04.10.- 11.10.2014 Portsmouth – Portsmouth

Skipper: Marc
Crew: Frédéric, Max, Rico

Manövertörn im Solent

Das Rattern der Rollbags auf den Planken des Schwimmstegs in den Ohren. „Haslar Marina“ in Portsmouth – heisst der Ort, an dem wir an diesem Morgen die Rolling Swiss ll finden werden – Ein spannungsgeladener Augenblick.
Der Duft von Seetang hängt in der Luft – es ist ablaufendes Wasser. Die Steine und Spundwände im Hafenbecken sind vom Meerwasser getränkt. Der Himmel ist blau mit einigen Wölkchen. Mein Herzschlag leicht erhöht.

Da liegt sie – ruhig und schweiget. Die Rolling Swiss am Steg „H“ wie Hotel.
Crew geht – Crew kommt. Ein scheinbar eingespieltes Prozedere. Das Schiff ist schnell in unserer Hand. Die Kojen verteilt, Fixleintücher gestreckt und die ganze Crew an Deck.
Einkaufen. Bunkern. Sicherheitseinweisung usw – nein da war doch noch etwas! Was ist, wenn die Schwimmweste „aufpoppt“? – Das haben wir uns selbst gezeigt: man nehme ein Crewmitglied, eine Weste mit geladener Luftkartusche und etwas Raum rund um die Versuchsperson. Und natürlich Kameras bereithalten. One, two, three. Ein Popp, ein Zischen und in sekundenschnelle steht ein praller Kragen um unseres Kollegen Hals. Eindrücklich wie das klappt! Dazu gab’s dann noch etwas Theorie 😉

„Greenhorns und Spezialisten“
Jedes der Crewmitglieder war extrem „parat“ für diesen Törn – am meisten sicherlich unser Skipper. Denn jeder von uns hat natürlich auch seine „Greenhorn-Seiten“ mitgebracht; seine Mankos – ja deshalb sind wir ja da, um diese zu „stopfen“.
Der eine war wenig bis nie in Tidengewässern gefahren, der andere kam mehr oder weniger aus der Motorbootschule vom 500kg „Bootchen“ auf die 20 Tonnen Rolling Swiss. Ein weiterer war mit den hier vorhandenen Berechnungs- und Zeichenmethoden wenig vertraut – man stelle sich den Skipper dieses „Manövertörns“ vor. Pädagogisches Stretching bis zum Spagat ist wohl angesagt!
Und er hat dies mit Bravour bis zum Schluss gemeistert. …. Hilfreich war der allgegenwärtige Humor und die Freude – wir hatten’s oft so lustig!

Manövertörn war angesagt. Nach ersten Landungs- und Ablegemanövern, ging es darum einen Punkt, eine Boje auf dem offenen Wasser anzusteuern. Bojen gibt es im Solent viele. „Mary Rose“ gibt es nur einmal. Eine gelbe, kugelrunde soll es sein. Zum Glück haben wir uns nicht ganz die Zähne ausgebissen – der Menüplan hätte sich danach etwas einseitig gezeigt – aber diese „Mary Rose“ wollte uns nicht erscheinen! Ein Felsen-Fort vor Portsmouth ist uns quasi dazwischen gekommen. Dieses haben wir – die Rolling Swiss dankt – nicht umgefahren sondern umfahren. Jedoch gleichzeitig den Kurs und die Aussicht auf die sehnlichst erwartete „Mary Rose“ verloren.
In der Folge wurden wir immer besser im Finden von Bojen, unsichtbaren Punkten, Fendern. Im An- und Ablegen vor-, rück- und seitwärts – Mit einer, mit zwei Schrauben und ebenfalls mit der dritten Schraube des Bugstrahlruders. Man kann das Sprichwort vom Apfel in unserem Fall gut anpassen: „a maneuver a day, keeps the boat-doctor away“!

Dazu hat sich der herbstliche Solent von seiner bekannten Seite gezeigt. Sonnenschein wechselte mit Wolkenhang und gespenstischem Nebel. Auch hin und wieder etwas Regen war auf dem „Menüplan der Meteo“. Wind und Kälte hielten sich in Grenzen. Alles in allem hat uns auch hier die Rolling Swiss mit etwas Komfort wie Warmluft und Warmwasser nachgeholfen.

A propos Menüplan. Dieser liest sich wie eine halbe Weltreise. Neben gutem Frühstück und mannigfaltigen „Quicksuppen“ am Mittag, wurden diverse kulinarische Landungen gemacht:
Von Chinesisch nach scharf Indisch, über ein Fondue an Bord zu Fish and Chips und fantastisch, englischen Pubs – ein must für jeden Besuch im Solent. Tipp: „Soup of the Day“ vom Pub „the Bugle Coaching Inn“ im Dorfkern von Yarmouth; am Chemine-Feuer in einer der verschiedenen gemütlichen Ecken. Real British!

„A breath of offshore“ atmeten wir an der West-Spitze der „Isle of Wight“ ein. Zum Auf- und Abschaukeln der Rolling Swiss im Ärmelkanal zeigten sich uns die kreide weissen „Needles“ in der Brandung. Zwei kleine Fischerboote, welche vielleicht den „Haddocks“ (Schellfisch) lauerten, die wir abends auf unseren Tellern fanden – wer weiss?
Neben diesen Bildern bleibt bei jedem von uns ein verborgener Schatz an Bildern hängen. Bei mir sind es die zahlreichen Tiden umspülten Flussdeltas des Solent: wie River Hamble, River Itchen, River Newtown, Beaulieu River… Aber auch die zahlreichen Berufs- und Arbeitsschiffe bei Tag- und bei Nachtfahrt.
Da wäre noch eine Seltenheit zu erwähnen: „Drei Schwestern im Blitzlichtfeuer“. Nicht etwa die Schwestern von „Mary Rose“, nein, zwei Schwestern unserer Rolling Swiss ll gaben uns die Ehre.
Ein kurzes „Stell-Dich-Ein“ von drei identischen Exemplaren der Trader 42 mitten auf See. Drillinge quasi. Und auf jeder steuert ein Skipper mit Freude durch die Heckwellen der Schwester-Boote. Sprudel hinter den Booten und Spitzbuben-Freude auf den Gesichtern der Steuermänner. Der Fotosession folgte ein Interview mit einem britischen Journalisten – ein weiterer Medienbericht, bei dem die Rolling Swiss in gutem Licht steht.

River Hamble – Universal Marina. Sauber geputzt und gut vertäut liegt sie da. Still und schweiget. Im Kielwasser der Woche ein Track auf der Seekarte, der einem Schnittmuster-Plan ähnelt. Hin und her, zick und zack, wie ein Stern in den Wassern des Solent.
Merci Rolling. Merci CCS. Merci Kollegen.

Rico


20.09. – 27.09.2014 Portsmouth – Portsmouth

Skipper: Rolf und Christoph
Crew : Ruedi, Martina, Tiffany und Roman

Unterwegs mit dem „Männerspielzeug“, welches auch unseren Mädels ein Lächeln ins Gesicht zauberte

Unsere Crew

Ausgeschrieben war es als Reiseturn mit Start- und Zielhafen Portsmouth. Eine Woche Dauer, ca. 100 Seemeilen und die Strecke nach Absprache wählbar. Hört sich schon mal sehr gut an. Die Wettervorhersage kündigten gutes Wetter an und wir freuten und auf eine gesellige Woche.

Zum Organisatorischen: Unser Skipper Rolf wünschte im Voraus von jedem ein Menu, welches auf dem Boot zubereitet wird. Bei 6 Personen macht dies nach Adam Riese 6 Mahlzeiten.

Anreise war am Freitag per Zug mit Endbahnhof Portsmouth. Danach eine kurze Überfahrt mit der Fähre nach Gosport und Übernachtung im „Guesthouse Acon“

Samstagmorgen zur Stärkung ein englisches Breakfast und um 9 Treffen am Steg mit Bootsübernahme.
Erstmal war Einkaufen angesagt. Martina und Ruedi hatten gute Vorarbeit geleistet und wir kurvten mit einer Liste bewaffnet durch den Supermarkt.
Das Auffinden der Lebensmittel war ein richtiges Abenteuer. Sehen doch viele Verpackungen nicht so aus wie bei uns.

Ist das Apfelmus oder was?

Warum gibt es nur keinen Migros in Gosport? Für 6 Personen die richtige Menge abzuwägen gestaltete sich auch schwieriger als erwartet.

Einkaufen in Gosport

Nachdem wir den Einkauf für gefühlte 3 Monate auf dem Boot gut verstaut hatten, gab es eine ausführliche Einführung und danach hiess es „Leinen los!“
Jeder von uns durfte mal an Steuer um ein Gefühl zu bekommen, wie sich das Schiff verhält. Für die kommenden Tage war dies sehr hilfreich.

Sonntagmorgen Briefing um Punkt 10 Uhr, geführt vom Skipper II Christoph. Die vorbereitete Route wurde erklärt, mögliche Gefahren besprochen und Massnahmen erwähnt.

Briefing mit Routenbesprechung

Aufmerksames Zuhören war von Vorteil, da jedes Crewmitglied auch einmal Tagesnavigator sein durfte.

Motoren an und geführt von Navigator Christoph das Tagesziel Bucklers Hard angesteuert.
Der Verkehr im Hafenbereich von Portsmouth fordert stetige Aufmerksamkeit. Fahren doch vom Kanufahrer bis zur grossen Fähre alle Schiffe im sehr schmalem Fahrwasser.

Kanufahrer in Gosport

Rush Hour im Kanal

Vorbei an Cowes und Gurnard bogen wir in den wunderschönen Beaulieu River ein, um die malerische Landschaft zu geniessen.

Ein Panorama zum Geniessen

Wir legten in Bucklers Hard an und gingen gemeinsam an Land um am regen Dorftreiber teilzunehmen.

Häuserreihe Bucklers Hard

Wollten wir doch ein richtig englisches Pub besuchen und gemütlich zusammen anstossen. Vorwarnungen zufolge sei das englische Bier ungeniessbar und ein Auge auf Importbier zu empfehlen. Diese Erfahrung konnten wir gar nicht teilen, denn das Bier war sehr gut.

Montagmorgen und Petrus meinte es noch immer gut mit uns. Auch das Klischee in England regne es immer konnten wir über Bord werfen.

Sonnenaufgang in Bucklers Hard

Wieder den Fluss runter an vielen Schiffen vorbei und einige „wow“ und „schau mal“ später bogen wir ab, um den Leuten in Hafen des River Humble „hoi“ zu sagen.
Rolf wusste ein schönes Fleckchen um an die Boje zu gehen und wir fuhren in den Newton River ein. Die Einfahrt ist besonders schmal und die Ansteuerung sollte möglichst genau und mittig erfolgen.

Ansteuerung Newton River

Das Wetter war noch immer sehr schön und bei einer Wassertemperatur von 20 Grad, wollten einige von uns die Gelegenheit nutzen.

Baden im Newton River

Beim Schwimmen war die Strömung sehr gut zu spüren und da David Hasselhof gerade anderswo in den Ferien ist, sorgten wir mittels Fender und Hilfsleinen vor.

Wir lagen nun total abgeschieden an einer Boje ohne Landstrom, draussen ein malerisches Panorama und einen riesen Hunger. Nur gut hat die Rolling Swiss einen Generator an Bord. „Rolf, schmeiss an das Ding, wir wollen kochen!“

Dienstag wollten Tiffany und Roman einige Meilen für Ihren Hochseeschein holen und überredeten Rolf ein wenig auszuholen und nordöstlich bis auf Höhe Cowes zu fahren. Dort drehten wir um und fuhren an Yarmouth vorbei zu den Needles. Die Needles sind eine Gruppe von drei Felseninseln aus Kreide wenige Meter vor der Westspitze Needles Point der Isle of Wight vor der Südküste Englands.

Needles

Auf dem Rückweg hiess es auf einmal: „Ist auch alles wirklich seefest?! Nun alle auf Deck! Jetzt wird Sprit verbraten.“ Hebel nach vorne und ab geht’s. Die Motoren heulen auf und breites Grinsen macht sich breit. Daran könnten wir uns gewöhnen, doch leider ist keiner von uns ein Ölscheich.

Volle Fahrt voraus

Danach ging es in den Lymington River, wo es mit dem Fährenverkehr sehr eng zu und her geht.

Wir legten in der Berton Lymington Marina an und machten grosse Augen. Was uns dort für sanitäre Anlagen erwarteten, ist auf 5***** Niveau.

Aber es kam noch viel besser. Ruedi kramte ein Fondue Caquelon hervor und Christoph zauberte ein Schweizer Fondue hervor. Die Stimmung war sehr gut und die Nacht dementsprechend sehr kurz.

Schweizerabend mit Fondue

Und schon war es Mittwoch … huch wie schnell die Woche vergeht. Leider viel zu schnell. Zwischenetappenziel war Yarmouth, wo wir einen Stadtbummel mit anschliessendem Restaurantbesuch unternahmen.
Was steht da nur auf der Speisekarte? Der Teller vom Nachbarstisch sieht lecker aus. Kurzerhand 6 mal das Gleiche bestellt und voll ins Schwarze getroffen. Fish&Chips waren sehr lecker und eine riesen Portion. Nur gut bestellten wir „small“.

Die Strömung im Hafen war sehr stark und wir wollten gut schlafen. Kurzerhand fuhren wir wieder in den Newton River herein. Hier lässt es sich aushalten dachten wir und der Generator hatte schon wieder das Nachsehen. Während wir es uns wie auf einer Kreuzfahrt gut gehen liessen (Diät wird nächste Woche gemacht), ging die Sonne unter und ein sternenklarer Himmel leuchtete über unserem Deck.

Abendstimmung im Newton River

Mit strahlendem Sonnenschein läutete der Donnerstag ein und wir nahmen Fahrt auf mit Ziel Cowes. Anscheinend waren wir nicht die Einzigen, die an diesem Tag dorthin wollten. Reges Treiben im Hafen, dazu noch eine Kettenfähre die uns quer passieren kann. Vorsicht war geboten und jeder sperrte die Augen auf.

Kettenfähre in Cowes

Vom kleinen Ruderboot bis zur Autofähre, ist dort alles unterwegs. Auch war die Strömung auflandig und für einfachere Anlegemanöver fuhren viele den Hafen hoch, um oben zu wenden und gegen den Strom anzulegen.

Wenden in Cowes

Kaum hatten wir angelegt, fuhr eine grosse Segelyacht mit nur 2 Personen Besatzung daher. Ein Ehepaar aus Australien mit einem 65 Fuss Schiff, welche schon 3 Jahre die Welt bereisen. Unser Skipper zeigte sich als besserer Diplomat als die Leute aus Bern und so durften wir das Schiff besichtigen. Lee und Andrew nahmen sich sehr viel Zeit um uns Ihr „Haus“ zu zeigen und erzählten auch, was sie auf ihren Reisen so erlebt haben.

Bootsbesichtigung X-Yachts

Freitag und leider auch schon der letzte Tag auf dem Boot. An vielen Wasserfestungen vorbei fuhren wir wieder in den Hafen von Portsmouth ein. Das Schiff wurde von oben bis unten geputzt und die Inventarliste abgearbeitet. Danach übergab Rolf das Boot dem nachfolgenden Skipper und wir gingen auswärts Abendessen. Martina hat doch die Küche auf Hochglanz poliert und wir wollten das Schiff pinkfein abgeben.

Samstag hiess es früh aufstehen, auspuffen und auf den 9 Uhr Zug mit Ziel Flughafen London Gatwick.
Gemeinsam flogen wir alle nach Basel, wo wir uns voneinander verabschieden mussten. Schade ist es schon wieder vorbei.
Die Reise wird uns jedoch noch lange in Erinnerung bleiben.

Besten Dank für die tolle Zeit mit euch allen, ich hoffe wir sehen uns bald wieder.

1.10.14 Roman


13.09. – 20.09.2014 Le Havre – Portsmouth

Skipper: Werner und Guido
Crew: Stefan, treat Marcel, ailment Bruno und Francisco

Meilentörn im Ärmelkanal

Auf unserem Törntreffen hatten wir beschlossen, thumb die Anreise nach Le Havre mit der Bahn zu bewältigen. Am Abfahrtstag trafen wir uns alle am Hauptbahnhof in Zürich und bestiegen den TGV Richtung Paris. In Paris wechselten wir mit der Metro zu einem anderen Stadtbahnhof, von welchem unser Anschlusszug nach Le Havre abfuhr. Der Bahnhofwechsel erfolgte ohne Probleme. Alle waren bester Stimmung und freuten sich auf die Ankunft in Le Havre. Leider musste unser Zug aber einen unplanmässigen Stop kurz vor Le Havre einlegen, ein technischer Defekt an einer Zugtür verhinderte die Weiterfahrt. Alle Zugpassagiere mussten aussteigen und auf dem Bahnsteig auf den nächsten planmässigen Zug nach Le Havre warten. Dieser fuhr rund 60 Minuten später am Bahnhof ein und wir konnten unsere Reise fortsetzen. Nach der Ankunft in Le Havre bezogen wir nach einem kurzen Fussmarsch unsere Hotelzimmer. Unseren ersten gemeinsamen Tag liessen wir mit einem kleinen Apéro und einem Nachtessen ausklingen.

Am nächsten Morgen machten wir uns auf zum Hafen und trafen dort zur verabredeten Zeit an der Rolling Swiss II ein. Der Tidenhub in diesem Gebiet ist beeindruckend, der Steg lag mehrere Meter unter dem Niveau des Hafenkais. Unser Skipper übernahm das Schiff und ein Teil der Crew organisierte die Bordeinkäufe. Schon beim Einkaufen kam uns die Menge der zu besorgenden Lebensmittel und Getränke sehr reichlich vor, wir hielten uns aber an die Empfehlungen unseres Skippers und machten nur bei einigen Positionen Abstriche. Nachdem wir den mehr als einen halben Meter langen Einkaufsbeleg in Empfang genommen hatten, den Proviant in vier Einkaufswagen verstaut hatten, machten wir uns auf den beschwerlichen Rückweg zum Hafen. An einigen Stellen konnten die Einkaufswagen nur durch gemeinsame Anstrengungen auf den Bordstein gewuchtet werden. Am Ende des Törns sollte sich zeigen, dass wir noch einige Zeit mit unseren Vorräten ausgekommen wären. Der Rest des Tages war geprägt von der Sicherheitsunterweisung, der Vorbereitung des ersten Schlags nach Cherbourg und einem gemeinsamen Nachtessen.

Am Sonntag legten wir um 07:00 Uhr ab, die Fahrt nach Cherbourg war geprägt von leichtem Wellengang und mässigem Wind. Ein Teil der Crew musste sich erst noch an die Bewegungen einer Motoryacht bei Wellengang gewöhnen, was aber allen hervorragend gelang. In Cherbourg angekommen wurde uns ein seitlicher Liegeplatz zwischen zwei Motoryachten zugewiesen, in diesen liessen wir uns mit Wind von Steuerbord hineintreiben und lagen nach wenigen Minuten fest und sicher mit der Backbordseite am Steg. Ein nicht alltägliches Anlagemanöver, es hat uns gezeigt wie der Wind auch mit einer Motoryacht genutzt werden kann. Am Abend blieb unsere Suche nach einem freien Restaurantplatz erfolglos. Ganz Cherbourg schien sich gegen uns verschworen zu haben. Wir entschieden uns für Pizza zum Mintnehmen. Ein Nachtessen an Bord mit Pizza und einem guten Glas Rotwein, wir waren alle zufrieden und freuten uns auf den nächsten Tag.

Nachdem wir am nächsten Morgen im Hafenbecken von Cherbourg einige Manöver geübt hatten, den Kindern und Jugendlichen mit ihren Optimisten Platz machten für die Rückkehr an den Steg, machten wir uns auf nach Alderney, unserem nächsten Ziel auf der Reise nach Portsmouth. Unterwegs hiess es plötzlich Wal in Sicht, ob es wirklich einer war? Wir haben es zumindest im Logbuch erwähnt. Am späten Nachmittag kamen wir in Alderney an und machten dort an einer Boje fest. Unser Smutje bereitete uns ein sehr leckeres Abendessen, wir alle waren begeistert. Wir hatten noch einige Male Gelegenheit seine Kochkünste zu bewundern.

Am Dienstag legten wir sehr früh am Morgen ab. Die Vorbereitung des Schlags Richtung englischer Küste zeigte, dass unter Berücksichtigung der Gezeiten und Gezeitenströme wir gegen 05:30 Uhr ablegen sollten. Mit gehörigem Ausguck und Radarunterstützung machten wir uns auf den Weg. Die Fahrt verlief ruhig, unterwegs hatten wir Gelegenheit Mann-über-Bord Manöver zu üben. Am Nachmittag erreichten wir schliesslich die Needles, drei längliche Kreidefelsen, welche den westlichsten Abschluss der Südküste der Isle of Wight bilden. Durch den Solent ging es weiter Richtung Cowes, der Segelhauptstadt der Insel und Sitz des Clubs Royal Yacht Squadron (RYS). Dieser Club gilt als der altehrwürdigste Yachtclub Grossbritanniens, gegründet 1815 in einer Kneipe in London. Cowes war unser Ausgangs- und Zielhafen für die nächsten 2 Tage. Einige Crewmitglieder nahmen die Gelegenheit war und erkundeten die Einkaufsmeile. Sie waren begeistert von dem Angebot, die prall gefüllten Einkaufstaschen mit Markenlogos verschiedener Hersteller von Wassersportbekleidung waren Beweis genug.

Der Mittwoch war geprägt durch eine Rundfahrt um die Isle of Wight, wir waren schliesslich auf einem Meilentörn. Im Solent hiess es gehörig Ausguck halten, Grossschifffahrt und Schnellfähren erforderten vom Navigator und Steuermann höchste Aufmerksamkeit.

Am darauffolgenden Tag waren unsere Ziele Lymington, der Hamble River und der Hafen von Southampton. Dort war gerade eine Bootsaustellung. Das Erscheinen der Rolling Swiss II wurde von der Trader-Werft bemerkt und sogleich über die Internetnetzwerke der Öffentlichkeit mitgeteilt. Nachdem wir wieder sicher im Hafen von Cowes festgemacht hatten, ging es am Abend mit dem Wassertaxi zu einem gemütlichen Pub. Eine sehr gute Empfehlung unseres Skippers.

Am Freitag morgen legten wir ab Richtung Portsmouth, unserem Zielhafen und grössten Stützpunkt der englischen Marine. Diesen erreichten wir nach einer kurzen Fahrt. Nach der Schiffsreinigung hatten wir Gelegenheit Portsmouth zu besichtigen. Ein Teil der Crew tätigte Einkäufe in der Shopping Mall, der andere Teil besuchte das königliche Marine Museum. Dort kann die HMS Warrior besichtigt werden, das erste hochseetaugliche Kriegsschiff mit eisernem Rumpf. In einem Trockendock liegt die HMS Victory, das Flaggschiff von Vizeadmiral Nelson in der Seeschlacht von Trafalgar. Es ist auch heute noch das offizielle Flaggschiff der englischen Marine und damit das älteste sich in Dienst befindliche Kriegsschiff. Unser letztes gemeinsames Nachtessen genossen wir in einem gemütlichen Restaurant.

Am Samstag fuhren wir nach der Bootsübergabe mit einem Sammeltaxi nach London, von dort aus reisten wir individuell zurück Richtung Schweiz.

Der Törn hat uns allen viel Spass gemacht. Nicht vergessen werden wir die zahlreichen, mitgebrachten elektronischen Gadgets an Bord. Es war anspruchsvoll und lehrreich für uns, in Gewässern mit ausgeprägten Gezeiten und Gezeitenströmen zu navigieren. Unser Skipper hat mit seiner Erfahrung und seiner ruhigen Art sehr zum Gelingen des Törns beigetragen. Und Meilen haben wir auch genug gemacht!

Guido


06.09. – 13.09.2014 Paris – Le Havre

Skipper: Johannes und Micheline
Crew: Peter, cialis Marie-Louise, Marc

Gemütliche Flussfahrt auf der Seine

Am Samstag ist die Crew vollzählig in Paris eingetroffen. Das Wetter ist toll und Paris zeigt sich von seiner schönsten Seite. Nachdem wir das Schiff startklar gemacht, die Sicherheitsanweisungen besprochen und Lebensmittel gebunkert hatten, ging es los auf Stadtbesichtigung. Unser Ziel war die Kirche Sacre Coeur. Von dort hat man einen wunderbaren Ausblick über die Stadt. Auch am Abend hat Paris viel zu bieten und die ganze Stadt ist belebt.

Am Sonntag starteten wir unseren Törn und fuhren mit der Rolling Swiss II auf der Seine, entlang an allen grossen Sehenswürdigkeiten von Paris. Dies war ein unbeschreibliches Gefühl, neben den gut gefüllten Touristenbooten als eigener Kapitän durch die Stadt zu fahren.

Ausserhalb von Paris fuhren wir oftmals längere Strecken alleine auf der Seine. Es war eher eine Seltenheit, dass uns ein Transportschiff begegnete. Unser erstes Ziel war Conflans, ein kleiner Ort mit viel Charme. Von dort ging es weiter nach Vernon, wo wir die Residenz und die Gärten des Malers Claude Monet besuchten. Dies ist eine wunderschöne Anlage und jederzeit einen Besuch wert.

Unser nächstes Ziel war Rouen, wo wir zwei Nächte blieben. Die Stadt hat einige Sehenswürdigkeiten und eine sehr schöne Altstadt zu bieten. Auf der Strecke von Rouen nach Le Havre machten sich nun die Gezeiten deutlich bemerkbar und die Rolling Swiss II musste eine ganze Weile gegen die Flut ankämpfen, was mit den starken Motoren natürlich problemlos verlief. Nach einer knappen Woche gemütlicher Fahrt auf dem Fluss war es für uns ein Vergnügen, dass wir für die Einfahrt in den Hafen von Le Havre einen Abstecher aufs Meer machen mussten. So konnten wir bei schnellerer Fahrt und etwas Wellengang doch noch Hochsee-Feeling schnuppern.

Im Hafen von Le Havre hatten wir das Schiff dann am Schwimmsteg festgemacht. Hier konnte man die Höhenunterschiede aufgrund der Gezeiten deutlich erkennen. Am Abend gönnen wir uns zum Törnausklang nochmals ein gemeinsames Nachtessen.

Dieser Törn war sehr abwechslungsreich: gemütliche Fahrt auf dem Fluss bei Sonnenschein, Schleusen, Gezeiten, Meer und Wellen, schöne Ortschaften und Sehenswürdigkeiten. Es war eine super Woche mit vielen Erblebnissen und toller Kameradschaft auf dem Schiff.


30.08. – 06.09.2014 Le Havre – Paris

30.08.2014 – 06.09.2014

Le Havre – Paris

Skipper: Peter und Christoph
Crew: Priska, Peter und Kristina

Die Seine von ihrer schönsten Seite

Nach einer leidlich gemütlichen Fahrt im TGV von Zürich nach Paris, wo wir das reservierte Mietauto übernahmen, erreichten wir nach einer ca. 2-stündigen Fahrt Le Havre, den Ausgangspunkt für unseren Seine-Törn. Da wir das Boot erst am Samstag übernehmen sollten, blieb noch etwas Zeit für einen kurzen Stadtbummel sowie ein gemütliches Abendessen, um uns auf die französische „Joie de Vivre“ einzustimmen.

Peter, unser Skipper, und Christoph als Skipper 2 regelten die Bootsübergabe bereits am Freitag, so dass wir übrigen, Peters Frau Priska, ihr Vater Peter und ich, Ehefrau von Skipper 2, am Samstagmorgen gleich die Rolling Swiss II entern konnten.

Nach erfolgter Sicherheitsinstruktion durch Christoph fuhren wir gleich los. Leider war uns das Wetter nicht milde gestimmt, so dass die kurze Überfahrt übers Meer etwas stürmisch geriet und vor allem Priska und ich mehr als erleichtert waren, die ruhigen Binnengewässer der Seine zu erreichen.

Die erste kurze Fahrt führte uns ins wunderschöne, mittelalterlich angehauchte Honfleur, wo wir den Proviant für die nächsten Tage bunkerten. Am nächsten Tag planten wir eine relativ lange Etappe bis nach Rouen, deshalb war früh Tagwache angesagt. Unser Plan ging aber leider nicht auf, da wir wegen einer defekten Schleusenanlage gezwungen waren, aufs Hochwasser zu warten, was unsere Abfahrt um einen halben Tag verzögerte! Dadurch hatten wir aber die Möglichkeit, das pittoreske Honfleur etwas besser zu erforschen.

Glücklicherweise erwies sich die Fahrt nach Rouen kürzer als ursprünglich angenommen, so dass wir unseren Reiseplan einhalten konnten. Nach einer Besichtigung von Rouen’s Altstadt und der beeindruckenden Kathedrale nahmen wir am nächsten Tag weiter Fahrt auf, welche uns in den nächsten Tagen über Poses, Les Andelys, Vernon nach Le Port de l’Ilon führte, wo wir das Boot auftanken konnten und einen Tipp bekamen, einen Abstecher auf die Oise nach Port Cergy zu machen. Der Tipp war goldrichtig und der Abend im mediterran angehauchten Port Cergy einer der schönsten dieses Törns.

Die nächste Station hätte zugleich unsere Endstation sein sollen: Paris Arsenal! Es erwies sich jedoch als etwas schwierig, dort unterzukommen, weshalb wir eine Nacht im ca. 24 km entfernten Port Van Gogh verbrachten. Nach etwas Überzeugungsarbeit gelang es uns schliesslich doch, am nächsten Tag im Hafen Paris Arsenal einen Platz zu ergattern, was vor allem für die Bootsübergabe von grossem Vorteil war.

Nach 7 Tagen und insgesamt 7 (!) Schleusen auf der Seine am Eiffelturm vorbei ins Zentrum von Paris einzufahren war ein einmaliges und absolut beeindruckendes Erlebnis und somit würdiger Abschluss eines unvergesslichen Törns!


23.08. – 30.08.2014 Saint Malo – Nantes

Skippper: Hanspeter und Andreas
Crew: Lisa, cialis sale Thomas, Jacques und Michael


Eine Fahrt ins Übungsgebiet des Theoriekurses

22.08.2014 Basel – Nantes – St. Malo
Am Freitag treffen sich 4 von 6 Teilnehmer am Flughafen Basel-Mulhouse und reisen von Basel nach Nantes. In Nantes haben wir ein Auto gemietet, und so sind wir rasch in St. Malo, ganz ohne Hilfe von GPS. Im Hotel treffen wir die andere 2 Crew Mitglieder, wir sind komplett. Gemeinsam essen wir in einem Restaurant und lernen uns so ein bisschen kennen.

23.08.2014 St. Malo
Am Morgen begeben wir uns zum Hafen und übernehmen die Rolling Swiss II. Wir beschliessen, erst am Sonntag auszulaufen. Für heute stehen das Einkaufen, die Befestigung des Davits mit Leinen an der Reling des Achterdecks, die Verstauung des Aussenbormotors des Dingis im Maschinenraum, die Instruktion des Skippers II über die sicherheitstechnischen Ausrüstung an Bord und eine generelle theoretische Einführung über das An-und Ablegen einer etwas grösseren Motoryacht wie die „Rolling Swiss II“ auf dem Programm. Am Abend essen wir an Bord. Es gibt ein wunderbares Risotto des Skippers II.

Sonntag, 24.08.2014 St. Malo – St. Helier, Jersey
Ein schöner Tag zum Auslaufen, wenig Wind und Wellen. Wir kommen gut voran und müssen ein wenig warten um über die Schwelle des Hafens von St. Helier zu fahren. Nach etwa 6 Stunden legen wir an. Am Abend essen wir in einem feinen Restaurant, auf Empfehlung des Hafenmeisters. Das Essen ist fein, wir haben viel Spass. Der Kellner scheint sich aber nicht gewohnt zu sein, dass Gäste zum zweiten Mal nach der Weinkarte fragen (again…..?).

Montag, 25.08.2014 St. Helier, Jersey – St. Peter Port, Guernsey
Der Luftdruck ist gesunken…, der Wind hat zugenommen und damit auch die Wellenhöhe. Da wartet eine ungemütliche See auf uns! Schiff und Besatzung schlagen sich aber tapfer, und bereits um 13:30 Uhr laufen wir in St. Peter Port ein (mit einem Festmacher weniger an Bord..). Der Schreiberling dieses Berichtes nimmt ab jetzt auch Stugeron, und fühlt sich den kommenden Tagen schon viel besser……In St. Peter Port liegen wir an einem Ponton nicht direkt an Land. Mit Hilfe des Dinghis unseres Nachbarn fahren wir ins Dorf etwas einkaufen (der Davit gebrauchen wir in diesem Törn nicht). Heute Abend verwöhnen wir uns mit einem leckeren Essen aus der Bordküche.

Dienstag, 26.08.2014, St. Peter Port, Guernsey – Cherbourg, France
Wir dachten, wir müssen früh weg. Eine Überprüfung der Tidenberechnung zeigt jedoch, dass wir am besten erst am Nachmittag losfahren. Wir sind flexibel, machen einen Hafenmanöver, so dass wir gut an Land kommen können und geniessen den Morgen. Zum z’Mittag essen wir gemeinsam in einem Restaurant in St. Peter Port, anschliessend heisst es „Leinen los“. Wind ist noch immer da, aber es fühlt sich etwas angenehmer an als gestern. Mit ca. 12,6 Knoten fahren wir mit der Strömung zwischen Alderney und der Cap de la Hague durch. Zwischenzeitlich fällt auch das GPS noch aus, uns kann aber nichts mehr stören. In der Nacht, etwas nach 22:00 kommen wir in Cherbourg an. Wir essen noch etwas Kleines an Bord und gehen rasch in den Kojen; morgen wollen wir früh abfahren.
Mittwoch, 27.08.2014, Cherbourg, France – Ouistreham, France
Ein langer Tag mit ca. 71,0 sm! Das Wetter hat sich gebessert, wir kommen schneller voran als geplant, die Strömung nimmt uns mit. Unterwegs begegnen wir einem Boot des französischen Zolls. Wir werden via VHF 8 aufgefordert uns zu melden und einige Angaben zur Besatzung und Abfahrt- und Zielhafen anzugeben. Eine schöne Abwechslung während der Fahrt. Weiter müssen wir auf Fischerbojen achten. In Ouistreham kommen wir um 15:30 Uhr an und legen hinter der Schleuse im schönen Hafen an. Wir versuchen bei den vielen Ship-chandlern eine neue Leine als Festmacher zu kaufen, ohne Erfolg. Hingegen war unser z’Nacht ein grosser Erfolg!

Donnerstag, 28.08.2014, Caen- und Beach-Day (statt D-Day)
Heute besuchen wir die Landungsküste der Alliierten. Wir sind ja schliesslich in der Normandie! 70 Jahre ist es nun her, dass die Landung stattfand. Wir besuchen die„Pegasus“ Brücke, einen amerikanischen Soldatenfriedhof bei Colleville-sur-mer (Omaha Beach), die Landungsanlage der Alliierten in Arromanches und ein Geschütz der Deutschen, das die Invasion auch nicht verhindern konnten. Ein Crew-Mitglied besucht währenddessen die Stadt Caen, eine schöne Stadt zum Verweilen. Am Abend treffen wir uns wieder an Bord der „Rolling Swiss II“ und essen nochmals auswärts in gleichem Restaurant wie gestern. Uns geht es gut!

Freitag, 29.08.2014, Ouistreham – Le Havre
Der letzte Törntag. Wir fahren schon früh durch die Schleuse und sind bereits um 10 Uhr in Le Havre. Das Schiff wird „geputzt und gestrählt“, am Nachmittag soll bereits die Schiffsübernahme stattfinden. Am Abend gibt es noch das „Captains Dinner“, dann an Bord noch einen letzten Whiskey….

Samstag, 30.08.2014, Le Havre – Paris – Basel
Heute nehmen wir Abschied der „Rolling Swiss II“. Noch ein letztes Foto, dann geht es mit dem Mietauto nach Paris, anschliessend mit dem Zug nach Basel. Zwei der Crew-Mitglieder fahren mit dem Zug nach Paris und bleiben dort noch ein paar Tage. Es war eine tolle, abwechslungsreiche Woche im Übungsgebiet des Theoriekurses.
Michael


16.08. – 23.08.2014 Saint Malo – Saint Malo

Skipper: 1 Christine Skipper 2 Marcel
Crew: Patricia, buy cialis Tim, purchase Kersten, pharmacy Frank

Nicht ganz schwache Winde und Wellen mit Folgen

Der Törn war in verschiedener Hinsicht speziell. Einmal, dass drei Paare daran teilgenommen haben. Ausserdem ein Beweis, wie klein die Welt ist. Aus Berlin meldeten sich Kersten und Frank an. Wir haben zuerst gedacht, die beiden arbeiteten teilweise in der Schweiz oder hätten sonst eine Beziehung zur Schweiz oder CCS. Aber weit gefehlt. Wir erinnern uns an die Miete der Motoryacht Helene. Der damalige Vermieter ist ein Bekannter von Frank. Dieser hat ihm empfohlen, an einem Törn auf unserem schönen Schiff teilzunehmen.

Beim Törntreffen in Zürich (Frank war extra angereist….) stellte sich heraus, dass alle die Inseln Guernsey und Sark besuchen wollten und dass Essen auf dem Schiff nicht gefragt war.

Die Anreise der Teilnehmer war ebenso speziell. Sk1 und Sk2 mit dem TGV, Tim und Patricia mit dem eigenen Auto, das sie anschliessend Ferien machen wollten und Frank und Kersten mit Flug und Bahn.

Nach den üblichen Vorbereitungen war der Wunsch, direkt nach Guernsey auszulaufen, trotz nicht ganz schwachen Winden und etwa 1,5m hohen Wellen.
Die weniger geübten Crewmitglieder hatten sich bezüglich Seefestigkeit wohl etwas überschätzt mit den damit verbundenen Folgen…., weshalb unterwegs entschieden wurde, Jersey anzulaufen.

Am nächsten Tag war es wesentlich ruhiger, so dass die Fahrt direkt nach Sark problemlos verlief. Dort gibt es auf der Ost- und auf der Westseite je ein Bojenfeld. Zum Anlanden ist das Dingi notwendig, es existiert kein Wassertaxi.

Das Absenken unseres Dingis wurde vorbereitet und Davids ab. Aber oh Schreck, das Dingi fiel mit lautem Getöse ins Wasser und die Davids hinterher??? Es stellte sich heraus, dass die Befestigung der Vorrichtung aus dem Laminat gerissen war, weil diese Verbindung viel zu schwach konstruiert war. Ein Wunder, dass das Ganze so lange gehalten hat.

Trotzdem konnte das Dingi benutzt werden und wir verbrachten eine schönen Tag auf der Insel Sark. Bemerkenswert ist, dass es auf dieser kleinen Insel Velos, einige Traktoren und viele Pferdekutschen gibt. Kurios ist auch, dass Alkohol nur mit einer Mahlzeit zusammen serviert werden darf…. Hier ist die Welt noch in Ordnung!

Eine andere Geschichte war anschliessend das Hochziehen des Dingis. Trotz vereinten Kräften gelang dies nicht. Zuerst musste der Motor entfernt werden. Erst jetzt konnte das Dingi angehoben und gesichert werden. Die kurze Fahrt nach Guernsey verlief anschliessend problemlos.

In Guernsey erkundeten wir die Insel per Velo. Dabei mussten wir feststellen, dass Elektrovelos, im Unterschied zu Frankreich, auf der Insel noch kaum zu mieten waren. Der Vermieter normaler Velos gab uns aber eine Route an, welche nicht viele Steigungen aufwies und am Abend mussten alle zugeben, dass Elektrovelos nicht notwendig gewesen sind. Das Velofahren ist nicht ganz ungefährlich, wegen dem Linksverkehr und den schmalen Strassen. Velowege gibt es nur teilweise.

Nach dem Landtag führte der Weg am Donnerstag nach St. Cast an der französischen Küste. St. Cast ist ein neuer, moderner Hafen.
Die kurze Fahrt nach St. Malo am Freitag beendete den schönen Reisetörn.

Marcel


26.07 – 09.08.2014 Nantes – Brest

Skippper: Marc und Isabelle
Crew: Christian und Morten


Ein Traum geht in Erfüllung – und Wie!

Schon lange wollte ich einmal die Bretagne befahren – so viele spannende Geschichten und beindruckende Bilder von Clubkollegen, view die mit den CCS-Segelyachten dieses Revier bereits erleben durften. Die Bretagne wurde mehr und mehr zum Traumrevier von mir: Die Rolling Swiss II musste dahin…. 2014 passte es!
Was lag also näher, einen zweiwöchigen Törn von Nantes nach Brest zusammen mit unseren Kollegen Christian Tiedt vom „BOOTE Magazin“ (http://www.boote-magazin.de/) und Morten Strauch von „Morten Strauch Fotografie“ (http://www.mortenstrauch.com/)durchzuführen. Besonders gefreut, hat mich auch, dass Isabelle vom Generalsekretariat des CCS sich auch wieder einmal für einem Törn mit der MY Rolling Swiss II entschlossen hat – und das sogar noch als Skipperin II! Danke Isabelle für deine tolle Unterstützung!
Was soll ich über diesen Törn mehr schreiben?
Christian wird für die beiden Reportagen, die voraussichtlich im ersten Quartal 2015 im BOOTE erscheinen werden, sicherlich wiedermal sein ganzen Können einsetzen und unsere Erlebnisse in seiner typischen lebhaften und packenden Form wiedergeben – untermalt von den beeindruckenden Bildern von Morten. Inseln werden dabei sicherlich ein Schwerpunkt bilden, beinahe alle haben wir besucht! Das hervorragende Wetter (gegenüber dem letzten Jahr in Norwegen – und gegenüber dem Schweizer Sommer) wird Mortens Bilder nur so strahlen lassen.
Vermutlich werden wir von malerischen Leuchttürmen, historischen U-Boot-Bunkern, zerklüfteten Klippen, karibischen Sandstränden, verspielter Eskortierung durch Delfine, trockenfallenden Häfen, dem gastlichen Empfang durch die Bretonen, Keltischer Musik, berüchtigten „Ecken“, idyllischen Flussläufen, schmackhaften Moule-Frites und den allzeit dominierenden Tiden lesen… Es waren unzählige, tolle Erlebnisse!

Danke an Isabelle, Christian und Morten es hat sehr viel Spass gemacht! – Marc


12.07. – 19.07.2014 Lorient – Nantes

Skippper: Ernst und Jürg
Crew: Dora, Martin, Pierre-François

Im Boot-Paradies – warten auf bessere (Ge-)Zeiten?

Traurig sind sie anzusehen: Fischer- und Ruderboote, kleine Segel- und Motorjachten stehen trockengefallen schief im Morast – alle warten sie auf bessere (Ge-)Zeiten.

 

Nicht so die Rolling Swiss II, sorgt ihre Crew doch immer für die berühmte Handbreit Wasser unter dem Kiel. Gleichzeitig macht der bis zu 5 m grosse Tidenhub für Navigations-Fans den Reiz des Reviers Bretagne aus, ist doch die Planung entsprechend interessant und anspruchsvoll.

Schweiz Regen, Nordwestfrankreich Sonne – nicht umsonst weist die Bretagne gemäss Statistik im Sommer eine grosse Anzahl Sonnenstunden auf. Im Zentrum des Hochs gleitet die Rolling Swiss II mit Sicht auf zwei Horizontalen dahin, unten das blaugrüne Wasser, darüber ein feines Wolkenband aus Feuchtigkeit, die über dem Land aufsteigt, übergehend in den zartblauen Himmel. Winzige weisse Dreiecke scheinen sich kaum zu bewegen, kein Segelwetter, aber perfekt fürs Motorboot.

Alle am Steuer sind begeistert von den Manövrier-Fähigkeiten, die die beiden Motoren erlauben. Abdrehen, rückwärtsfahren, Tellerwende, Andocken… unter kundiger Anleitung von Ernst üben die mehr oder weniger erfahrenen Crew-Mitglieder alle erdenklichen Bewegungen und reizen die Möglichkeiten der Rolling Swiss II aus. Weiter bietet das Schiff mit Generator, Tiefkühlfach, TV (zum Empfang der Fussball-WM!), Nespressomaschine und abgeschlossenen Duschen viel Komfort und Bequemlichkeit.

Bei der Tagesplanung, abwechselnd von einem CCS-ler durchgeführt, war aufgrund der saisonalen Verkehrsdichte bei der Wahl der Tagesziele Flexibilität gefragt. In den angelaufenen Häfen boten sich dreierlei Szenarien: viele Gästeplätze in Port Blanc/Île aux Moines im Golf von Morbihan und in Le Palais auf der Belle Isle, dann vor allem einheimische Sportboote in Port Haliguen, Trinité sur Mer, La Turballe, L`Herbaudière und im Stadthafen von Lorient und schliesslich keinerlei Infrastruktur für Sportschiffe im Hafenbecken von St. Nazaire, wo U-Boot-Bunker noch vom 2. Weltkrieg und der deutschen Besetzung zeugen. Angenehm aufgefallen sind uns die Gummiboot-Lotsen, die geschickt den Liegeplatz anzeigen und im Einzelfall das Gästeschiff an der Trosse hinführen, Tenderdienste anbieten oder gleich die Liegegebühr kassieren (EUR 25 – 52), was den Gang zur Capitainerie erspart.

Den momentan Untätigen vergeht die Zeit im Nu. Der Blick auf die unendlichen Küsten von Festland und zahlreichen Inseln mit abgeschliffenem Fels, einsamen Sandstränden, grünem Nadelwald, unterbrochen von typischen weissen einstöckigen Häusern mit Kaminen an beiden Stirnwänden ist Unterhaltung genug. Aber auch im Meer gab’s neben vielen Seezeichen eine Delfinschule zu beobachten. Und schliesslich durfte auch das obligate Bad im erfrischenden Meer nicht fehlen. Gelegenheit dazu bot ein Mittagshalt am Anker vor der Insel Houëdic.
Unser Skipper hat bei Vorbereitung und Durchführung an alles gedacht. So fand die Vorbesprechung in einem Zürcher Restaurant statt, wo das Motto der Zunft zu Schiffleuten zu lesen war: „Auf Wellen und vor Anker treu“.

Juli 2014 Dora (Bericht), Martin und Jürg (Fotos)


5.7. – 12.7.2014 Lorient – Lorient

Skippper: Ernst und Ruedi
Crew: Markus, recipe Jean-Luc, Urs, Hanspeter

 

 „Rolling Swiss II“ besucht die Bretonischen Inseln, 193.1 sm

Urs und ich stiessen am Vorabend gegen Mitternacht in strömendem Regen zur Crew auf der „Rolling Swiss II“, wo wir herzlich in Empfang genommen wurden. Skipper Ernst, sein Stellvertreter Ruedi, Markus und Jean-Luc waren schon am späteren Nachmittag angekommen, hatten sich eingerichtet und verfolgten gespannt das Viertelfinalspiel Brasilien-Kolumbien am schiffseigenen TV. Aha, das Ding verfügt nicht nur über einen Motor, auch ein TV ist an Bord! Ich sollte noch ein paar Mal staunen, was alles zum selbstverständlichen Equipment auf einer CCS-Motoryacht gehört. Nach einer ersten Nacht am Schwimmsteg neben der Capitainerie wurde nach dem Morgenessen der Einkauf im Schiff gebunkert. Anschliessend stellte uns Ernst die RSII vor und Ruedi übernahm sehr kompetent die Sicherheitsinstruktion.

Trotz Regenwetter und mässigem Wind entschlossen wir uns, am späteren Nachmittag Richtung Ile de Groix Port Tudy anzusteuern. Nach dem Ablegemanöver war die Crew schon patschnass. Ernst und Ruedi navigierten sicher durch die Gischt, so dass wir nach einer guten Stunde zwischen zwei Bojen im Hafen festmachen konnten. Schiff und Crew waren im wahrsten Sinn des Wortes getauft für diesen Törn.
Bei wesentlich freundlicherem Wetter führte ich als Navigator das Boot am Sonntag gegen Westen den Iles des Glénan entgegen. Ein unerwartetes MOB-Manöver konfrontierte Jean-Luc am Steuer mit den Eigenheiten der mit 2 x 380 PS motorisierten 16 Tonnen. Kurzfassung: Der Kugelfender wurde schlussendlich ohne Rücksicht auf trockene Schuhe wieder an Bord gehisst.

Die Einfahrt zum Bojenfeld vor St. Nicolas musste trotz schwachem Tidenkoeffizient von 44 und nur 1.2 m Tiefgang sorgfältig gefahren werden. Ohne grosse Probleme stoppte Markus das Boot vor der anvisierten Boje 1010. Die anschliessende Landgang auf der Insel lohnte sich sehr, bei 10-20 Grad höheren Temperaturen hätte man sich in der Karibik wähnen können. Die Leser des Krimis „Bretonische Brandung“ von J.-L. Bannalec hatten mehrere „Déjà-vus“. Sogar die berühmte Segelschule demonstrierte ihre Aktivitäten bis in den späten Abend.

Nach einer ruhigen Nacht und gewohnt üppigem Frühstück konnte Urs das Boot dank Hochwasser weiter Richtung Westen an der Insel vorbeiführen. Dabei teilte die RSII eine Gruppe Optimistenboote wie einen Schwarm Fische, wenn ein Schatten über ihnen erscheint. Auf Anweisungen des Tagesnavigators Markus drehte Urs das Boot auf nördlichen Kurs und peilte die Hafenstadt Bénodet an. Auch Urs kam nicht um ein MOB-Manöver herum, der Kugelfender wurde mit trockenen Schuhen geborgen, man ist ja lernfähig…

Die 4 sm flussaufwärts auf der Odet in der malerischen Landschaft waren für Steuermann und Crew sehr abwechslungsreich. In Bénodet hatten alle Crewmitglieder die Möglichkeit, die RSII übungsmässig seitlich an einen Steg anzulegen. Strömung und Wind erwiesen sich als Hilfe oder erschwerten das Manöver, je nachdem, wie angelegt wurde. Mit einem grossen Bogen um die Landzunge zwischen Bénodet und Concarneu erreichten wir den Zielhafen. Die befestigte Hafenstadt lud zu einem Bummel ein, bevor wir im „l’Ancre“ die Speisekarte studierten und anschliessend bei der humorvollen Serveuse aus Colorado die Bestellung aufgaben. Wieder zurück an Bord musste Jean-Luc noch bis nach Mitternacht die Navigation für den kommenden Tag ausarbeiten…

Die geplanten 65 sm führten südlich an der Ile de Groix vorbei zur Belle Ile. Beim „Speed-Test“ mit 16 kn bei 2900 rpm durch das flache Wasser gurgelten laut Anzeige 70 -75 l Diesel pro Motor und Stunde in die Brennkammern. Gegenüber „Cruising-Speed“ von 7-8 kn der zehnfache Verbrauch! In Le Palais wies uns die Capitainerie einen Platz im hinteren Hafenbecken unter einem schiefen Anlegeverbotsschild zu. Die Wassertiefe reiche voraussichtlich auch am nächsten Morgen bei Niedrigwasser… Wir verliessen uns auf diese Angaben und belegten die RSII mit langen Festmachern in flachem Winkel oben an der Hafenmauer. Im Restaurant „Vivier“ wurden wir mit feinster bretonischer Küche verwöhnt. Dank der Flut mussten wir nicht allzu tief über die rostige Hafenmauerleiter ins Boot hinunter steigen. Ein trauriges Bild bot am Morgen ein gegenüber festgemachtes Segelschiff mit norwegischer Flagge, das die berühmte handbreit Wasser unter dem Kiel schon vor längerer Zeit verloren hatte und bedenklich schief in den Festmachern hing. Dass das Echolot nur noch 1.1m unter der RSII anzeigte, beunruhigte unsere Skipper nicht gross, das nächste Wasser komme schon bald – und sie hatten recht!

Die Mittwochsroute führte uns nördlich nach Trinité-sur-Mer, wo wir die berühmten zwei Cs zum Mittagessen bestellten. Die Meerengen bei Port Navalo und der Pointe des Rechauds passierten wir wie berechnet vor dem auslaufenden Wasser. Vom Schwimmsteg neben den Bojenfeldern mussten wir per Dingi auf die Ile aux Moines. Das Nachtessen in einem rustikalen Restaurant oberhalb des Hafens rundete unseren Ausflug ins „kleine Meer“ (Golfe du Morbihan) ab.

Die zweitletzte Tagesroute wurde unterwegs dem höheren Tidenfaktor angepasst und anstelle Étel der uns schon bekannte Port Tudy angesteuert. Die RSII wurde längsseits an ein Motorschiff im „Päckli“ festgemacht. Für ein letztes Nachtessen an Bord vor dem Ausgang wurde zum dritten Mal die grosszügig eingerichtete Küche in Beschlag genommen. Nicht nur die bretonische Küche in den Restaurants, auch die Küche auf dem Schiff erfreute die Crew während dieser Woche.

Der letzte Schlag zurück nach Lorient musste recht früh erfolgen, da das Schiff um 10.00 Uhr von zwei Mechanikern für einen Motorenservice am Steg erwartet wurde. Während der Servicearbeiten wurde die frisch betankte RSII für die folgende Crew zurechtgeputzt.

Wir erlebten eine harmonische, interessante Woche unter der umsichtigen Leitung von Ernst und Ruedi. Für alle Crewmitglieder gab es technische, geographische, nautische und kulinarische Neuerfahrungen. Der Teamgeist und das Zusammenleben auf dem Schiff war sehr herzlich, so dass der Abschied am Samstag gar nicht so leicht fiel!

14. Juli 2014, Hanspeter