der Rolling Swiss II, mit Esswaren und allem was es für einen erfolgreichen Törn braucht, ging schnell von statten. Aufgrund der Wetterprognosen mit stürmischen Böen und viel Regen, wurde rasch der Entscheid gefällt, dass ein Auslaufen heute kein Sinn macht. So konnte sich die Crew mit der Vorbereitung und dem Einkauf von Lebensmittel widmen. Dank dem verfügbaren Fahrzeug war ein Grosseinkauf ein Kinderspiel.

Der Abend genoss die Crew bei einem feinen Essen im Steakhouse mit Blick auf die Alster und einem Spaziergang durch die Stadt Hamburg.

Sonntag 23.4.17

Bei leicht besseren Wetterverhältnissen legten wir in Hamburg mit dem Ziel Glückstadt ab. Einen Zwischenstopp legten wir in Wedel zum auftanken ein. Das erste Anlegemanöver war ein erster guter Test für die ganze Mannschaft. Die Fahrt auf der Elbe nach Glückstadt verlief ohne Probleme. Das Fluttor in Glückstadt war bei unserer Ankunft bereits offen und nach einer Schleife durch den Hafen wurde der optimale Platz auch gefunden. Bei Wind und Graupelschauer mit Schneekörner legten wir zwischen den Dalben an. Ein Essen in der Altstadt, das aber nicht alle überzeugte, rundete den ersten Schifftag ab.

 

Montag 24.4.17

Aufgrund der vorhersehbaren Wetterverhältnisse wurde die Reiseroute neu festgelegt. Statt nach Helgoland bevorzugen wir das Kanal fahren. Nach der Mittagszeit konnten wir bei Tide aus Glückstadt auslaufen und nach Brunsbüttel fahren, wo wir uns über Funk für eine Schleusenfahrt anmeldeten. Der Nord-Ostsee-Kanal gilt als einer der meistbefahrenen Kanäle mit rund 40’000 Schiffen pro Jahr. Für uns immer wieder faszinierend die Grössenverhältnisse dieser riesigen Containerschiffe. Nach einer mehrstündigen Fahrt legten wir in Rendsburg im Yachthafen an.

Zum Nachtessen auf dem Schiff gab es ein riesiger Topf Aelplermakronen mit Apfelschnitz.

Dienstag 25.4.17

Der Schneefall am Morgen bei der Ausfahrt von Rendsburg konnte uns nicht weiter beunruhigen, dank dem Haarföhn von Rolf konnten die Scheiben innen beheizt werden, so dass mehr oder weniger freie Sicht für den Steuermann herrschte. Doch das Wetter beruhigte sich und die ersten Sonnenstrahlen empfingen uns, als wir in Brunsbüttel auf das Schleusen warten mussten.

Unser Ziel Cuxhafen kam bald näher, die Anfahrt in den Hafen und das anschliessende Anlegemanöver bei windigen Verhältnissen gelang tadellos. Die anschliessende Motorenreinigung mit Hochdruckreiniger durch Roland war mehr als nur eine kleine Übung. Doch die Reinigung hat sich mehr als gelohnt, da kam einiges zum Vorschein, was darauf hindeutete, dass eine solche gründliche Reinigung zwischendurch unbedingt notwendig ist.

Das anschliessende Essen im Restaurant mit Ausblick auf das Mündungsgebiet der Elbe mit den Einlaufenden Schiffen und Sonnenuntergang entschädigte uns für den langen «Arbeitstag».

Mittwoch 26.4.17

Ein grosser Schlag führte uns an diesem Tag nördlich der Küste hoch nach Büsum. Der Küstenort zeigte sich von seiner besten Seite und wir trafen bei Hochwasser im Hafen von Büsum ein. Die Vorbereitungen für die Saison waren gerade im Gange, trotzdem bekamen wir Strom und Wasser vom Hafenmeister. Der anschliessende erste richtige Ankertrunk wurde nur kurz unterbrochen, durch eine falsch gelegte Leine, die bei einsetzender Tide unser Schiff aus dem Wasser ziehen wollte.

Dafür gibt es die Einheimischen, die solche Details frühzeitig erkennen und mit einem strengen Blick die Seefahrer aus der Schweiz in die Schranken weisen.

Der anschliessende Spaziergang in das Zentrum von Büsum mit Sicht auf das Wattenmeer und die anschliessende Fischplatte entschädigte uns für die Kälte und den Wind in dieser Nordseeregion.

Donnerstag 27.4.17

Bei besten Bedingungen legten wir kurz nach Niedrigwasser im Hafen ab und schlichen uns durch das wenige Wasser zwischen den Sandbänken aus dem Hafen. Ein längerer Schlag bei Sonne, Regen, Seitenwind und Wellen, rollten wir wieder Südwärts der Elbmündung entgegen. Die Elbe hochfahren war kein Problem, die Flut half uns dabei Sprit zu sparen. In Wedel angekommen, legten wir nach dem Tanken an einem Längssteg an. Beim Anlegemanöver musste eine Klampe am Steg «entfernt» werden, da diese bereits Rost an den Schrauben angesetzt hatte. Wahrscheinlich war sie nur für kleine Boote gedacht.

Freitag 28.4.17

Ein kurzer Schlag führte uns nach Hamburg, wo wir wiederum bei garstigen Verhältnissen empfangen wurden. Mit Blick auf die Elbphilharmonie und die Cap San Diego ging unserer Reise wieder zu Ende. Mit der Reinigung des Schiffes und allerlei Schreibarbeiten und einem letzten Hafentrunk beschlossen wir die Woche mit dem Besuch im Miniaturland Hamburg.

Samstag 29.4.17

Das Schiff wurde an die neue Crew übergeben und das Land hatte uns wieder. Herzlichen Dank an alle Teilnehmer für diese spannende und unvergessliche Woche. Wer in die Nordsee will, bekommt auch Nordsee!

Thomas Heimann

 

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Törn 08/2017/16 – Delfzijl – Hamburg

Törn 08/2017/16 – Delfzijl – Hamburg

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Nach einer langen Anreise über Amsterdam Schiphol oder Amsterdam Central und mit dem Zug via Utrecht, Groningen nach Delfzijl treffen nacheinander Fredi, Michi und der Skipper Paul im Hotel de Boegschroef am Hafen von Delfzijl ein. Am Samstagvormittag gegen 11:30 Uhr stossen Roli, Adrian und Debora, die mit dem Auto über Hamburg angereist sind, bei der Rolling Swiss II dazu. Damit ist die Crew für den Törn nach Hamburg komplett. Die Übergabe mit dem «Vorskipper» Johannes ist schnell erledigt. Ich kenne Johannes und bin sicher, dass er mir ein intaktes und gut gereinigtes Schiff übergibt.

An einem kurzen Briefing mit der Crew entscheiden wir aufgrund der Wetterlage erst am Sonntag auszulaufen. Die Crew erledigt unter Leitung des Smutje Michi den Grosseinkauf. Den Nachmittag benützen wir, um die Kabinen zu beziehen und Roli unser Skipper 2 und Bordelektriker setzt die ersten geplanten Umbau- und Reparaturarbeiten um.

Die Alternativroute via Ems-Jade-Kanal kommt infolge einer defekten Brücke nicht in Frage. Die weitere Alternative via Küstenkanal kommt wegen der Höhe der RS II von über 5 m, ohne gelegten Geräteträger, ebenso wenig in Frage. Wir entscheiden wir uns trotz der schlechten Wetterprognosen für die Route entlang der Ostfriesischen Inseln. Ein erster, von Adrian geplanter Schlag von 23 sm führt uns am Sonntag zur Insel Borkum. Wir entscheiden am nächsten Tag den 66 sm langen Schlag nach Harlesiel bei 5-6 Bft. zu wagen. Bereits bei der Ausfahrt aus der Ems in die Nordsee, muss die RS II gegen hohe Wellen, die auf den Bug auftreffen, «kämpfen». Wir vermuten, dass die spezielle Wellenlage durch die drei Faktoren Wind, Strömung und flaches Wasser entstanden sind. Drei unserer Crewmitglieder «schlagen die heftigen Bewegungen der RS II auf den Magen» und sie müssen sich in ihre Kojen zurückziehen. Nach dem Beidrehen auf einen NO Kurs im tieferen Wasser, wird das Stampfen durch Rollbewegungen abgelöst. Nach einer anspruchsvollen Fahrt durch das Wattenmeer, haben wir bei der Einfahrt nach Harlesiel aufgrund eines Fahrfehlers eine leichte Grundberührung. Wir entscheiden die RS II am nächsten Tag auf einer Slipanlage zur Kontrolle aus dem Wasser zu nehmen und wegen der schlechten Wetterprognose den nächsten Tag in Harlesiel abzuwettern. Der gemütliche Abend bei Elfi im Yachtclub von Harlesiel entschädigt uns für die Strapazen des Tages.

Die Kontrolle der RS II auf der Slipanlage ergibt, dass wir Glück gehabt und keine Schäden an den Propeller entstanden sind. Die Manövrierübungen mit der Crew im Binnenhafen von Harlesiel am nächsten Tag müssen wir infolge starker Winde abbrechen.

Wir entscheiden uns am Mittwochmorgen eine Sonderschleusung für 17 EUR zu «leisten» damit wir bereits um 07:00 Uhr mit 1 ½ Std. nach Hochwasser, anstatt um 08:00 Uhr mit 2 ½ Std. durch das Wattenmeer auslaufen zu können. Die 50 sm lange Überfahrt nach Cuxhaven findet bei beinahe schönem Wetter mit moderaten Wind- und Wellenverhältnissen statt. Wir benützen das gute Wetter und den zeitigen Start für ein Anker- und die MOB-Manöver vor Cuxhaven.

Am nächsten Tag laufen wir von Cuxhaven nach dem 46 sm entfernten Wedel vor Hamburg. Das Nachtessen nehmen wir nach längerem Spaziergang in der «Elbe 1» bei der, gemäss Roli, «schönen Bedienung» ein. Kurz vor 21:00 Uhr laufen wir wieder aus, um Hamburg mit seinen vielen «nautischen Lichtern» bei Nacht anzulaufen. Nach einer nächtlichen Hafenrundfahrt legen wir nach 19 sm um 23:00 Uhr im Cityhafen an der Elbphilharmonie an.

Den Versuch am Freitagvormittag die RS II in Hamburg aufzutanken misslingt, da die Sportboot-Tankstelle in Revision ist. Da die beiden Skipper eine weitere Woche auf der RS II bleiben, kann die Betankung aufgeschoben und der nächsten Crew übergeben werden.

Nach einem gemütlichen Nachtessen im Achterbahnrestaurant Schwerelos in Hamburg, geht ein spannender, nicht ganz einfacher aber für alle lehrreicher Törn zu Ende.

Malters, 7. Mai 2017, Paul Longoni

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«Fotografieren auf See» vom 01. bis 08. April 2017

Thementörn «Fotografieren auf See» vom 01. bis 08. April 2017 – Einmal die grosse Rundfahrt ab Amsterdam – mit einem bisschen von «Allem» – Bitte J

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Früh in der Saison starteten wir diesmal bereits mit dem einem Spezialtörn  zusammen mit unseren langjährigen Kollegen vom BOOTE-Magazin. Zusammen mit Christian und Morten sowie den «jungen nautischen Aspiranten» Maurice und Malte führten wir einen Törn unter dem Motto «Fotografieren auf See» durch.

Idee ist es, für unsere CCS-Crews und der Leserschaft von BOOTE aufzuzeigen, wie Motive auf See, bzw. während Törns am besten fotografisch festgehalten werden können. Welche Ausrüstung benötigt man? – wann kann auch ein Handybild bereits ein gutes Resultat erzielen?  – wann sind aber «bessere Kameras gefordert»? – wann wird es sogar mit einer hochwertigen «Spezialausrüstung» schwierig! Und was heisst es, dass es auf dem Schiff eh immer schaukelt?! – Wo sind die Limits?

Wir haben es ausprobiert – Resultate verglichen – bei Tag und Nacht, Licht und Gegenlicht – mit Zoom und Weitwinkel hantiert – es hat grossen Spass gemacht!!

Vor allem auch als wir die Kameras nicht bereit hielten und uns «offline» gemütlich amüsiert haben!

Ok es gab auch Hoch- und Tiefs aufgrund unserer Arbeit: Einige von uns (mich inklusive ) wurden in Den Helder von der Militärpolizei der Marine wegen Fotografieren im Militärgebiet unter Arrest gestellt (Reeds war nicht korrekt – und die Kriegsschiffe weiter weg als von jeder anderen Position in Den Helder – aber eben die Rules…) – dafür hat uns aber auch mein Freund Herman IJsseling, bekannt durch seine atemberaubenden Luftaufnahmen als Flying Focus, in seinem Hangar auf Texel empfangen und uns viele spannende Geschichte erzählt… Herman hat im Jahr 2012 für uns auch Luftaufnahmen der RSII in einer «leicht bewegten Nordsee» gemacht.

Der Bericht im  BOOTE-Magazin wird demnächst erscheinen. Wir werden ihn hier präsentieren und freuen uns einmal mehr aufs Resultat – Seitens CCS-MY planen wir bei genügendem Interesse auch eine Themenpräsentation für interessierte RGs zu erstellen.

Vorerst müsst ihr Euch nur mit meinen Impressionen des Törns begnügen – ich erachte sie immerhin als akzeptabel 😉

Ich möchte mich nochmals bei meiner Crew – dem Fototeam – Christian, Morten, Maurice und Malte bedanken – am liebsten gleich wieder 😉

Mit dem besten Dank alle Beteiligten – well done!

Marc Pingoud

Impressionen
02 170331 Amsterdam Flusschiffe wie Tetris 04 170402 Cardinalexander vor Rotterdam 05 170402 Binnen nach Rotterdam 06 170403 Bug Fionia Seaways Rotterdam(1) 08 170403 Hoek van Holland 10 170403 Nordsee wie Spiegel 11 170403 Wann wird eine Küste interessant 12 170403 Warten auf den Sunset 14 170403 Sunset Ijmuiden 15 170403 Dianthus mit Pilot vor Ijmuiden 16 170403 Nachteinfahrt Ijmuiden 17 170404 Flying Focus Flotte 18 120329 RSII in action by Flying Focus 19 170405 Rolling Swiss einsam auf de Kreupel 20 170405 Windräder Medemblik 24 170406 Rolling Swiss II in Voldendam 26 170407 übliches Paperwork am Törnende


Kadertörn 25.03. – 01.04 2017 Enkhuizen – Amsterdam

PDF Törnbericht 08-2017-13

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Route Törn 08/2017/13

Skipper: Christoph
Crew: Paul, Ruedi, Björn, Roland, Guido
Christoph, unser Skipper auf diesem Törn, gab uns bereits vor dem ersten Törntreffen einige Aufgaben. Als angehende Skipper sollte jeder von uns das Treffen entsprechend vorbereiten. Auf dem Törntreffen präsentierten wir unsere ausgearbeiteten Routenvorschläge, erläuter-ten die Checklisten für das persönliche Gepäck und den Einkauf. Die niederländische Ge-schichte und Kultur wurde auch kurz behandelt.