22.08.2015 – 29.08.2015 / Kiel – Hamburg

 

Skipper: Marcel
Skipper 2: Christine
Crew: Christine, Gerd, Stephan, Susanne

Route
Kiel Düsternbrook – Damp – Gelting – Eckernförde – Rendsburg – Cuxhaven – Hamburg Wedel – Hamburg City

Die Übernahme der Rolling Swiss II fand in Kiel Düsternbrook statt. Nach einer fachgerechten Einweisung liefen wir mit Ziel Laboe aus. Dieser Hafen bietet anlegernah gute Bunkermöglichkeiten und so konnten wir uns mit jeglicher Frischkost für Frühstück, Lunch und Apéro eindecken.

In der Kielerbucht tummelten sich zahlreiche Regattaboote und viele Schaulustige, die bei mildem, prachtvollen Wetter die Einfahrt vier grosser Kreuzfahrtschiffe mit verfolgten. Durch dieses Gedränge bahnten wir unseren Weg Richtung Damp, einem neueren Ostseebad. Hafen und Kurpark quollen von Gästen über, zu deren Unterhaltung zahlreiche musikalische Darbietungen sowie ein Kunsthandwerksmarkt stattfanden. Dementsprechend schwierig gestaltete sich die Suche nach einem geeigneten Plätzchen für die Abendmahlzeit.

Tags darauf führte uns unsere Route weiter nach Norden Richtung Flensburger Förde mit Ziel Sporthafen Gelting Mole. Manöver üben und vertieftes Kennenlernen der Motoryacht standen auf dem Programm. Im Sporthafen wurde unser Anlegemanöver durch lautstarke Anweisung und tatkräftige Mithilfe einer Einhandseglerin begleitet.

Bei auffrischendem Wind und zunehmendem Wellengang verliessen wir Gelting Mole und die Flensburger Förde nach Süden. Unser Etappenziel war Eckernförde. Dessen vorgelagerte Bucht dient der Marine als Übungsgebiet. So konnten wir aus nächster Nähe ein U-Boot beobachten. Der Stadtrundgang, ein Apéro bei der alten Ziehbrücke und ein hervorragendes Abendessen in einem alten Gildehaus rundeten unseren ereignisreichen Tag ab.

Unsere Fahrt nach Kiel-Holtenau war geprägt durch Übungen der Marine und zunehmenden Wind- und Wellengang. Die erste Front zog durch als wir die Vorbereitungen für den Schleusenvorgang trafen. Die vorüberziehenden Schauer zogen sich bis nach Rendsburg hin. Wir nächtigten am Obereiderhafen. Das Städtchen liegt in einer malerischen Geestlandschaft.

Auf dem Nord-Ostsee-Kanal herrschte reger Schiffs- und Fährverkehr. Immer wieder verblüffte einen ein aus dem grünen Nichts auftauchender Ozeanriese. Bei Brunsbüttel verliessen wir den Kanal und tauchten in das „Abendteuer“ Elbe mit Ziel Cuxhaven ein. Nun galt es zur genauen Positionsbestimmung jede passierte Tonne abzukreuzen. Bei Niederwasser liefen wir in den Hafen der Segler-Vereinigung Cuxhaven ein.

Vor der Weiterfahrt die Elbe hoch übten wir im Hafen der Segler-Vereinigung Anlegemanöver. Danach galt es mit dem Strom unser nächstes Etappenziel, Glückstadt, zu erreichen. Der Hafen von Glückstadt war jedoch bis auf den letzten Platz belegt und so setzten wir unseren Weg bis nach Hamburg Wedel fort. Riesige Containerschiffe überholten uns in der weiten Auenlandschaft der Elbe.
Im Yachthafen angekommen, bunkerten wir frisches Wasser und füllten die Dieseltanks auf. Das Wetter wurde Zusehens unwirtlicher, die nächste Beiz befand sich einen längeren Fussmarsch weg und so gab’s einen gemütlichen Abend an Bord mit einem köstlichen Auflauf.

Und bereits lag unser letzter Tag auf der Rolling vor uns. Erste Aufräumarbeiten tätigten wir noch im ruhigen Hafen von Wedel. Anschliessend nutzten wir das einlaufende Wasser und fuhren nach Hamburg mit Ziel City Sporthafen. Je näher wir zu Stadt kamen, desto gedrängter und hektische wurde der Schiffsverkehr: grosse Frachtschiffe, Ausflugsboote und zahlreiche Fähren. Eindrücklich!
Unseren erfolgreichen Törn liessen wir in der Abendsonne auf der Terrasse des Blockbräus ausklingen.

Ein herzliches Dankeschön an unsere Skipper.


25.07.2015 – 08.08.2015; København – Rostock

Crew: Skipper Peter, Skipper II Stefan, Furier und Bootsmann aussen Peter genannt Pi, Bootsmann innen Peter genannt Kumulus und Purser/Blogger Ursula

Ein Törn der Superlative

Anders kann und will ich diesen Törn keinesfalls benennen. Ein Highlight folgte dem Anderen und wer schon selbst einen solchen Törn erlebt hat, weiss, dass niemand das in ein paar kurzen Sätzen so beschreiben könnte, dass es nacherlebt werden könnte. Deshalb hier nur eine Zusammenfassung.

Die Reise begann in Kopenhagen, führte uns am Tag darauf mit einem Zwischenstopp über Humlebaek, wo wir das Louisiana Museum besuchten, nach Helsingør. Unser  äusserst königlicher Liegeplatz direkt vor Shakespeares Hamlet-Schloss bei schönstem Sonnenschein erwartete uns.

Die Reiseroute führte uns nach Positionshalteübungen weiter nach Ven, wo wir die Whisky-Destillerie besuchten.

Malmö und Ystad erwarteten uns. Wir passierten die Brücke Falsterbo und die Øresundbrücke. In Ystad wurde uns eine besondere Ehre zuteil, durften wir doch am, ansonsten reservierten Steg der ‚Postjakten Hiorten‘, anlegen.

Das nächste Highlight dieser Reise war der Besuch der Erbseninseln Christiansø und Frederiksø. Dieser östlichste Punkt Dänemarks verfügt über eine ganz besondere Vegetation, da es hier besonders viele Sonnenstunden gibt, Felsen und Schutzmauern der ehemaligen Festung speichern die Wärme und geben diese ab.

Weiter ging es nach Bornholm, wo wir während ein paar Tagen blieben, um die Insel zu erkunden. In Allinge fand ein Hafenfest statt, welches ziemlich viel Leben in den Ort brachte. Daneben besuchten wir die Madsebakke aus der Bronzezeit oberhalb von Sandvig und die Ruine Hammershus.

Die zweite Woche startete mit einer  Überfahrt nach Kåseberga, wo sich das Wikingersteinschiff Alestenar (Die Steine von Ale) befindet.

Die längste und ziemlich ruppige Fahrt führte uns nach Klintholm Havn Møn, bevor wir nach Nykøbing Falster weiter fuhren. Unsere Tagesetappe erwies sich als eine wunderschöne Strecke mit vielen kleinen Highlights. So dem Einlaufen in den Grønsund oder die Durchfahrt unter der Autobahnbrücke E47 und das Passieren der Guldborg-Brücke.

Am letzten Tag vor dem obligaten Putzen, Packen und Aufräumen ging es zurück nach Warnemünde, wo die Hanse-Sail stattfand.

 

Ein schöner Törn ging zu Ende. Zwei Wochen könnten auf so engem Raum eine Herausforderung fürs Miteinander sein. Für uns war es eher so, dass wir noch lange gekonnt hätten, hätte man uns gelassen… Wir wurden ein verschworenes Team, in welchem jeder und jede akzeptiert und geschätzt wurde und auf eine ganz besonders schöne Art und Weise entwickelte sich eine Gruppenfreundschaft, die ich nie mehr missen möchte.