27.07. – 03.08.2013 Bergen – Stavanger

Skipper: Ernst und Urs
Crew: Margrit, advice Tamara, Peter und Pierre

Ausbildungstörn Norwegen – mit den Augen einer Lernenden

27.7.-3.8.13 Bergen – Stavanger

Mit grossen Erwartungen in der Tasche reise ich nach Norwegen um bei einem Motorbootausbildungstörn dabei zu sein. Da ich eher aufs Segeln ausgerichtet bin, kann ich mir noch nicht so recht vorstellen was es heisst, sechs Tage auf einem Motorboot durch die Wellen zu kurven.
Bergen, welches anscheinend 365 Tage Regen im Jahr aufweisen kann, zeigte sich uns von seiner schönsten Seite. Den Vorabend der Schiffsübernahme, wo die gesamte Mannschaft zusammentrifft, verläuft gemütlich im Bryggen Quartier.

27.8.13 Bergen – Lysevagen

Nach den üblichen Arbeiten wie Einkaufen, Schiffsübernahme und Einquartieren sowie den funktionalen Erklärungen über das Schiff und der Sicherheitsanweisungen verlassen wir um 14.30 den Hafen. Das Auslaufen ist bereits hochinteressant. Es begegnen uns grosse Kreuzfahrt- und Frachtschiffe und sogar Greenpeace, das norwegische Festland mit seinen herzigen Häusern zieht an uns vorbei.

Wir machen erste Kontakte mit dem AIS System. Mich fasziniert, auf einen Blick sehen zu können, was da für ein Schiff meines Weges kommt, in welche Richtung und wie schnell es fährt , wo es hin will, wie gross es ist, in wie viel Zeit es mit gleichbleibendem Kurs an uns vorbei kommen wird oder, wenn ich nicht aufpasse, wann wir kollidieren.

Es ist vorgesehene, dass Pierre, Peter und ich abwechslungsweise die Navigation übernehmen. Nach der Instruktion unseres Skippers, Ernst, fange ich schon mal damit an, unsere Route für morgen zu planen. Um 17.00 erreichen wir bereits das ruhige Büchtlein Lysevagen wo wir das erste Manöver fahren. Da wir nachträglich eine Boje am Heckanker befestigen wollen lernen wir auch gleich wie man das Dingi ins Wasser lässt. Während Margrit und Peter ein feines Essen zubereiten bin ich immer noch am Passage Plan erstellen. Na ja, es beansprucht mich doch eine ganze Weile unsere morgige Route auf Papier zu bringen, auf der Karte ein zu zeichnen und im Plotter zu tracken. Das Gute: Wir können uns nicht mehr verfahren!

28.8.13 Lysevagen – Sundal

Unser Skipper 2, Urs, hat mir gestern geholfen den Kartenplotter davon zu überzeugen, meine Route zu speichern so dass der Rudergänger den angegebenen Kursen folgen kann. Als Navigator habe ich die Aufgabe, dem Rudergänger trotz Plotter auf die Finger zu schauen. Ich überprüfe mit Peilungen und Standortbestimmungen ob er uns dorthin gebracht hat wo ich uns vermute. Ich checke auf der Karte und im Plotter ob die Brücken, die wir passieren wollen auch hoch genug für uns sind, ob die gewünschten Leuchttürme an uns vorbei kommen ob der errechnete Kartenkurs ungefähr mit dem Kurs des Steuermannes übereinstimmt. Für meine Überprüfungen zeigen mir Ernst und Urs immer wieder neue Möglichkeiten und technische Spielzeuge. Es ist aufregend wieviel Wissen und Erfahrung in den beiden steckt. Es ist für mich aber noch faszinierender mit welcher Grosszügigkeit und dem Flair für Neulinge, wie mich, sie das Wissen weitergeben. Um 13.45 legen wir kurz in Heyrosund an um etwas zu uns zu nehmen. Ich kann die Stärkung gebrauchen, schliesslich muss ich danach wieder viel gucken. Durch den Maurangesfijord kommen wir am Abend in Sundal an. Auffallend ist die Aufmerksamkeit der beiden Skipper für kleine Hindernisse und Tücken beim Anlegen. Hier lerne ich zu dem, dass wir bei sinkender Tide darauf achten müssen, die Festmacher etwas zu lockern damit wir in der Nacht nicht in der Luft hängen. Einverstanden, so schlimm sind die Tiden hier nicht.

Schon habe ich mich gefreut, mich nach meinem Navigationstag zurück zu lehnen.
Denkste!!!
Der Skipper beordert mich zum Logbuch ins reine schreiben.

29.8.13 Sundal – Skanevik

Vor der Abfahrt erklärt uns Urs ausführlich wie man sich bei einem MOB verhält. So lebensnah habe ich das bis jetzt noch nie gehört. Heute ist Pierre am Navigieren. Während der Fahrt nach Rosendal kommt plötzlich ein Fender fliegen und schon schreit Pierre „Mann über Bord“. Noch ein wenig unbeholfen versuchen wir das vorhin gehörte in die Tat umzusetzen. So dass wir kurze Zeit später den Fender wieder in unseren Besitz nehmen können. In Rosendal machen wir Halt um uns die Beine zu vertreten. Peter, Margrit und ich entschliessen uns in einen, etwas entfernten, Steingarten zu marschieren.

Die Besichtigung hat sich gelohnt und das ausgiebige Beinevertreten tut uns gut. Auf der Fahrt zum Fährhafen Skanevik kreuzen uns Delfine. Um 17.30 legen wir im verschlafenen Skanevik an. Es erstaunt mich, wie wenig Menschen wir antreffen. Es sollte doch Sommer Hochsaison sein ………

30.8.13 Skanevik – Storasund

Gespannt verfolge ich Urses Ausführungen worauf zu achten ist, falls das Boot sinken sollte. Wie man sich in der Rettungsinsel verhält, was man alles mitnehmen muss, wie man sich im Wasser verhält, wie und wann man die Leuchtfeuer und Raketen einsetzt. Ich hoffe, diese Fertigkeiten nie in die Tat umsetzen zu müssen. In Skanevik sind wir so festgemacht, dass ich das Ablegen durch Eindampfen in die Vorspring in Ruhe üben kann. Da Peter heute die Navigation macht, darf ich auch noch gleich das nächste Mann-über-Bord fahren. Wie bereits erwähnt habe ich nicht viel Erfahrung mit Motoren und es ist fesselnd wie man sich mit den zwei Motoren seinem Ziel annähern kann ohne mit dem Steuerrad zu hantieren. Zugegeben, der Mann über Bord wäre unter Umständen bereits erfroren bis ich ihn endlich an der richtigen Stelle habe. Um 12.30 begleitet uns heftiger Regen und Gewitter. Eine gute Gelegenheit um von Ernst den Radar erklärt zu bekommen. Eigentlich wollten wir eine Insel im Meer anlaufen, aber wegen des schlechten Wetters entscheiden wir uns für Peters Ausweichshafen in Storasund. Dort begegnen wir zwar auch fast keinen Menschen, aber dafür fahren grosse und kleine Schiffe am Hafen vorbei.

31.8.13 Storasund – Skudenshaven

Für heute durfte ich eine besonders attraktive Strecke durch Kanäle und engere Passagen anleiten. Die Sonne lacht wieder und ich freue mich auf die Fahrt. Tatsächlich passieren wir, zum berühren nahe, Felsen, Häuser und kleine Häfen. Der Fotoapparat knippst wie wild. Bei Kvernaviga gehen wir vor Anker und geniessen das Mittagessen in der Sonne. Gegen 15.00 nehmen wir das restliche Stück nach Skudenshaven in Angriff.

Voller Erwartung zielen wir auf die Einfahrt. Nach der Passage öffnet sich uns ein wunderbares Bild. Durch einen langen Arm fahren wir an den schmucken, weissen Häuserreihen vorbei bis ins Innere zum geschützten Hafen.

Es hat nicht mehr viel Platz und Ernst führt uns vor wie man die grosse Rolling Swiss in einen Platz quetscht, der vorne und hinten nicht viel Spielraum lässt. Ich bin begeistert vom souveränen Anlegemanöver. Skudenshaven ist ein wunderschönes Dörflein aber auch dieses scheint wie ausgestorben. Trotzdem finden wir ein romantisch eingerichtetes Restaurant für das Abendessen. Es war rundum ein wunderbarer Tag.

1.9.13 Skudenshaven – Boroyholmane

Wir geniessen ein zweites Mal die Fahrt durch die Häuserreihen zur Ausgangspassage des geschützten Hafens. In Hjelmeland darf ich gegen Mittag wieder ein Anlegemanöver fahren. Ernst leitet mich an ganz langsam und sachte und ohne Hektik an der Mauer anzulegen.

Wir liegen so, dass wir gleich eine Picknickbank vor der Haus respektive Bootstüre haben. Pierre, führt uns gegen den späteren Nachmittag in eine romantische Buche, wo wir für die Nacht ankern. Die Insel, auf welcher nur zottelige Schafe wohnen bietet die Gelegenheit auf einen Verdauungsspaziergang. Wir sind am Vorabend unseres Törnendes und ich blicke zurück auf einen zufriedenstellenden und lehrreichen Ausbildungstörn.

2.9.13 Boroyholmane – Stavanger

Früher als sonst legen wir in Boroyholmane ab weil wir um 12.00, bereits vollgetankt, in Stavanger sein müssen. Es startet das Packen, Aufräumen und Putzen unseres Zuhauses um der nächsten Crew eine saubere und stolze Rolling Swiss zu übergeben. Unsere gemeinsame Zeit beenden wir mit einem Spaziergang und einem ausgiebigen Abendessen in Stavanger. In Norwegen gibt es ja doch Leben!!! Hier treffen wir scheinbar alle Menschen an, dies sich während unserer Woche so gut versteckt haben.

3.9.13 Abreise

Die anfangs grossen Erwartungen aus meiner Tasche habe ich gegen imposante Erfahrungen, viel Gelerntes, gute Freundschaft, korrekte Seemannschaft und überwältigende Eindrücke ausgetauscht. Ich bin begeistert, dass ich so viele Manöver fahren durfte und bin Ernst und Urs sehr dankbar, dass sie mir so viel von ihrem Wissen mit auf den Weg gegeben haben.

Tamara im August 2013


20.07. – 27.07.2013 Bergen – Bergen

 
Skipper: Capitano Rolf und Martin
Crew: Claudia, Justin, Urs und Franci
 

Autore delle righe seguenti: F.

Incredibile ma vero … nel blu dipinto di blu

Ragazzi mi sento in colpa.

Siamo andati a Bergen in Norvegia per fare un giro con la „Rolling Swiss“, un po‘ per fare le miglia necessarie per la patente e un po‘ per fare vacanze, estive si capisce, andiamo in barca.
ooops… Bergen è famosa per le sue giornate uggiose… e prendiamo la barca da una crew delusa per la tanta pioggia che ha avuto.
Invece noi ABBIAMO AVUTO OTTO GIORNI DI SOLE e ci siamo messi pure i pantaloncini corti .
Non voletecene male, ma non so quanto bel tempo sia rimasto per voi altri per il resto del estate.
Allego le foto per provare questa incredibile faccenda
Nota bene le facce felici della crew , l’espressione soddisfatta del nostro capitano , il blu che più blù non si può , e questa fantastica natura che ci ha circondati (sorvolate sulla bandiera strappata, abbiate comprensione, ne ha passato di brutte , sono sicura che la „Rolling Swiss“ otterrà una nuova quanto prima)
Volete sapere dove eravamo stati? Non mi ricordo i nomi per noi difficilmente pronunciabili – ma i posti erano un incanto e le persone che abbiamo incontrate gentilissimi
e la bellezza del mare sconvolgente. No, niente tuffi per me… sono un tantino freddolosa… la temperatura del acqua era 11 gradi
Insomma tutto benissimo – tranne il forno che funzionava con una logica tutta sua e che ha messo a dura prova la nostra pazienza…
e il motore del dinghy che faticava a bere come si deve, ma dopo che gli avevano messo il ciucciotto nella direzione giusta succhiava felice come un bebè e portava la crew in giro senza più fare le bizze.
ma questi piccoli incidenti non hanno guastato la nostra vacanza fantastica dalla quale torniamo con tanta energia e tantissimi bellissimi ricordi

p.s. appena consegnata la barca alla crew seguente è cominciato a piovere…..

Unglaublich aber wahr – … mehr Blau gibt’s nicht

Kinder , ich fühle mich schuldig
Wir sind nach Bergen in Norwegen gefahren um einen Törn mit der“Rolling Swiss“ zu machen, ein wenig um Meilen für den Hochseeausweis zu sammeln und ein wenig um Ferien zu machen, Sommerferien logischerweise, wir gehen ja auf eine Jacht
Obwohl Bergen in der Tat bekannt ist für seine düsteren, regnerischen Tage – und wir übernehmen das Schiff von einer wegen dem vielen schlechten Wetter enttäuschten Crew.
WIR HATTEN ACHT TAGE SONNENSCHEIN und wir trugen sogar kurze Hosen!
Seid uns nicht böse, aber ich weiss nicht wie viel Sonnenschein für euch andern jetzt noch übrig ist für den Rest des Sommers
Ich habe Fotos beigefügt um diese unglaubliche Tatsache zu dokumentieren.
Achtet auf die glücklichen Gesichter der Crew, den zufriedenen Ausdruck unseres Kapitäns, das Blauer als Blau und die fantastische Natur die uns umgab.
(bitte achtet nicht auf die ausgefranste Fahne des CCS, habt Verständnis, sie hat einiges mitgemacht und ich bin sicher dass die „Rolling Swiss“ baldestens eine neue bekommt)
Möchtet ihr wissen wo wir waren? Ich kann mich nicht an die unaussprechlichen Namen erinnern – aber wir waren an wunderbaren Orten und die Leute die wir kennen gelernt haben waren sehr freundlich und die Schönheit des Meeres umwerfend. Nein, ich habe nicht gebadet, ich bin ein ganz kleines bisschen „en Gfrörli“, die Wassertemperatur betrug 11 Grad.
Kurz gesagt alles perfekt- nur der Backofen funktionierte mit einer ganz eigenen Logik und hatte unsere Geduld auf eine harte Probe gestellt…
ja und der Motor unseres Dingis wollte nicht richtig trinken, aber als man ihm den „Nuggi“ in der richtigen Richtung angeschlossen hatte, saugte er glücklich wie ein Bebé und funktionierte einwandfrei zur Freude der Crew.
Diese kleinen Zwischenfälle konnten jedoch unsere Freude an dem fantastischen Urlaub nicht trüben und wir kehren mit viel frischer Energie und vielen schönen Erinnerungen nach hause.
p.s. sobald wir das Boot der folgenden Crew übergeben hatten, begann es zu regnen….


06.07. -20.Juli 2013 Alesund – Bergen

Skipper: Marc und Urs
Crew: Annemarie, see Christian und Morten

„Kraft und Launen der Natur“

Unsere 14 Tage in den Norwegischen Fjorden waren geprägt durch lange Etappen, eindrücklichste Landschaften und der ganzen verfügbaren Wetterpalette. Immerhin geschneit hat es nicht – Vielfach lagen aber noch Schneefelder rund 1000m Höhe über uns an den Bergflanken , die unseren Fjord säumten.

Nach dem Start in Ålesund erkundeten wir zuerst nur mit kleiner Crew den Storfjord, Geirangerfjord und Hjørundfjord.

Einige Tage später stiessen in Ålesund noch unsere beiden Kollegen Christian Tiedt (Reiseredaktor Boote Magazin; http://www.boote-magazin.de/ ) und der Fotograf Morten Strauch (Morten Strauch Fotografie; http://www.mortenstrauch.com/ ) zu uns.

Ziel der kommenden 10 Tage auf unserer Fahrt nach Bergen, war die Erkundung des Sognefjods, dem längsten (204 Kilometer) und gleichzeitig dem tiefsten (1308 Meter) Fjord Europas mit seinen bekannten und hochinteressanten Nebenfjorde , wie dem Auerlandsfjord mit Flåm, dem Ziel jedes Kreuzfahrtschiffs in Norwegen oder dem Nærøyfjord, dem schmalsten Fjord Europas. 1000m Wassertiefe – bis 800m hohe Felswände am Wasser, 1500m hohe Berge… Ein einzigartiges Erlebnis.

Ich verzichte darauf, weiter in den höchsten Tönen von der Landschaft zu schwärmen, seht euch doch einfach unsere Bilder an. Dann erkennt ihr auch, dass manchmal der Konjunktiv angebracht war: „Die Landschaft wäre hier eigentlich grandios, wenn denn die Wetterlaune der Natur ihre eigene gewaltige Schöpfungskraft nicht verbergen würde…!“

Der detaillierte Reisebericht von unserem Törn wird Ende Jahr im BOOTE-Magazin erscheinen.
Weitere Informationen erfährst du über unsere Homepage oder in Facebook: https://www.facebook.com/ccsmb.cruisingclubschweiz/

Herzlichen Dank auch an Skipper und Crew des Törns Bergen – Ålesund für die vielen Tipps und Kontakte, insbesondere die lieben Schweizer Charles und Carole Peter am Westkap.

Marc


29.06. – 06.07-2013 Ålesund – Ålesund

The Rolling Swiss Gourmet Cruise

 
Skipper: Urs, ambulance Andreas
Crew: Agnès, Brigitte, Marc-Henri, Thomas
 

Gewaltig! Nicht nur die unvergesslichen Fahrten durch die Fjorde, mit dem weltberühmten Geiranger Fjord als Höhepunkt, sondern auch die riesigen Kreuzfahrtschiffe, an denen wir dabei vorbei gefahren sind.

Und auch gewaltig: Das Essen von Brigitte – immer hat es nach frischem Brot, Kuchen und feinstem Abendessen gerochen, die Crew hat sicher ein paar Kilos zugelegt auf dieser Gourmet Cruise im hohen Norden.

Wir haben 167 Seemeilen absolviert in einer unbeschreiblichen Gegend landeinwärts von Ålesund, trotz Hochsaison dabei nur erstaunlich wenige Schiffe gekreuzt. Leider war das Wetter eher nordisch-kühl, aber die Abendstimmungen waren dafür unbeschreiblich – und auch bei bedecktem Himmel wurde es einfach nicht richtig dunkel.

Uns wurde so richtig bewusst, dass die Rolling Swiss II mit uns ihren nördlichsten Punkt erreicht hat auf ihrer bisherigen Reise.