30.Juli – 13. August 2016 – Turku-Stockholm


Besatzung:
Skipper 1 Peter Weingärtner, Skipper 2 Peter Kumli
Crew: Nauck Peter, Rupli Hanspeter, dos Santos Ursula

Route:
Turku – Houtskär, Näsby – Kökar, Karlby – Bärö, Glada Laxen – Kumlinge – Kastelholm – Mariehamn – Kobba Klintar – Blidö, Södersundet – Grinda – Stockholm – Ekerö – Adelsö – Björkö – Mälsåker – Mariefred   – Stockholm

«Vorschiff klar!». Bevor dieser Ruf das erste Mal übers Aussendeck erschallen konnte, wurden wir mit der MS Amorella als Passagiere nach Turku überführt, wo unser Abenteuer begann. Nach einem langen Marsch durften wir die Rolling Swiss II, in tadellosem, sehr gut gereinigten Zustand, übernehmen. Ein grosser Dank gilt hier der Vorcrew unter Christine. Wie immer am ersten Tag, stand das Bunkern von Lebensmitteln, nebst dem Einräumen aller persönlichen Utensilien, an erster Stelle.
Unser Thementörn war geprägt von den königlichen Schlössern Schwedens, welchen wir während der zwei Wochen einen Besuch abstatteten. Zu nennen sind dabei das Stockholmer Schloss, die Bomarsundruine, das Kastelholm-Schloss, die Vaxholm-Festung, das Schloss Drottningholm, das Schloss Mälsåker und das Schloss Gripsholm. Wir erfuhren viel über das Königreich Schwedens und insbesondere über die Wasa-Dynastie und das Geschlecht der Bernadottes.
Daneben stand das Geniessen im Vordergrund. In zahlreichen, sehr guten, Restaurants assen wir königlich, oft auch mit fantastischer Weinbegleitung oder aber wir assen an Bord, wo wir etwas einfacher, aber nicht weniger ausgezeichnet verpflegt wurden.
Highlights waren die Führung in Kökar, mit dem Besuch der Kökar Kyrka mit privatem kleinen Orgelkonzert, das Eintauchen in die Oterböte Bronzezeit, die abendliche Einladung unseres Guides bei sich zuhause zu Wein und Käse; das Anlegen in Kumlinge – das natürlich vor allem für unseren Skipper 2 ein speziell schönes Erlebnis war; unser letztes An- und Ablegen in Åland, genauer bei der alten Lotsenstation Kobba Klintar; die Übernachtung vor Anker im Södersundet; die Durchfahrt bei Vaxholm mit so vielen Schiffen, dass der arme Rudergänger arg gefordert war, dies aber vorbildlich meisterte; das Ankern in der Bucht vor der Bomarsundruine bei Kaffee und Kuchen; der Runenstein in Adelsö und das Ansgarkreuz in Björkö.
Wir machten auf diesem Törn so viele An- und Ablegemanöver, dass er gut und gern als Manövertörn durchgehen könnte. Die Markierung der Leinen in den Farben Weiss, Rot und Grün sind sehr hilfreich und verdankenswert. Viel haben wir gelernt auf diesem Törn. Vor allem aber haben wir unsere Reise genossen als harmonische, stimmige Crew, in der sich jeder auf jeden verlassen konnte.
Erholen konnten wir uns in den Kabinen der hervorragend ausgerüsteten Rolling Swiss II – bequeme neue Matratzen mit guten, wenn auch etwas grossen, Kopfkissen. Auf meinem Kopfkissen zuhause träume ich noch immer von dieser sagenhaft schönen Reise.
Ursula dos Santos, 25. August 2016