08.06 – 15.06.2013 Stavanger – Bergen

Skipper: Rolf , sovaldi Lilo
Crew: Andreas (Andi), case Kathrin, diagnosis Markus

„Eine gelungene Woche ….jederzeit gerne wieder!“

07.06.13 Anreise nach Stavanger
Bereits am Freitag reist die ganze Crew nach Stavanger, damit wir die Rolling Swiss II möglichst früh am Samstag übernehmen können. Die Reise von Zürich mit der SAS ist neben langer Dauer auch nicht wirklich „sättigend“. Andi und Kathrin sind seit 04:00 auf den Beinen, damit sie den Flieger in Zürich nicht verpassen. Markus startete in Hausen AG um 07:00 und kam prompt in einen riesigen Stau, so dass seine Anreise auch 2 Stunden dauerte und er den Flieger noch knapp erreichte. Lilo reiste separat über Frankfurt mit der Lufthansa nach Stavanger und wurde unterwegs auch verpflegt. Um 19:30 Uhr trafen wir uns nun alle zu einem sehr guten und für norwegische Verhältnisse preislich günstigen Thai-Essen beim Ölmuseum in Stavanger. Bei hellstem Tageslicht und Sonnenschein ging’s dann um ca. 22:00 ins Bett.

08.06.13 Stavanger nach Tau
Pünktlich um 09:30 Uhr stand das Taxi vor dem Hotel und brachte uns zur Rolling Swiss II zum Botssenter Stavanger, etwa 15 Minuten ausserhalb dem Center. Da stand sie nun – die stolze Yacht, welche für eine Woche unser zu Hause sein wird. Sofort nahmen wir einen optischen Check von aussen vor, da der Hafenmeister noch nicht da war. 10:30 Uhr, endlich haben wir den Schlüssel und können in das Schiff hinein. Sämtliche Checks wurden unter der Leitung von Rolf und die Sicherheitseinführung durch Lilo durchgeführt. 15:15 Uhr heisst es endlich „Leinen los“ wieder nach Stavanger Center Vagan, um Lebensmittel zu bunkern und uns nochmals zu verpflegen, bevor die Reise richtig beginnt. Mit 3300 Norwegischen Kronen an Lebensmittel für 5 Personen war die Bordkasse bereits am Rande der Leistungsfähigkeit. Wir rechneten mit 4 Nachtessen, Frühstück für jeden Tag und natürlich kleine Zwischenverpflegungen während der Fahrt. 18:00 Uhr Leinen los mit dem Ziel „Tau“ bei schönem Wetter und einem 2 Seegang. Die ersten 10 sm wurden in einem direkten Schlag gemeistert und die Rolling Swiss II konnten wir kennenlernen.
Hafengebühren in Tau 150 NOK bis 43 Fuss, darüber 200 NOK, für den, der zusätzlich die Waschmaschine nutzen will, werden 50 NOK zusätzlich verlangt. Ankömmlinge nach 19:00 werfen das vorliegende Formular zusammen mit dem Geld in einem Couvert in die Box. Wasser, Strom, saubere Duschen und WC liegen nahe am Gästesteg.

09.06.13 Tau nach Haugesund
Die gut ausgerüstete Küche und die guten Feen auf dem Schiff zauberten ein wunderbares Frühstück auf den Tisch. Bei Windstille und schönstem Sonnenschein konnten wir uns stärken für den kommenden Tag. Pünktlich 11:00 Uhr heisst es Leinen los. Eine halbe Meile ausserhalb des Hafens von Tau konnte die ganze Crew das Schiff das erste Mal selber fahren und kennenlernen. Übungen wie Tellerdrehung, Rückwärtsfahren, Kreis nur mit Motoren, etc. gaben uns das erste Feeling wie sanft sich die Rolling Swiss II steuern lässt. Abwechselnd steuerten wir dann Richtung Haugesund. Die Landschaft wechselt sich ab und bietet ein wechselndes Schauspiel von saftigen, grünen Wiesen, Wald und kahlen Felsen. Bei schönstem Wetter fuhren wir die 33 Seemeilen und trafen kurz vor 17:00 Uhr in Haugesund ein, wo Lilo „unser Zuhause“ perfekt am („Binnenkai“) am Smedasund dem pulsierende Herz der Stadt legte, wo Restaurants und Unterhaltung nur wenige Gehminuten entfernt sind.
Hafengebühren 150 NOK bis 40 Fuss 195 NOK über 40 Fuss inkl. Strom und Wasser. Duschen und WC sind im anliegenden Hotel mittels Token und zusätzlichen Gebühren möglich.

10.06.13 Haugesund nach Rosendal
Erstes Morgenziel war um 09:30 Uhr vom Kai abzulegen. Als wir den Landstrom um 08:15 Uhr lösen wollten, stellten wir fest, dass der Verteilerkasten mit unserem Kabel durch den Portmaster abgeschlossen wurde und wir somit fest lagen. Nach einem kurzen Anruf und einer Pause, die wir nutzen konnten das Manöver zu besprechen, wurde unsere „Kette“ durch den Hafenmeister 10 Minuten später wieder gelöst, so dass wir pünktlich um 09:30 bei schönstem Wetter und einer leichten Brise loslegen konnten. Es stehen ungefähr 50 Seemeilen durch das Hardangerfjord an. Das Kartenmaterial im Format A2 zeigt sich als Herausforderung. Zum Teil sind zu viele Informationen (Ausfahrt Haugesund) auf kleinstem Raum, welche nicht mehr definierbar sind und wir uns darum auf Sichtfahrt konzentrierten. Die Rolling Swiss II bringt uns bei schönstem Wetter und etwa 20 Grad durch eine wunderbare Gegend, welche wir ausgiebig geniessen konnten. Die sehr günstigen Wind- und Wetterverhältnisse liessen im schwach belegten Hafen von Rosendal ein perfektes Hafenmanöver zu. Die möglichen Sehenswürdigkeiten wie „Baroniet Rosendal“ mit sehr gepflegtem Garten und dem offenbar sehenswürdigen Wasserfall, konnten wir nicht mehr besuchen, obwohl es taghell ist bis weit nach 23:00 Uhr. Wir entschlossen uns den informativen „Steinparken“ zu besuchen, welcher in 15 Minuten Fussmarsch zu erreichen und in weiteren 30 Minuten Spaziergang abgeschlossen war. Verschiedenste Steine und die lokale Flora waren interessant und auch in Norwegisch, Englisch und Deutsch beschrieben. Um 00:30 Uhr ging der Tag nach intensiven Gesprächen, viel Lachen und Diskussionen, welche durch ein „geistiges Getränk“ aus Schottland unterstützt wurde, bei Dämmerung dann zu Ende.
Hafengebühren 220 NOK mit Wasser, Strom (45 Kronen) und Duschen (10 NOK für 5 Minuten) müssen separat bezahlt werden. Das Zahlsystem ist etwas kompliziert mittels „örtlicher Zahlkarte“, welche mit Geld geladen werden muss. Zuviel bezahltes wird am Ende über den Automaten wieder zurückbezahlt. Die Duschen „schluckten“ zwar 2x 10 Kronen, duschen konnten wir jedoch nicht.

11.06.13 Rosendal nach Norheimsund
Tagwache 07:30 Uhr. Die Sonne scheint bereits vom Feinsten, es ist windstill und das Meer liegt spiegelglatt vor uns. Eine Stimmung wie zu besten Zeiten auf einem Schweizer See. Frühstück, Manöverbesprechung, Ziel- und Routeninformationen stimmten uns auf den bevorstehenden Tag ein. Die idealsten Bedingungen vereinfachten uns die Entscheidung, dass wir alle noch ein Hafenmanöver fahren wollen, bevor wir die kurze Etappe von knapp 30 Meilen antreten. Einmal mehr zeigte sich die Rolling Swiss II von der allerbesten Seite. Sie liess sich sanft und sensibel jedes einzelne Mal problemlos an den Steg manövrieren. Welche Freude ein solches Schiff steuern zu können. Wir konnten den norwegischen Motorboot-Kollegen, welche sich demonstrativ auf dem Steg in die Sommerstühle ins Hafenkino setzten zeigen, wie die Hafen-Manöver schulbuchmässig abgearbeitet werden. Nachdem alle, ausser Lilo, die An- und Ablegemanöver durchgespielt haben machten wir uns auf den Weg nach Norheimsund. Kaum die Route gestartet, begrüsste uns noch kurz ein Tümmler. Die allerbesten Bedingungen, wenig Schiffsverkehr und eine wunderbare Landschaft liessen auch zu, dass unser Skipper Rolf auch den Radar einschaltet und uns die ersten Eindrücke mit Radarfahrt vermittelte. Die informativen Navigationsvorbereitungen durch Lilo und Andi liessen auf der ganzen Fahrt keine Überraschungen aufkommen. Kathrin und Lilo sorgten wie bis jetzt jeden Tag für eine leckere Zwischenverpflegung auf dem Weg nach Norheimsund. Für die Zeit während wir uns verpflegten, programmierten wir eine Route auf dem Plotter und übergaben das Steuer dem Autopiloten, so dass nur Andi alleine auf der Wache sein musste und nötigenfalls eingreifen konnte, wären wir auf Kollissionskurs gewesen. Frühzeitig im Ytre Samlafjorden angekommen, nutzten wir die Zeit MOB-Manöver durchzuführen. Alle über Bord gegangenen, konnten bei der ersten Abfahrt wieder an Bord geholt werden. Selbst Kathrin, welche keinen Bootsführerschein besitzt, manövrierte die Rolling Swiss II souverän an die zu rettenden Fender. Nach kurzer Fahrt erreichen wir Norheimsund mit einem schönen Gästehafen. Souverän legt Lilo mit leichten, seitlichen Winden an. Nur 50m vom Liegeplatz sind Weinladen, Coop und weitere kleine Läden. Die Bäckerei wird jedoch erst nächsten Freitag eröffnet, so dass wir das Brot im Coop holen mussten. Die sanitären Anlagen sind sauber und geräumig. Selbst die Dusch-Automatik für 20 NOK pro 6 Minuten funktioniert einwandfrei. Der kleine Ort lädt zu einem kleinen Rundgang ein, wo man von der Kirche den Fjord und den Ort überblicken kann. Die Einwohner nutzten bereits den schön angelegten Sandstrand zum Baden. Die Wassertemperatur wurde durch Markus geprüft (bis über die Knöchel) und schätzt sie auf „brrrrrrrr-eisig“.
Hafengebühren 200 NOK mit Wasser und Strom. Duschen (20 NOK für 6 Minuten) müssen separat bezahlt werden und funktionieren mittels Token (kaufen beim Hafenmeister oder im SPAR). Ein sehr schöner Ort und sehr zu empfehlen. Es stehen ein langer Schwimmsteg und mehrere hölzerne Feststege zu Verfügung. In der Hochsaison ist wohl ein frühes Anlegen empfohlen.

12.06.13 Norheimsund nach Osøyro
Heute steht die Königsetappe an. Neben 50 Meilen Fahrt sind die Navigation und eine Durchfahrt durch eine Meerenge Herausforderungen unterwegs. Es ist starke Bewölkung angesagt und wir erwarten gegen Abend den ersten Regen auf unserem Törn. Die letzte Nacht war kurz und das Aufstehen für Markus war schon eine Kampfansage. Er arbeitete bis 01:30 Uhr mit der Etappenvorbereitung und dem Nachtrag seines eigenen Logbuches. Trotzdem wir die Regel gebrochen haben 2 Stunden vor Ablegen zu frühstücken und wir fast 20 Minuten hinter dem Plan lagen, haben wir 10 Minuten vor dem Plan ablegen können. Zum ersten Mal navigieren wir die Rolling Swiss II mittels Überquerungen von Längen und Breiten für die Positionsbestimmungen und Kursänderungen. Damit es uns etwas einfacher fällt ziehen wir den Plotter und das Setzen von Wegpunkten zu Hilfe. Hier zeigt sich eine gute Etappenplanung ist die „halbe Miete“. Das Ziehen von Wegpunkten zwischen Engpässen und kleinen Inseln funktionierte einwandfrei und konnte nach den Angaben des Navigators ohne Probleme eingehalten werden. Die ersten Befürchtungen, dass sich das Wetter rasch verschlechtern würde hat sich auf halbem Weg nicht bestätigt, im Gegenteil, die Sonne ist uns wohlgesinnt und zeigt sich immer wieder zwischen den tiefhängenden Wolken. Der Lukkasund war die Tagesherausforderung. Auf den Karten scheint er so schmal, dass wir schon Bedenken hatten, ob wir überhaupt hindurchfahren könnten. An dieser Stelle sei gesagt, dass das offizielle Kartenmaterial alles sehr klein und eng darstellt und es nicht immer einfach ist, die Eintragungen überhaupt lesen zu können. Die 2 Seemeilen durch den Sund fuhren wir auf Sicht. Obwohl der Schiffsverkehr nicht sehr hoch war auf unserem Törn, verrät uns das AIS mitten im Sund einen entgegenkommenden 300-Fuss-Frachter, welchen wir mehr oder weniger an der engsten Stelle zu kreuzen hatten. Unsere Co-Skipperin Lilo meisterte die Aufgabe locker. Als wären wir in einer etwas anderen Welt, präsentierte sich das Wetter umgehend nach der Ausfahrt stark bedeckt . 10 Meilen waren noch vor uns bis nach Osoyro – offenes Wasser, kein Schiffsverkehr weit und breit – „Frei Fahrt“ bietet sich an. DIE Gelegenheit! Wir wollten wissen was die Rolling Swiss in sich hat. Alles unter Deck noch sichern, falls sich die Rolling Swiss wie Fury aufbäumt und schnaubend übers Meer galoppiert. Endlich alles bereit, langsam werden die Gashebel nach vorne gedrückt bis zum Anschlag. Röhren macht sich breit die 760 Pferde scheinen Freude an der erlangten Freiheit zu haben und tragen die Rolling Swiss II mit 20,5 Knoten über’s Wasser. Unsere Augen wurden immer grösser, einerseits wie ruhig das Schiff ist und auf dem Wasser liegt, andererseits wir durstig freilaufende Pferde werden können. Sie verlangen nach 156 Liter reinstem Diesel in der Stunde. Nach guten 5 Minuten war alles schon wieder vorbei und die Pferdchen nicht mehr so durstig. Ein Erlebnis besonderer Art. Nach einer weitern kurzen Fahrt erreichten wir den Hafen Osoyro. Wir suchten einen Anlegeplatz und wurden sofort fündig. Markus legt das Schiff ruhig und kontrolliert an. Doch kaum festgemacht, entdeckten wir den offenbaren Grund des freien Platzes. Gleich daneben standen die Abfallcontainer für die Gästeplätze. Also hiess es umparkieren. Leinen Los 50m fahren neu anlegen.
Zu unserem Erstaunen wird KEINE Hafengebühr erhoben, Strom GRATIS, Wasser an der Tankstelle und Dusche und WC auch GRATIS! Einziger Wermutstropfen – der Schlüssel zu WC und Dusche ist in Peppes Pizza-Shop erhältlich, welcher von 11:00 bis 23:00 und am Sonntag erst ab 13:00 Uhr geöffnet hat. Wer also Duschen will muss dies am Abend noch tun – mit Morgendusche „is nix“. Im Ort sind sehr gute Einkaufsmöglichkeiten für Lebensmittel (bis 23:00 Uhr), wie auch für Schiffsmaterial und Werkzeuge ab 08:30 bis 18:00 Uhr.

13.06.13 Osøyro nach Bergen
Es ist bereits Donnerstag. Die letzte Nacht in Osoyro war wie in einer Wiege einer etwas genervten Mutter. Die Lage des Hafens ist nicht wirklich geeignet für Winde aus Süd bis Südost. Wer es nicht erträgt, etwas heftig in den Schlaf gewiegt zu werden, sollte bei solchen Windverhältnissen den Hafen nicht nutzen. Das Wetter hat nun definitiv umgeschlagen. Der Barometer fiel innert Tagesfrist von 1013 auf 1000 hPa. Es regnete immer wieder und die Sicht war trüb, sowie auf max. 1,5 Meilen beschränkt. Nun zeigten sich die Vorteile eines AIS und die Hilfe eines Radars. Die „Voranmeldung“ eines Bootes oder einer Fähre, noch bevor sie in Sicht sind, wirkte beruhigend. Zudem kam uns entgegen, dass Wind und Wellen eher bescheiden waren. Keine Berg- und Talfahrt. Normalerweise wurde der tägliche Generatortest eine Stunde nach Auslaufen durchgeführt. Heute war der Test offenbar keinem Crewmitglied wichtig: das bedeutete warten auf den Kaffee aus der luxuriösen Nespresso-Maschine. Endlich nach 2 langen Stunden wird der Test angeordnet und es duftet schon bald angenehm nach dem erlösenden Kaffee. Jeder Rudergänger muss sich konzentrieren und immer wieder das ganze sichtbare Sehfeld absuchen. Trotz Radar und AIS konnten wir die kleinen Fischerboote erst spät sehen, denn die meist aus Holz gebauten Boote sind weder auf dem AIS noch auf dem Radar sichtbar. Endlich – die Einfahrt zum Hafen von Bergen kam in Sicht. Nun hiess es Ausschau halten nach der Tankstelle, wir vermuteten sie dort wo sich viele Schiffe versammelten. Beinahe hätten wir sie übersehen, denn sie ist anfangs der Einfahrt steuerbord und gleicht in keinem Fall einer Tankstelle. Eher einer verlassenen und längst zur Erneuerung überfälligen Station mit zwei völlig verrosteten Zapfsäulen. Die Schläuche sind zu kurz um beide Einfüllstutzen erreichen zu können. Also hiess es Schiff wenden und neu anlegen. Während der ganzen Befüllung der Rolling Swiss II zeigte sich das Wetter von der Seite, wie es in Norwegen auch noch sein kann. Es schüttete wie aus Kübeln. Die Crew, die das Schiff festmachen musste war schon nach dem ersten Manöver völlig nass und musste das ganze noch einmal über sich ergehen lassen. Beide Tanks gefüllt stellten wir fest dass die 760 Pferdchen 405 Liter Prime-Diesel geschluckt haben, was einen Durchschnitt von rund 13,15 Liter pro Stunde bedeutete. Der Skipper übernahm, wie sich das gehört, das Ruder um „die letzte Meile“ zu fahren. Wir befürchteten schon im Paket in der dritten oder vierten Reihe liegen zu müssen, doch wir erspähten noch ein Stück freiliegende Hafenmauer direkt vor der Bruggn und direkt an der Wasserstation. Die Öffnung war gerade gross genug damit die Rolling Swiss II Platz hatte. Rolf plazierte sie in stoischer Ruhe in die Lücke mit einer Spatzung von hinten und vorne etwa 2 Metern. Lilo und Kathrin machten sich umgehend auf den Weg um die Hafengebühren an einem Automaten am Ende des Hafens zu begleichen. Wie es sich herausstellte, sollte dies kein einfaches Unterfangen werden. Der Automat verlangte die Immatrikulationsnummer und den Namen, welche sie selbstverständlich nicht dabei hatten und sie zurückeilen wollten. Glück im Unglück kam ein zufällig vorbeikommender Hafenbeamter zu Hilfe und meinte es brauche diese Angaben gar nicht. Stromplatzzuweisung, Zahlung, alles funktionierte, doch wo war der Beleg? Der Beamte schraubte den ganzen Automaten auf und druckte eine „manuelle Quittung“ mit der Folge, dass wir glauben 550 Kronen für zwei Nächte inkl. Strom bezahlt zu haben. Duschen und WC haben wir noch nicht gefunden, was uns aber wenig störte, denn die RS II ist ja mit allen Schikanen ausgerüstet, so dass wir uns mit der Suche Zeit liessen.

14.06. bis 15.06.13
Wir lagen nun also einen Tag früher als geplant im Hafen und gewannen so etwas Zeit um Bergen in aller Ruhe noch ein wenig erforschen zu können. Anschliessend wurde die Rolling Swiss II noch übergabefertig gemacht, so dass wir den Törn einerseits traurig, dass es schon vorbei war und anderseits voller Freude eine Woche auf diesem tollen Schiff erlebt zu haben, beenden konnten.

Es bleibt nur noch zu danken. Erstens an Rolf als Skipper, der immer und jederzeit die Ruhe und Gelassenheit behielt. Für die vielen guten und lehrreichen Tips und Tricks, sowie für die vielen Informationen, welche uns als zukünftige Skipper sicher helfen werden. Ein herzliches Dankeschön auch an Lilo als Co-Skipperin, auch sie gab uns vieles mit auf den Weg. Lilo zauberte zusammen mit Kathrin immer wieder herrliche Mahlzeiten aus der Kombüse, so dass für das leibliche Wohl der ganzen Mannschaft gesorgt war. Als Verfasser dieses Berichtes schaue ich auf eine erlebnisreiche, fröhliche, wunderschöne und in jeder Hinsicht gelungene Woche zurück und freue mich auf den nächsten Törn mit der Rolling Swiss II. Wer weiss, vielleicht wieder mit der selben Crew – wir waren ein gutes Team und ich kann sagen: „jederzeit gerne wieder!“
Bergen, 15.06.2013 gez. Markus


18.05 – 01.06.2013 Aalborg – Arendal – Stavanger

Langsam wird es Frühling in den norwegischen Schären

Skipper: Ernst
Crew:     Claudia, sickness Rudolf, cialis sale Sigrid, ampoule Werner und Akki

18.-25.5.2013 Aalborg – Arendal

Am 17.5. durften wir (nicht zum ersten Mal mit Scandinavian Airlines) einmal mehr feststellen, dass das Gepäck nicht mit uns umgestiegen ist… dank der Flugverbindungen zwischen Kopenhagen und Aalborg hat’s dann aber doch noch geklappt und wir (Ernst, Claudia, Rudolf, Sigrid, Werner und Akki) konnten am 18.5. bei strahlendem Sonnenschein inkl. Gepäck die Rolling Swiss II übernehmen. Wir fahren durch dichte Betonnung aus dem Limfjord in Richtung Asa. Die Fahrt zum Hafen wurde der Beschreibung im Hafenhandbuch gerecht – nur war die 2-Meter-Rinne leider nicht so gut ausgebaggert wie erwartet und hingen gleich am ersten Tag schon (zum Glück nur im Schritttempo) SB-seitig kurz in einer Sandbank fest. Nach wenigen Sekunden wieder frei, sind wir entsprechend vorsichtig in den Hafen eingelaufen. Gemäss Beschrieb ist der Wasserpegel des Hafens bei Ostwind trotz (oder gerade deswegen…) Einfahrt von Osten bis zu ½ Meter niedriger als gewöhnlich. Was wir erst für einen Übersetzungsfehler gehalten hatten, hat sich im Laufe des nächsten Tages leider als wahr herausgestellt. Auf Anraten der Fischer haben wir beschlossen statt um 10 Uhr erst am Mittag auszufahren – und konnten dafür in den „gewonnenen“ 2 Stunden noch das Wattenmeer bestaunen.


 
Damit dachten wir hätten wir die Gezeiten und Besonderheiten dieses Hafens genügend berücksichtigt – was wir allerdings nicht wussten war, dass wir nach der Hafenausfahrt nicht direkt in die Richtung der nächsten Boje hätten fahren sollen, sondern diese in einem Bogen hätten anfahren sollen. Plötzlich gab‘s einen Ruck – und der Steuerbordmotor fiel aus. Wir hingen wieder fest – nur leider war die Sandbank von Samstagnachmittag geradezu harmlos gewesen und der Nordwind drückte uns immer stärker auf die Sandbank. Nach einer Viertelstunde konnte Ernst die Rolling Swiss II mit dem Backbordmotor wieder frei-bewegen – worauf wir auf direktem Weg wieder in den Hafen zurückgefahren sind und beide Motoren im Standgas und eingekuppelt zu testen. Aufgrund des Geräuschs, das SB-seitig zu hören war, wurde nach Inspektion des Motors und der Beratschlagung mit Marc beschlossen das freundliche Angebot des äusserst hilfsbereiten Hafenmeisters anzunehmen und die Rolling Swiss II auswassern und von unten begutachten. Der örtliche Taucher war leider in den (vermutlich Tauch-) Ferien…

Die Inspektion ergab, dass im SB-Propeller eine kleine Delle vorhanden war – welche Rudi gleich an Ort und Stelle reparierte.

Weiter war der Widerstand beim Drehen des SB-Propellers höher als auf der Backbordseite – vermutlich war Sand in den Wellenblock eingedrungen. Daher haben wir diesen so gut als möglich ausgespült und beschlossen die Weiterfahrt (während der mittlerweile einsetzenden Flut) nach Frederikshavn zu wagen. Nach ausführlichem Manävertraining (wie immer wollte uns natürlich jemand beim vermeintlichen Anlegen unterstützen…) gings weiter nach Skagen. Am Dienstag hatten wir die Überfahrt nach Norwegen geplant – und bereits im Hafen den Radar in Betrieb genommen. Im Lauf des Tages sank die Sichtweite teilweise unter 1 sm – die perfekte Gelegenheit für Radar-Training…
In Norwegen mussten wir dann erst die norwegischen Seezeichen zu interpretieren lernen:

Dank dem mittlerweile schönen Wetter konnten wir auch endlich Jacken und Pullover verstauen und den Frühling und die norwegischen Schären geniessen:

Malerische Buchten, welche teilweise nur durch sehr enge Einfahrten zu erreichen sind, laden zum Ankern ein

Da die norwegische Saison erst am 1. Juni startet waren die meisten Häfen noch nicht auf Gäste ausgerichtet, Duschen und Internet noch nicht in Betrieb.
Nach dieser erlebnis- und lernreichen Woche genossen wir am letzten Abend in Arendal ein für norwegische Verhältnisse ausgezeichnetes Abendessen bei strahlender Sonne – aber leider noch nicht hochsommerlichen Temperaturen:

25.5.-1.6. Arendal – Stavanger

Nach dem durchzogenen Wetter der letzten Woche konnten wir am Samstagabend den Einzug des Sommers so richtig geniessen: Merci Petra und Jürg fürs Mitbringen der Sonne!

Auch am Sonntag konnten wir die norwegischen Schären noch von ihrer schönsten Seite geniessen,

auch wenn wir immer wieder an der Richtigkeit der Stromanzeige auf dem Kartenplotter gezweifelt haben:

Das berüchtigte Kap Lindesnes konnten wir bei leichtem Ostwind am Montag in geradezu Wunschbedingungen umfahren. Nach 2 Tagen konnten wir die norwegische Süd-West-Küste hinter uns lassen und die Fjorde zu entdecken beginnen. Gleich zu Beginn haben wir festgestellt, dass auch enge Durchfahrten unter Brücken für Norweger keinen Grund für eine Reduktion der Geschwindigkeit darstellen:

Den einzigen Regentag konnten wir dank Sjokoladeterapie und ausgezeichnetem selbstgebrannten Grappa verschmerzen:

Wieder bei strahlendem Sonnenschein konnten wir dann sogar noch die Grillsaison auf der wunderschönen Insel Boroyholman eröffnen:

bevor wir am Donnerstag noch die bis zu 500 Meter hohen „Berge“ des Lysefjords vom Boot aus bestaunen konnten.

Auf dem Weg nach Stavanger konnten wir sogar noch Delphine bewundern! Leider hat sich in Stavanger herausgestellt, dass dies kein optimaler Übergabeort ist – insbesondere nicht wenn die nächste Crew erst 1 Woche später das Schiff übernehmen kann. Alle Häfen bieten nur relativ wenig Platz und liegen mitten im Stadt- und Partyzentrum – wo die Rolling Swiss ungeschützt und unbeaufsichtigt jedem zugänglich wäre. Da der grosse Segelhafen einer Motoryacht partout keinen Platz für 1 Woche zur Verfügung stellen wollte, blieb uns nichts anderes übrig als einen Platz in der Werft auf der Insel Hundvag zu suchen. Zurück in der Schweiz haben wir dann mit Erstaunen und Erschrecken festgestellt, dass der Sommer offensichtlich erst im Norden von Europa Einzug gehalten hatte und sogar Bilder des guten Wetters in Skandinavien in der Zeitung erschienen sind… Die Crew: Ernst, Petra, Jürg und Akki.


11.05. – 18.05.2013 Aarhus – Aalborg

Vom nördlichen Palmenstrand in Frederikshavn bis zum Karneval in Aalborg, 235Nm

 
Skipper: Christian
Crew: François, Severin, Hanna und Jerzy
 

– 11.05.13 Samstag, Aarhus – Ebeltoft
Schiffübernahme mit nicht enden wollenden Checks, Adieu an die Schiff-verlassende Crew, die haben aber eine Menge Gepäck. Anschliessend Einkauf mit Taxi-Überbringerdienst, der Chauffeur traut seinen Augen nicht, 4 Personnen und soviel eingekaufte Ware, wie packe ich das alles in mein Taxi ein? Geschafft, wir sind zurück von unserer Einkaufstour. Jeder macht mit beim Verstauen und wir entdecken tausende Verstecksmöglichkeiten.
Später am Nachmittag, übernimmt der Skipper das Steuer und nach dem bilderbuchhaften Auslauf, endlich Fahrt nach Ebeltoft. über 20 Nm liegen vor uns, Fahrt 3 Stunden, wolkig, Regenschauer, kalt. Wir hatten auf wärmere Zeiten gehofft. Nun alle Mann an Deck, alle machen mit. Der Horizont wird aufmerksam überwacht, da viele High Speed Ferries unserere Route kreuzen. Nach dem Einlauf in den Hafen von Ebeltoft, 22Nm später, kommt endlich ein bisschen Sonne, aber es ist immer noch kalt. Wir gönnen uns als Abendessen, selbstverständlich nach dem Apéro, ein Fondue Chinoise.Spitze unsere kulinarische Reise.

– 12.05.13 Sonntag, Ebeltoft – Grenaa
Nach der ersten sehr ruhigen und erholsamen Nacht tauschen wir unsere ersten “Nachtgefühle” und Eindrücke aus. Erste Manöverübungen sind angesagt. Was macht der Wind? Stärke 2 – 4. Was macht das Wetter? kalt, Regen. Wir spüren nichts davon, voll mit unseren Übungen beschäftigt, anlegen, ablegen, Steuerbord, Backbord, mit Springer, ohne Springer, mit und auch ohne, vorwärts -, rückwärts fahren, usw. Hanna ist am Steuer, plötzlich ein riesen Knall, wir schrecken auf, einzig Hanna lässt sich nicht einschüchtern. Es ist ein Kanonenschuss, der aus dem Museumsschiff Fregatte Jylland kommt, genau um 12 Uhr. Nach getaner Arbeit gehen wir an Land und besichtigen das Museumsschiff Fregatte Jylland in Ebeltoft und selbstverständlich die Kanone ! Am Nachmittag wird die Route vorbereitet, 30 Nm. Wir brechen auf nach – Grenaa. Viel Wind, abends etwas Sonne, aber immer noch kalt, Überwachen der High Speed Ferries, zum Glück haben wir ein Plotter mit AIS und Radar. François prepariert uns Spaghetti Bolognese. Jerzy und Severin müssen die Route für morgen vorbereiten. Harte Übung, aber mit Jack Daniel’s geht das einfacher und schneller.

– 13.05.2013 Montag, Grenaa – Insel Anholt
Wieder sind Manöverübungen angesagt, was macht das Wetter? es verschlechtert sich. Wir entscheiden uns sofort auszulaufen da über 37 Nm vor uns liegen. Die vorgesehene Route können wir nicht fahren, zu hoher Wellengang, zudem weht der Ostwind uns um die Nase. Neue Route, wir lassen den riesigen Windmühlenpark (Sperrzone) auf der Backbordseite. Zirka 3 Stunden später, verschlechtert sich die Wetterlage. Windstärke 3 – 5, Kreuzwellen, Regen, kalt. Endlich können wir Anholt (östlich) ansteuern. Es geht mit 1400 rpm, SOG 6 -7 Knoten gegen den Wind und Seegang. Manchmal surfen wir – 13.7 Nm.
Am späten Nachmittag treffen wir im grossen leeren Hafen ein, nur 2 Schiffe. Wir beschliessen uns den Ort anzusehen, leer, ausgestorben, alles zu, die Touristen sind noch nicht da. Nun freuen wir uns auf das Abendessen. Der Skipper bereitet uns flambierte Krevetten mit feinen « Barilla Bavette Nr 13 » Nudeln zu.

– 14.05.2013 Dienstag, Insel Anholt – Insel Laesø
Die Wetterlage verbessert sich sehr langsam, wir entscheiden uns sofort nach Laesø auszulaufen, 56 Nm. Immer noch Regen, bitter kalt aber weniger Wind und ruhigere See. Während der Fahrt üben wir MOB. Bei ruhiger See, sehr einfach, jedoch unter diesen Konditionen nicht sehr einfach. Das Wetter verbessert sich, wir testen die Geschwindigkeit der Rolling Swiss II, 20 Kn, Klappen down, wir fahren Achter. Sonne in Laesø, kalt, windig, das Dorf ist ausgestorben.

– 15.05.2013 Mittwoch, Insel Laesø – Frederikshavn
Wir wollen Manöver üben, aber, schnell etscheiden wir uns für eine rasche Überfahrt, 21 Nm, da das Wetter sich erneut verschlechtert. Der Südostwind bläst das Boot gut voran. Bei starkem Wind und Wellengang muss die schmale Einfahrt in Frederikshavn gemeistert werden. Geschafft, ein bisschen Ruhe, Entspannung. Wir träumen von Sonne, Wärme und “dolce far niente”. Wir mieten Velos und fahren los in die nördliche Karibik zum Palmenstrand, ja in Dänemark, im nördlichen Frederikshavn. Auf dem Rückweg durch die Stadt stellen wir fest, dass ab 17 Uhr alles schon geschlossen und der Ort ausgestorben ist. Wo sind die Dänen ? und vor allem die blonden Däninnen ?

– 16.05.2013 Donnerstag, Frederikshavn – Hals,
Das Wetter hat sich beruhigt, es wird schön, um die 14 Grad und es regnet nicht mehr.
49 Nm liegen vor uns. Auf dem Weg nach Hals machen wir einige Ankerübungen. Der Wind wird wieder stärker, wir laufen in Hals ein.

– 17.05.2013 Freitag, Hals – Aalborg
Fast am Ende unserer Reise fahren wir 20 Nm durch den Limfjord. Wir kreuzen Frachter, Segelschiffe und ein Super Dreimaster.Unter der ersten Strassenbrücke schaffen wir es gerade wegen der Höhe unten durch aber an der nächsten Klappbrücke ist warten angesagt.Trotzdem geht es sehr schnell, da einen Frachter zur selben Zeit passiert. Willkommen in Aalborg. Wir glauben unsere Reise sei zu Ende, aber überhaupt nicht.
Der Skipper lädt uns zum Kaptain’s Dinner ins Jensen’s Bøfhus ein, dann los zum Alborg-Rio-Karneval

– 18.05.2013 Samstag, Aalborg Skundehavn
Am letzen Tag werden wir noch mit warmem Wetter und Sonnenschein belohnt.

Wir danken dem Skipper Christian und der Crew, François und Severin für diese tolle und lehrreiche Woche. Dank auch an Severin für die kulinarischen Spezialitäten. Wir alle haben die gesteckten Ziele erreicht, François, Hanna und Jerzy die notwendigen 100 Seemeilen für den Motorbootschein (Ergänzung zum Segelschein), Severin hat sein Ziel 1’000 Nm leider knapp verpasst, es fehlen noch 80 Nm.

Hanna und Jerzy


04.05. – 11.05.2013 Kiel – Aarhus

 
Und – bei frischem Wind gibt’s Appenzeller Fondue
 

Skipper: Hanspeter und Peter
Crew: Patricia, Werner, Bernhard und Severin

 

Am Freitagabend den 3. Mai 2013 trifft sich die Crew mit Skipper Hanspeter, Skipper 2 Peter, Patricia, Werner, Bernhard und Severin in Kiel im Yachthafen Düstenbrock auf der ROLLING SWISS ll.
Unser Ziel ist in einer Woche über Maasholm, Faborg, Svendborg, Samsø durch den grossen Belt nach Aarhus zu fahren.

Nach einem ersten Frühstück geht die Crew auf Grosseinkauf um für die ersten Tage ausgerüstet zu sein. Sobald die Vorräte verstaut waren bekamen wir eine Schiffsinspektion mit einer Sicherheitseinweisung.
Die erste Etappe wurde von unseren Skippern vorbereitet und führt uns nach Maasholm, ein deutsches Fischerörtchen.

Gemäss Tradition legt unser Skipper ab und übergibt nach den ersten Meilen das Ruder der Crew weiter.
Mit tollem Wetter fahren wir nach Maasholm. Kurz nach dem Anlegen hören wir über Kanal 16 ein Maydayrelay. Kurzzeitig werden alle etwas nachdenklich, später erfahren wir, dass es sich um ein Paar in einem gekenterten Katamaran handelte, welche aber glücklicherweise gerettet werden konnten.
Zum Abendessen genossen wir ein mitgebrachtes Appenzeller Fondue, passend zum frischen Wind.
Nach spannenden Diskussionen und einem halben Meter Mitternachtssalami krochen wir spät in die Kojen.

Am Sonntagmorgen übernahm Severin die Tagesskipperrolle und navigierte uns durch interessantes Gebiet, zuerst auf die Insel Nyø wo wir unter Anker frischen Rauchlachs genossen.
Ein kurzer Dingiausflug von Bernhard und Severin rundete den Nachmittag ab, wir lichteten den Anker und fuhren durch gut signalisiertes Fahrwasser nach Faborg.
Faborg eine kleine Stadt mit farbigen Häusern, offensichtlich die traditionellen Farben Ocker und Caput Mortum.
An Bord kochte uns Patricia wunderbare Spaghetti zum Abendessen.

Die nächste Etappe plante Tagesskipper Bernhard und führte uns über Aeroskoebing nach Svendborg.
In Aeroskoebing machten wir einen Mittagshalt mit kleiner Stadtbesichtigung, wieder schöne kleine farbige Häuser hauptsächlich in Ocker und in Rottönen bemalt. Wie schon Faborg wirken die Städtchen recht verschlafen, fast alle Geschäfte waren geschlossen.
Die Weiterfahrt führte wieder durch spannende Fahrwasser nach Svendborg.
Abendessen wieder an Bord, Lammcurry von Severin.

Am nächsten Morgen legten wir bereits um 0800 ab, um intensiv im Hafen von Svendborg An- und Ablegemanöver zu üben. Langsam werden alle mit dem Schiff vertraut und die Manöver klappen immer besser.
Tagesskipper Werner führt uns über Nyborg nach Kerteminde und weiter nach Kolbykaas auf der Insel Samsø.
Aufgrund der unsicheren Wetterlage vom kommenden Tag, beschlossen wir einen längeren Schlag bis Samsø zu machen, so hätten wir die Möglichkeit auf direktem Weg nach Aarhus mit ca. 40 sm zu machen.
Gegen 1800 machten wir im Hafen von Kolbykaas fest. Nachtessen an Bord, Rigatoni arrabiata al Bernardo.

Das Wetter zeigte sich auch am kommenden Tag moderat, so dass wir auf die andere Seite der Insel nach Ballen fuhren. Nach diesem kurzen Schlag hatten wir genug Zeit am Nachmittag während zwei Stunden im Hafen diverse Manöver zu fahren, Anlegen 45 Grad, Eindampfen in die Vorspring zum Ab- und Anlegen, rückwärts durch das Hafenbecken usw.
Zum z’Nacht bekamen wir einen vom Skipper wunderbar zubereiteten Fisch mit Ofenkartoffeln.

Der nächste Tag führt uns bis Mittag nach Ebeltoft, wo wir pausierten und ein Museumsschiff, sowie ein Marineaufklärungsschiff besichtigen konnten.
Weiter ging’s ans Ziel unserer Reise, nach Aarhus. Gegen 1800 machten wir im Yachthafen von Marselisborg fest. Abendessen an Bord, grüne Spargeln und Pouletbrust mit Nudeln.

Unseren Putztag wollten wir uns noch etwas mit Hafenmanöver versüssen, allerdings mit viel Wind, in den engen Wassergassen eine grosse Herausforderung. Nach einem kleinen Mittagessen im Hafenrestaurant, legten wir mit dem Putzen los.
Nach getaner Arbeit lud uns Hanspeter zum „Captainsdinner“ in ein tolles, trendiges Steakhouse in Aarhus ein. Auch ein letzter Malt in einer Bar durfte nicht fehlen.

Am Samstag übergaben wir das Schiff der neuen Crew mit Skipper Christian.
Es war eine super Woche mit vielen lehrreichen Meilen und Manövern mit einem grossartigen Skipper und einer ganz tollen Crew – wir kommen wieder.

Severin


27.04. – 04.05.2013 Croisière moteur CCS-LJ

Hambourg – Kiel, for sale par l’Elbe, shop l’Eider et le canal de Kiel

Equipage
Skipper :   Pierre-Alain
Second :   Patrick
Equipiers : Claude, Yves et Philippe

Bateau : Trader 42 « Rolling Swiss II ».

ROLLING SWISS II

Vendredi 26 avril 2013

Voyage en voiture de Bevaix, du Landeron et de la Neuveville jusqu’à l’aéroport de Bâle-Mulhouse où nous parquons l’auto. Puis trajet en bus jusqu’à la gare de Bâle où en attendant le train de nuit, nous nous restaurons au Bahnhofbuffet.

Bahnhofbuffet Bâle

Samedi 27 avril 2013 Hambourg-Cuxhaven

Hambourg - Cuxhaven

Après un voyage en train couchettes, nous arrivons en gare de Hambourg, transfert en métro et arrivée dans le port de City Hafen Hambourg.
Prise en mains du bateau, courses pour l’avitaillement et appareillage dans l’après-midi.
Nous commençons notre navigation sur l’Elbe sereinement, puis, petit à petit la pression monte car le fleuve en apparence si large devient bien étroit lorsque les gros porte-containers nous doublent…

Sur l'Elbe

Arrivée à la tombée de la nuit dans le port de Cuxhaven, station balnéaire réputée d’Allemagne du Nord, où nous passons la nuit.

Dimanche 28 avril 2013 Cuxhaven-Friedrichstadt

Cuxhave - Friedrichstadt

Après les ablutions, le Déjeuner et les tâches ménagères habituelles, nous appareillons en direction de l’Eider. A Cuxhaven, nous sommes presque en mer du Nord, mais il y a encore beaucoup d’alignements et d’endroits dangereux avant la bouée d’eau saine « Norderelbe ».
Nous avions prévu de naviguer jusqu’à l’île de Helgoland, mais le temps annoncé pour notre retour de l’île ne nous permettra pas alors d’entrer dans l’Eider. Nous y avons donc renoncé.
Les différentes marques latérales de balisage avant l’écluse de Tönning, nous font faire une multitude de virages. La maxime qui dit que, le plus court chemin entre deux points est la ligne droite, ne s’applique, ici, pas du tout…
Nous poursuivons notre navigation jusqu’à l’écluse de Friedrichstadt. Celle-ci franchie, nous nous amarrons dans le port « Yachthafen » de la ville.
Petit tour en ville, souper au resto et retour au bateau pour la nuit.

Lundi 29 avril 2013 Friedrichstadt-Rendsburg

Friedrichstadt - Rendsburg

Quelques ponts et écluses :

Quelques ponts et écluses

Navigation tranquille sur l’Eider avec l’aide des moutons marques latérales tribords…

Moutons marques latérales tribords .....

Passage sous quelques ponts et dans quelques écluses, puis après la dernière, entrée dans le NOK (Nord-Ostsee-Kanal) ou canal de Kiel, que nous suivons jusqu’aux alignements de l’entrée du port de Rendsburg.
Apéro au bistro du port pour fêter l’anniversaire de notre Brave Capitaine…
Repas au bateau et longue veillée en l’honneur de PAB.

Mardi 30 avril 2013 Rendsburg-Flemhudersee

Rendsburg-Flemhudersee

Matinée consacrée aux manœuvres de port.

Manoeuvres de port

Tout le monde y passe avec plus ou moins de réussite…
Appareillage après le diner et navigation jusqu’à Flemhudersee, plan d’eau où nous effectuons un mouillage à l’abri de l’agitation du NOK.
Mise en service et mise à l’eau de l’annexe. Découverte à tour de rôle du mouillage.

Nuit paisible à l'ancre

Nuit paisible à l’ancre.
Mercredi 1er mai 2013 Flemhudersee-Kappeln

Flemhudersee-Kappeln

Navigation sur le NOK jusqu’à l’écluse de Holtenau qui nous permet de pénétrer dans la Baltique.
En suivant les marques latérales et en prenant garde à l’important trafic maritime, nous nous dirigeons vers la zone de séparation du trafic que nous traversons le plus perpendiculairement et rapidement possible.

Le bras de mer de la Schlei

En suivant divers alignements, nous pénétrons dans le bras de mer de la Schlei.
Nous visitons en bateau le port de Maasholm où une belle vedette de secours est stationnée,

Vedette de secours à Maasholm

Et nous allons jusqu’à Kappeln, petite ville de la région, où nous accostons pour la nuit.

Apéro

Apéro, puis souper en ville.
Jeudi 2 mai 2013 Kappeln-Friedrichsort-Port du Yacht Club de Kiel

Kappeln- Kiel

Départ de Kappeln, navigation et exercice dans la Schlei et homme à la mer en Baltique.

Schlei

Navigation paisible jusqu’à Laboe, petit port où nous espérions faire le plein de carburant, mais, d’après les dires d’un marin, il n’y a plus de Diesel depuis une quinzaine de jours !!!???

Laboe

Nous retraversons le bras de mer jusqu’à Strande, et là, Super, nous trouvons du Diesel…
Ensuite, nous allons faire un mouillage à Friedrichsort dans le but de nous restaurer, nous reposer un peu et nous préparer à une navigation de nuit.
PAB nous a concocté un magnifique parcours de nuit en suivant toutes les lumières possibles des marques latérales, balises et autres marquages…

Parcours de nuit

A la fin du parcours, nous allons nous amarrer dans le port du Yacht Club de Kiel, emplacement où nous devons laisser notre Yacht…

Vendredi 3 mai 2013 Port du Yacht Club de Kiel-Hambourg-Bâle

Port du Yacht Club de Kiel

Journée de nettoyage et de voyage ; Déjeuner au bateau, rangements, grand nettoyage intérieur et extérieur, dîner au YCK, fin des nettoyages, qualification de l’équipage, passation de pouvoir à la prochaine équipe et voyage en bus, car et avion jusqu’à la maison…

Cette semaine fut pour nous tous, une semaine de formation, d’échanges, de découverte de nouvelles personnes et de franche camaraderie grâce la participation de tous et du grand savoir de notre skipper. A rééditer…