25.08. – 08.09.2012 Norrköping – Göteborg

Meeresfläche, discount Schäre, case See, site Aengnis und Kanäl

Skipper: Hanspeter und Florin
Crew : Suzanne, Ivo und Paulette

 

E 5-er Crew, bunt zämegmischt, d Kantönligrenze sin verwüscht,
isch in Klote zämeko, ufgstellt, gspannt und läbensfroh.

Hanspeter der erfahrene Skipper, Skipper 2 Florin mit Paulette
und schliesslich wir zwei, Suzanne und der Schreiber Ivo.

Dr Flug, e Busfahrt und scho simmer z Stockholm im Scandic – Hotelzimmer,
E Waggel denn dur d Altstadtgasse, bim „Peppe“ Spaghetti mit viel Rasse.
E Trunk, no ein, denn gohts ins Bett – en Afang, wie’s e Jede wett.

Am Tag druf denn per Bahn nach Norrköping, im Hafe Lindö stoht das Ding.
D Rolling Swiss, nid I nei II. D Vorgängercrew mit Seemannsbei
erwartet uns zum Schiffstransfer, wenn alles nur so eifach wär.

S het alles klappt, dr Törn isch gstartet und goht vora, toller als erwartet. Meeresfläche, Schäre, See, Aengnis und Kanäl, begleite uns – es goht nie fähl.

Trotz Rot/Grüen, Blinkliecht, Karte, GPS und Instruktione, tuet sich e Bligg in s Umfäld immer lohne.

So schippere mir bi jedem Wätter, bi Planigspanne vom Kanalbetrieber,
mit beschtem Könne unverdrosse und bi Lune, e jede Schwede.- oder Däneskipper tuet nur stune.
Göta- und Trollhättekanal, Vättern- und au Vänersee, hämer so erläbt und gseh.

So sind wir schliesslich bestens an unserem Ziel, Göteborg, angekommen – just nota bene, als Starkwind aufkam.

Zum Abschluss noch ein höchst verdientes Loblied auf die beiden weiblichen Crewmitglieder. Was diese täglich auf den Tisch gezauberet haben, war schlicht hohe Schule.

E jede Stärnkoch meinti ganz zerknirscht, hinter sine Töpf, Gable, Täller und Messer
„kei Chance me für mi, die Zwei sin eifach besser.“

Und ganz zum Schluss: Beschte Dank an unseri 2 Skipper. Si hän e tolle Job gmacht.

Suzanne und Ivo


18.08. – 25.08.2012 Stockholm – Norrköpping

Schärennavigation vom Feinsten

Skipper: Urs, Peter
Crew    : Marc-Henri, Andreas, Martin, Ernst

 

«Depuis Stockholm nous allons suivre la côte est en descendant vers Norrköpping. Notre croisière nous mènera à travers tout un chapelet d’iles (Schären) qui demande une navigation très attentive.» Dies die Ankündigung des Skippers im Törnprogramm CCS.
Im Einklang mit diesem Programm suchten wir unsere Route durch die Vielfalt der grossen und kleinen Schären und Kanäle, übernachteten in traumhaften Ankerbuchten und besuchten auch einige der zu dieser Jahreszeit schon ziemlich einsamen Yachthäfen. Insbesondere die Schären-spezifischen Anlegemanöver mit Heckanker (CQR 27 kg, aus der Bugkabine) und Bugleinen an den angebrachten Felsankern sind immer wieder ein besonderes Erlebnis. Das Wetter meinte es gut mit uns, Regen spärlich und meistens abends oder nachts, Tagestemperaturen um 20° C.
Die Crew:
Urs – Skipper mit riesigem Erfahrungsschatz, eifriger Brotbäcker
Peter – Skipper 2 als kurze Einlage in seiner monatelangen Skandinavien Reise, Dolmetscher
Marc-Henri – Er bringt das „savoir vivre romand“ an Bord ein
Andreas Hager -Immer auf Hochspannung, Maìtre grilleur
Martin – Der Arzt, zuständig für allfällige Bobos (nicht benötigt!), dankbarer Esser
Ernst – Bordkassier und Kolumnist


11.08. – 18.08.2012 Stockholm – Stockholm

Romantische Buchten mit spannenden Zufahrten

Skipper: Ruedi, Ludwig
Crew    : Jacqueline, Alena, Andreas und Patrick.

 

Einleitung vom Skipper

Kurz vor meiner Abreise nach Stockholm erreichte mich (Skipper) die Nachricht, dass die Rolling Swiss II vor Wochen einen Schaden an der SB-Antriebsschraube erleiden musste und ich zum Ende meines Törns in einer Werft nahe Stockholm, die von der CH aus anzuliefernden Schrauben, ersetzen soll. Ferner können wir auf unserem Meilentörn nur noch maximal mit 1’300 RPM fahren, das einer gemütlichen Rumpfgeschwindigkeit gleich kommt. Na ja, wenigstens war damit unser Spritverbrauch geregelt.
Unsere gesamte Crew nahm diese Botschaft gelassen entgegen und unter uns gesagt, wer darf denn schon auf einem Törn die RS II auch von unten betrachten? Wir jedenfalls wurden dazu eingeladen, aber mehr dazu später.

11.8. Schiffsübernahme und Fahrt nach Napoleonsviken

Für den Skipper, als begeisterter Segler und Naturliebhaber sowie auch Kenner der Schären war ganz klar, dass hier auch mit der Motoryacht nur noch geankert und an den Schärenfelsen festgemacht wird. Demzufolge war es für ihn auch selbstverständlich, dass das dazugehörende Werkzeug auf der RS II vorliegt.
Wenn der Skipper vorgängig aber das Inventar konsultiert hätte, na dann müsste er jetzt nicht in windeseile durch ganz Stockholm rennen um die Felsennägel sowie einen Heckbojenhaken, sozusagen in letzter Sekunde noch beschaffen. Trotz Taxirückfahrt kam er völlig verschwitzt aber erfolgreich glücklich mit dem notwendigen Werkzeug für die Schären an Bord.
Nach der Sicherheitseinweisung nahmen wir die Fahrt in südlicher Richtung auf und durchquerten die ersten schmalen Durchfahrten mit S-Kurs nach Napoleonsviken. Die Crew machte dabei ihre ersten handfesten Erfahrungen mit der RS II und der Skipper fühlte sich einmal mehr Zuhause angekommen – es ist einfach ein tolles Schiff.

12.8. Napoleonsviken – Rassavikar

Diese an sich schöne Fahrt mit SW-Kurs war grossmehrheitlich keine grosse Herausforderung an den Steuermann. Auf die nach Aspskär immer genauer werdenden Anweisungen von unserem Navigator, da vorne dann Steuerbord reinfahren, kam die nervliche Anspannung nicht nur beim Steuermann auf – denn es drohte der gesamten Besatzung die Luft weg zu bleiben. Erst genau querab der Wasserstrasse wurde die Herausforderung in vollem Ausmass abschätzbar, soviel Schiff und so wenig Wasserweg!
Jetzt galt es nur nirgends ankommen. Auf der SB-Seite scheint es mit einigen cm zu klappen und auf der BB-Seite? Es war nun eine völlig neue Erfahrung, denn da sah man nur noch grüne Insel aber kein Wasser. Nur mit Hilfe eines Crewmitgliedes, das noch Wasser zwischen Insel und Schiff meldete, konnte diese etwas enge Passage erfolgreich gemeistert werden.

Nach weiteren Unwegsamkeiten wie Untiefen, Steine und einer weiteren, jedoch breiteren Passage, wurden wir von der Natur belohnt – Rassavikar breitete sich vor uns aus.

13.8. Rassavikar – Trosa – Västerfjärden (Ringsö)

Nachdem wir uns während einer ganz stillen Nacht im Schosse der Natur vor einem Felsen erholten haben wird unser nächster Schlag in Angriff genommen. Nein nicht nach Süden auf das offene Meer sondern nach Norden in das Landesinnere. Noch mehr Natur wurde gefragt, noch mehr Seestrassenabzweigungen und -einmündungen. Die Hauptanforderung während diesem Schlag an den Navigator gipfelte in – bitte ja keine Insel verwechseln sowie ausnahmslos alle Seezeichen beachten und diejenige an den Steuermann – immer schön „Cool“ bleiben, denn die innere Ruhe ist bereits das hälftige Manöver. Nein nicht die Augen verschliessen sondern den Gefahren immer schön ins Auge sehen um sie erfolgreich zu meistern. Wir hatten an diesem Tag deren 5, nämlich für jedes Crewmitglied eine. Für den Steuermann am Steuer bzw. Maschinenantrieb eine echte Herausforderung die RS II schadlos durch die kurvigen Verengungen zu manövrieren.

Nach dem Trosabesuch steuerten wir am Nachmittag direkt zwischen den Inseln auf Ringsö zu und fanden einen wunderbaren Schärenfelsen um daran fest zu machen.
Nach unserer Ankunft herrschte wieder totenstille in der weit verzweigten Bucht, in deren Einbuchtungen sich die Schwedenboote versteckten. Nicht einmal unsere direkten Nachbarn auf SB- und BB-Seite waren zu hören bis zum absolut ultimativen Schock für die Schweden rund um uns herum. – Die Crew der Rolling Swiss II hatte nach dem anstrengenden Tag nämlich echt Hunger und musste kochen…….. – auf einem elektrischen Herd.

Unser „Geni“ ist zwar leise, war aber das einzige Geräusch in der ansonsten totenstillen Bucht. Postwendend fühlten sich die Schweden genötigt die Kommunikation mit uns aufzunehmen und konnten es auch Kopfschüttelnd nicht verstehen wie man auf einem Schiff elektrisch kochen kann.

14.8. Västerfjärden (Ringsö) – Utö S

Diesen Schlag haben wir, infolge zu erwartenden stärkeren Winden nicht wie ursprünglich auf offener See geplant, sondern änderten die Route sowie deren Ziele. Fortan navigierten wir wieder in der Abdeckung der Schären. Trotzdem konnte die Crew auch das stabile sowie kurstreue Verhalten der RS II bei Wellengang erleben, wenn auch nur für 2 Stunden.

In Utö angekommen probierten wir das in den Schären für die Schweden, nach den Felsnägel zweit wichtigste Werkzeug aus, nämlich der mobile Einweggrill.
„Smaklig måltid“ zu Deutsch „en Guetä“

15.8. Utö S – Säck

Die Inselwelt vor der Haustüre Stockholms begeisterte uns abermals und fand den Höhepunkt in der gegen alle Windrichtungen geschützten Bucht bei Säck.

16.8. Säck – Getfote

Einmal mehr war die Navigation nicht ganz einfach, denn die schönen grünen Inseln sahen sich alle gleich und waren nicht immer auf Anhieb, auch als Insel zu erkennen.

Dass Getfote keine Traumdestination ist wussten wir bereits im Vorfeld aber das ganz kleine Eiland lag rd. 5 sm NE von unserer Werft………. und verfügte auf seiner S-Seite über einen Sandstrand sowie eine Sauna.
Beides haben wir genossen und schauten den vorbeifahrenden Kreuzfahrtschiffen beim einlaufen in Stockholm zu.

17.8. Getfote – Werft – Stockholm

Wie ein schweizer Uhrwerk fanden wir uns um 09.00 h in der Werft ein, oder war es doch nur ein Schrottplatz? Der Skipper bestand darauf, dass unsere Navigation stimmte und suchten folglich in dem sehr rosthaltigen Gebiet nach Menschen. Die haben wir alsdann auch gefunden und bestätigten uns, dass wir hier schon am richtigen Ort sind nur – unsere aus der CH angelieferten Antriebsschrauben haben den Weg nicht gefunden und hängen immer noch am schwedischen Zoll.

Super…… auch das noch, so der Skipper! Die Kommunikationskanäle zu Marc (Schiffsverantwortlicher) und Verhandlungen mit der Werft liefen nun auf Hochtouren und fanden letztlich einen Weg zur Problemlösung.
Das Schiff soll aus dem Wasser genommen werden und die arg beschädigte SB-Antriebsschraube in dieser Fachwerft (also doch kein Schrottplatz) nach Vorgabe neu gerichtet werden. Ein Dankeschön an Marc und seiner Schiffsdokumentationen. Wir hatten nämlich vollständig beide Schraubenspezifikationen im Original an Bord.
Rund 3 Stunden später wurde die neu gerichtete Antriebsschraube, völlig neuwertig wieder an der RS II montiert. An dieser Stelle auch ein Dankeschön an die Werftmitarbeiter mit ihrer präzisen schwedischen Handwerkskunst, die wegen uns sogar noch Überstunden schieben mussten und trotzdem Spass an ihrer Arbeit hatten.

Die anschliessenden Tests unter Volllast auf Geräusche und allenfalls auftretenden Vibrationen verliefen erfolgreich und kehrten mit einiger Verspätung nun nach Wasahamn in Stockholm zurück.

Zum Schluss soll nicht unerwähnt bleiben, dass es ein gelungener, unbeschreiblich schöner, spannender sowie lehrreicher Törn mit einer super Crew gewesen ist.

Verfasst von: Skipper Rudolf in Kooperation mit der Crew. 1.9.2012/rz


04.08. – 11.08.2012 Turku – Stockholm

Schärenschnitt

Skipper: Marc
Crew :    Christoph, malady Marc, viagra Christian und Morten

 

Unter dem Titel „Schärenschnitt“ wird in der Oktoberausgabe des bekannten BOOTE-Magazins ein grosser Reisebericht über diesen Törn auf der MY ROLLING SWISS II erscheinen.

Unterwegs auf unserer Trader 42 waren neben mir als Skipper, pilule Christoph und Marc, unser Generalsekretär als Crew sowie das Reporterteam Christian Tiedt, Reiseredaktor und Morten Strauch, freischaffender Fotograf. (http://www.mortenstrauch.com) . Nach dem ersten gemeinsamen Törn im April 2011 im Solent und den beiden gelungenen Reportagen im BOOTE sind die Erwartungen von beiden Seiten hoch.

Am wichtigsten ist das Wetter! – Eine solche Reportage lebt von gutem Wetter – Während unsere persönliche Erinnerung das Wetter rückblickend schnell erträglicher gestaltet, sind die Bilder für einen Reisebericht gnadenlos! Auf jeden Fall liessen die Langfristprognosen hoffen.

Während unsere Deutschen Kollegen direkt nach Turku anreisten, haben wir drei Schweizer uns entschlossen, via Stockholm mit der Nachtfähre nach Turku überzusetzen. Eine perfekte Entscheidung! Auf dem Achterdeck, 30m über der Schärenwelt und bei perfekter Abendstimmung verschwindet der Alltag zuhause im Nu und die Vorfreude auf den Törn stellt alles andere in den Schatten.

Frühmorgens gehen wir in Turku bei leichtem Nieselregen und tiefhängenden Wolken von Bord der MS Galaxy. Wie war das mit den Wetterprognosen? Aber bereits bei der Schiffsübernahme kam die Sonne durch und als wir am Nachmittag die Leinen los warfen, waren wir alle sehr zufrieden. Es begann eine spannende, kurzweilige Woche, in der wir viele schöne Ecken der Schärenwelt von Finnland, den Ålands und dem Stockholmer Schärengarten entdeckten. Unsere Deutsch-Schweizer-Crew hatte viel Spass, spannende Diskussionen und dank den Erlebnissen von Christian und Morten in Alaska auch neue Träume für künftige Reiseziele.

Morten war fleissig mit dem Beiboot unterwegs, während die MY ROLLING SWISS II einige schöne Passagen hin und her befuhr. Einige tolle Bilder sind sicherlich im Kasten! Christian und Morten suchten an unseren Etappenorten immer auch den Kontakt zur lokalen Bevölkerung, Sehenswürdigkeiten oder Restaurants. Zum Beispiel in fand ich die beiden in Nagu, um 01:30 Uhr (nachdem ich meine Vorbereitungen für die nächsten Tage abgeschlossen hatte) in der Bar des lokalen Pizzaschiffs zusammen mit Marco, einem in Finnland lebenden Schweizer Studenten „einheimischen Mixturen“ degustieren.

Zum Abschluss verbrachten wir noch zwei Nächte im malerischen Schärengarten von Stockholm. Ein tolles Erlebnis in prächtiger Natur, das mit dem Erfolgserlebnis endete, dass Christian auf der Insel Säck bei tiefster Dunkelheit sogar Morten‘s Mobiltelefon wiederfand, das diesem tagesüber bei seinen ausgedehnten Streifzügen über die Insel irgendwo aus der Tasche rutschte… Dass der Akku leer war und man nicht einfach darauf anrufen konnte, sei hier noch als Nebensache erwähnt 😉

Liebe Freunde, herzlichen Dank für die super Woche! Danke speziell auch an Marc und Christoph für euren Einsatz. Ich freue mich auf die Reportage.

Für die Crew 08-2012-25, Marc Pingoud, Skipper